Haarausfall durch Furunkel: Sehr unangenehm

Haarausfall durch Furunkel Sehr unangenehm

Furunkel sehen aus wie Pickel und können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten, auch auf dem Kopf. Die Ursache dieser Furunkel sind Entzündungen. Diese Entzündungen entstehen jedoch nicht direkt auf der Kopfhaut, sondern in den Haarwurzeln. Daher wird das Problem auch als Haarbalgentzündung bezeichnet.

Diese Furunkel stellen nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern sie können auch außerordentlich schmerzhaft sein. In schweren Fällen kann es zu einem Haarausfall durch Furunkel kommen.

Problematisch wird es, wenn mehrere Furunkel an einer Stelle entstehen und miteinander verschmelzen. Diese Geschwüre werden als Karbunkel bezeichnet. Häufig sterben die Haarfollikel ab, sodass sich an den kahlen Stellen keine neuen Haare mehr bilden.

Wie kommt es zu einem Haarausfall durch Furunkel?

Auch wenn die Furunkel ähnlich wie Eiterpickel aussehen, entstehen sie nicht auf der Haut, sondern an den Haarwurzeln. Daher werden sie als Haarbalgentzündung bezeichnet. Direkt an den Haaren gelangen Bakterien in die Haarfollikel und führen zu einer Entzündung. Diese Entzündungen können nicht nur schmerzhaft sein.

Sie führen dazu, dass die Haare schlechter mit Nährstoffen versorgt werden. Die entzündeten Haarwurzeln können zu einer Schädigung der Haare führen. Sie bringen keine kräftigen Haare mehr hervor. Die Wachstumsphasen der Haare können sich verkürzen.

Die Haare wachsen nicht mehr so schnell nach wie sie ausfallen. Ist die Entzündung stark, können die Haarfollikel dauerhaft geschädigt werden und absterben. Sie können keine neuen Haare mehr hervorbringen. Da sich beim Abheilen der Furunkel an den kahlen Stellen Narben bilden können, handelt es sich häufig um einen vernarbenden Haarausfall.

Wie entstehen Furunkel?

Furunkel entstehen, wenn Bakterien oder Hautpilze über eine undichte Stelle in der Hautbarriere in den Haarbalg eindringen. Diese Erreger führen zu einer Haarbalgentzündung. In den meisten Fällen handelt es sich um Staphylokokken. Diese Erreger können direkt an den Haaren in die Haarfollikel eindringen.

Furunkel treten häufig an Körperstellen auf, an denen verstärkt Schweiß abgesondert wird. Das können die Achselhöhlen, die Genitalregion, der Rücken, aber auch der Kopf sein.
Kleine Verletzungen der Haut begünstigen die Entstehung von Furunkeln und damit den Haarausfall durch Furunkel.

Beim Rasieren oder Epilieren können viele kleine Verletzungen entstehen, die eine Angriffsfläche für Bakterien bilden. Rasieren Sie Ihre Haare kahl oder tragen Sie einen Undercut mit abrasierten Seiten, können Furunkel an den rasierten Stellen entstehen. Die Entstehung von Furunkeln kann durch Diabetes mellitus oder eine ungesunde Ernährung begünstigt werden.

Auch ein geschwächtes Immunsystem kann zu einer verstärkten Furunkelbildung führen. Der Körper kann die Bakterien nicht bekämpfen. Treten mehrere Furunkel nebeneinander auf, können sie miteinander verschmelzen. So entstehen außerordentlich schmerzhafte Karbunkel.

Wie machen sich Furunkel bemerkbar?

Ein Haarausfall durch Furunkel ist nicht nur ein äußerst belastendes kosmetisches Problem, sondern die Haarbalgentzündung ist sehr schmerzhaft. Zu Beginn dieser Infektion entsteht ein kleines rotes Knötchen, das sich tief in der Haut befindet. Es ist entzündlich und reagiert bei Berührung mit Schmerzen. Innerhalb weniger Tage reift das Knötchen und wird dicker.

Eiter sammelt sich darin an. Im Gegensatz zu einem Eiterpickel befindet sich in der Mitte eines Furunkels ein Haar. Daran kann der Arzt eindeutig erkennen, dass es sich um eine Haarbalgentzündung handelt. In den meisten Fällen entleert sich der Eiter von allein.

Sie sollten nicht versuchen, die Follikel selbst zu öffnen oder auszudrücken. Der Eiter kann dabei nach innen gedrückt werden. Das Problem wird dadurch noch schlimmer. Die Furunkel können nicht nur schmerzen, sondern auch stark jucken.

Da die Nährstoffversorgung der Haare eingeschränkt ist, erscheinen die Haare stumpf. Sie verlieren ihre Spannkraft und liegen nicht mehr richtig. Die Haut um die Furunkel kann sich heiß anfühlen und geschwollen sein. Diese Schwellungen machen sich mit starken Schmerzen und Spannungsgefühl bemerkbar. Die entzündliche Erkrankung der Haarwurzeln kann auch mit Fieber einhergehen, vor allem, wenn es sich um Karbunkel handelt.

Wie können Furunkel behandelt werden?

Abhängig davon, an welchen Körperstellen die Haarbalgentzündung auftritt, kann sie äußerst gefährlich werden. Der Eiter kann zu schwerwiegenden Infektionen führen, wenn Sie versuchen, diese Furunkel selbst auszudrücken. Mitunter heilen die Furunkel ohne medizinische Behandlung von selbst ab.

Um einen Haarausfall durch Furunkel zu verhindern und die Schmerzen zu lindern, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Er untersucht die Haut und kann die geeigneten Medikamente verordnen. Häufig verordnet der Arzt ein Antibiotikum, damit die Entzündung abklingt.

Der Arzt kann die Furunkel auch mit einem sterilen Skalpell öffnen, um den Eiter zu entfernen. Ist das Furunkel noch nicht reif, kann der Arzt Zugsalbe verordnen, die auf die betroffene Stelle aufgetragen wird. Sie fördert die Reifung des Furunkels und zieht den Eiter ab.  Der Eiter entleert sich nach außen.Leiden Sie häufig unter Furunkeln, sollten Sie vom Arzt prüfen lassen, ob Sie unter Diabetes mellitus leiden.

Was können Sie selbst gegen Furunkel tun?

Möchten Sie einem Haarausfall durch Furunkel vorbeugen, sollten Sie

  •  keine Haare abrasieren oder epilieren
  •  auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen achten, um die Abwehrkräfte zu stärken
  •  eng anliegende Kopfbedeckungen vermeiden
  •  Haare mit mildem Shampoo waschen, um Reizungen und Entzündungen der Kopfhaut zu vermeiden.

Ist bereits eine Haarbalgentzündung aufgetreten, können Sie einem Haarausfall durch Furunkel entgegenwirken, indem Sie warme Umschläge auf die betroffenen Stellen auflegen.

Fazit: Furunkel können Haarausfall verursachen

Furunkel entstehen, indem Bakterien oder Pilze in die Haarfollikel eindringen. Es kommt zu einer Haarbalgentzündung, die sich mit Schmerzen und Knötchenbildung äußert. Diese Knötchen eitern. Die Haut kann anschwellen und gerötet sein.

Mitunter können sie ohne medizinische Behandlung abklingen. Um einen Haarausfall durch Furunkel zu verhindern, sollten Sie einen Dermatologen konsultieren. Er kann das Problem mit Antibiotika behandeln. Diabetes und ein geschwächtes Immunsystem können die Entstehung von Furunkeln begünstigen.