HAARAUSFALL VERSTEHEN

Haarausfall durch Stress: Was wirklich hilft

Stressbedingter Haarausfall (Telogeneffluvium) ist weit verbreitet – aber oft missverstanden und falsch behandelt. Was steckt dahinter und was hilft wirklich?

Was ist Telogeneffluvium?

Telogeneffluvium ist die medizinische Bezeichnung für diffusen Haarausfall, der durch körperlichen oder psychischen Stress ausgelöst wird. Der Stressor (z.B. schwere Erkrankung, Trauma, extreme Diät, Geburt) versetzt viele Haarfollikel gleichzeitig in die Ruhephase (Telogen). Nach 2–3 Monaten fallen diese Haare aus – häufig in Massen.

Typische Auslöser

  • Hohes psychisches Stressniveau (beruflich oder privat)
  • Schwangerschaft und Wochenbett (Postpartum-Haarausfall)
  • Schwere Infektionen oder Operationen
  • Nährstoffmängel (Eisen, Ferritin, Vitamin D, Zink)
  • Schilddrüsenstörungen
  • Extrem kalorienreduzierte Diäten

Ist es reversibel?

Ja – in den meisten Fällen vollständig. Sobald der Stressor beseitigt ist, normalisiert sich der Haarzyklus innerhalb von 3–6 Monaten wieder. Das Haar wächst nach – allerdings kann der gesamte Prozess bis zu 12 Monate dauern.

Was wirklich hilft

  • Ursache behandeln: Nährstoffmängel ausgleichen, Stressmanagement verbessern
  • Minoxidil: Kann den Wiederaustrieb unterstützen
  • PRP-Therapie: Stimuliert ruhende Haarfollikel
  • Ausgewogene Ernährung: Genügend Protein, Eisen, Biotin und Zink
  • Geduld: Das Wichtigste – spontane Remission ist die Regel

Wann ist eine Transplantation sinnvoll?

Bei reinem Telogeneffluvium ist eine Haartransplantation nicht indiziert und auch nicht notwendig, da das Haar nachwachsen wird. Liegt jedoch gleichzeitig ein androgenetischer Haarausfall vor, kann nach Stabilisierung der Situation eine Haartransplantation bei Elithair sinnvoll sein.

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