Minoxidil

Minoxidil

Viele wünschen sich ein wirksames Hausmittel, um ihrem Haarausfall endlich ein Ende zu bereiten und damit zur alten Lebensqualität zurück zu gelangen. Es gibt viele Ursachen für Haarausfall und ebenso viele Möglichkeiten der Behandlung. Eine von ihnen ist Minoxidil. Was sich hinter diesem Mittel verbirgt, wie es funktioniert und wirkt, was es bei der Anwendung zu beachten gibt, das alles erfahren Sie nachfolgend.

Minoxidil gegen Haarausfall

Haarausfall ist für die meisten Betroffenen viel mehr als lediglich ein ästhetisches Problem. Auch in psychischer Hinsicht leiden Betroffene sehr unter dem Verlust der Haare, denn volles Haar gilt als Sinnbild für Jugend, Schönheit und Gesundheit. Für die meisten sind die Haare ein sehr wichtiger Ausdruck der Persönlichkeit. Werden sie zunehmend weniger, verringert dies oftmals das Selbstbewusstsein maßgeblich und zudem nimmt die Angst vor einem gänzlichen Verlust zu.

Die Ursachen für ausfallende oder lichter werdende Haare sind vielfältig. Es gibt einige Substanzen, die den Haarausfall aufhalten oder sogar umkehren sollen. Dazu gehört der Wirkstoff Minoxidil (Handelsname Regaine). Das Mittel dient der Behandlung von Haarausfall und gilt in der lokalen Anwendung als sehr gut verträglich.

Was ist Minoxidil und welche Wirkung hat es?

Minoxidil ist ein Wirkstoff, der zu den Antihypertensiva gehört. Es handelt sich hierbei um ein Blutdruckmedikament, das auch bei Haarausfall eingesetzt wird, da es als Nebenwirkung zu verstärktem Haarwuchs kommen kann. Es ist in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, dass ein Wirkstoff, der für einen gewissen Zweck entwickelt wurde, zu Nebenwirkungen führt, die anderweitig genutzt werden können, so war es auch bei der Zufallsentdeckung von Minoxidil. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde bei einigen Probanden beobachtet, dass das blutdrucksenkende Mittel ein verstärktes Haarwachstum zur Folge hatte. Diese Nebenwirkung machte den Wirkstoff als Haarwuchsmittel interessant.

Daraufhin hat das US-Pharmaunternehmen Upjohn eine Tinktur mit dem Wirkstoff Minoxidil entwickelt, um genetisch bedingten Haarausfall damit zu behandeln. Das Mittel erhielt den Namen „Regaine“, das heutzutage als Lösung oder Schaum erhältlich ist. 1988 wurde Minoxidil erstmalig gegen Haarausfall zugelassen und unterliegt seit dem Jahr 1996 nicht mehr dem Patentschutz. Daher ist der Wirkstoff mittlerweile in vielen Medikamenten enthalten wie in Regaine.

Das Mittel sollte jeden Tag zwei Mal auf die Kopfhaut aufgetragen bzw. einmassiert werden. Es wird vermutet, dass der Wirkstoff die kleinen lokalen Arterien weitet. In der Folge wird die Kopfhaut dann besser durchblutet und die Haarfollikel erhalten mehr Nährstoffe. Minoxidil greift zudem in den Haarzyklus ein: Der Wirkstoff verkürzt die Ruhephase der Haare. Dadurch kommt es in der Wachstumsphase schneller zur Neubildung der Haarwurzeln. Die Anwendung darf jedoch nur auf gesunder und unverletzter Kopfhaut erfolgen.

Minoxidil hat laut Studien eine gute Wirkung

Mehrere klinische Studien bescheinigen allerdings bei einer täglichen, langfristigen Anwendung einen dauerhaften Erfolg des Wirkstoffs Minoxidil, denn der Haarausfall konnte bei bis zu 90 Prozent der Anwender verlangsamt werden. Bei fast allen wurde nach einigen Monaten ein verstärktes Haarwachstum festgestellt. Bei bis zu 50 Prozent der Fälle wuchsen die Haare wieder deutlich dichter. Zu beachten ist jedoch, dass es eine Weile dauert, bis das Ergebnis sichtbar ist.

Haare wachsen immerhin auch nur sehr langsam, daher ist dies nicht verwunderlich. Bei Männern kann es nach rund acht Wochen zu einem sichtbaren Erfolg kommen. Bei Frauen dauert dies drei bis vier Monate. Die Anwendung sollte jedoch ohne Unterbrechungen erfolgen. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind und es halten möchten, sollten Sie Minoxidil zudem weiterhin verwenden. Wem diese Prozedur zu aufwändig und langwierig ist, findet in der Haartransplantation eine gute Alternative. Damit können schnelle und dauerhafte Erfolge erzielt werden.

Mittel aus der Drogerie helfen meist nicht gegen Haarausfall

In der Drogerie oder Apotheke gibt es viele Kosmetika-Produkte oder Nahrungsergänzungsmittel, die bei Haarausfall helfen sollen. In den Produkten sind oft spezielle Vitaminmischungen, Koffein, Pflanzenextrakte oder eine Mischung aus Aminosäurekomplexen enthalten, heißt es zumindest in den Beschreibungen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Dermopharmazie kam zum Schluss, dass keines der Mittel, in denen Wirkstoffe wie Minoxidil nicht enthalten sind, bis dato hinsichtlich der Wirksamkeit gänzlich überzeugen.

Die unabhängigen Experten waren lediglich von einem Produkt mit dem Wirkstoff Minoxidil überzeugt. Schon im Jahr 1986 beschäftigten sich verschiedene wissenschaftliche Studien damit und prüften die unterschiedlichen Wirkungen, die sich aus der Verwendung ergeben können. Aufgrund der positiven Effekte kamen, nachdem das amerikanische Pharmaunternehmen das Produkt Regaine auf den Markt gebracht hatte, noch einige weitere dazu.

Fazit

Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig, zum Beispiel Nährstoffmangel, Infektionen, Stress und Medikamente kommen als Auslöser infrage. Doch am häufigsten ist der Haarausfall hormonell oder genetisch bedingt. Das Selbstbewusstsein und die Lebensqualität leiden bei den Betroffenen oftmals erheblich, wenn sich die Haare immer mehr lichten oder großflächig ausfallen. Es gibt viele Haarwuchsmittel.

Das Sortiment reicht von Vitaminpräparaten bis hin zu medizinischen, verschreibungspflichtigen Haarwuchsmitteln. Alle Mittel dienen dem gleichen Ziel: den Haarausfall zu stoppen. Minoxidil gehört zu den Wirkstoffen, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Doch auch bei Haarausfall kann er erstaunlich gute Ergebnisse erzielen. Heutzutage wird Minoxidil in erster Linie bei erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt. Der Haarausfall kann durch den Wirkstoff verlangsamt oder sogar gänzlich gestoppt werden.

Der Effekt, den Haarausfall eventuell zu stoppen, braucht allerdings eine Zeit von rund sechs bis acht Wochen, wobei es bei Frauen noch länger dauern kann. Eine Verdichtung der Kopfhaare ist frühestens nach drei bis sechs Monaten zu erwarten. Das optimale Ergebnis, das Sie durch Minoxidil erzielen können, sollte nach rund einem Jahr erreicht sein. Wenn Ihnen dies zu lange dauert, finden Sie in einer Haartransplantation eine gute Alternative und Lösung. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Experten und lassen Sie sich beraten.


 
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