PRP-THERAPIE
PRP-Therapie bei Haarausfall: Was steckt wirklich dahinter?
Platelet-Rich Plasma gilt als vielversprechende Behandlung – aber wie gut ist die Studienlage wirklich?
Was ist PRP?
Platelet-Rich Plasma (PRP) ist ein aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnenes Konzentrat aus Wachstumsfaktoren. Das Blut wird zentrifugiert, um die thrombozytenreiche Fraktion zu isolieren. Diese wird anschließend in die Kopfhaut injiziert, um Haarfollikel zu stimulieren.
Was sagt die Forschung?
Mehrere kontrollierte Studien zeigen positive Effekte bei androgenetischer Alopezie. PRP kann die Haardichte erhöhen und den Haarausfallprozess verlangsamen. Die Studienlage ist jedoch noch nicht einheitlich genug für eine standardmäßige Leitlinienempfehlung. Dennoch gilt PRP als vielversprechende Ergänzungstherapie.
Wann ist PRP sinnvoll?
- Als Begleittherapie nach einer Haartransplantation (verbessert Graft-Überleben)
- Bei früh- bis mittelgradigem androgenetischen Haarausfall
- Als Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Therapien
- Bei Patienten, die keine Medikamente nehmen wollen oder können
Ablauf und Kosten
Eine PRP-Sitzung dauert ca. 30–60 Minuten. Empfohlen werden 3–6 Sitzungen im Abstand von 4–6 Wochen, danach Erhaltungssitzungen alle 3–6 Monate. Kosten: 200–500 Euro pro Sitzung. Das Verfahren ist ambulant, kaum invasiv und gut verträglich.