Haarausfall durch Zucker

Haarausfall durch Zucker

Zucker ist süßes Gift und kann dem Körper auf vielfältige Weise schaden. Haarausfall durch Zucker entsteht indirekt durch Zuckerkonsum, beispielsweise durch entzündliche Prozesse im Körper oder durch die Entstehung von Diabetes mellitus.

Schränken Sie den Zuckerkonsum ein, können Sie nicht nur einen Haarverlust durch Zucker verhindern, sondern auch zu mehr Wohlbefinden gelangen.

Haarausfall durch Zucker – vielfältige Auswirkungen

Zucker führt nicht direkt, aber indirekt zu Haarausfall, da hoher Zuckerkonsum viele Krankheiten begünstigen kann:

  •  Übergewicht bis hin zu Adipositas
  •  Diabetes mellitus
  •  Pilzbefall der Haut
  •  Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Durchblutungsstörungen
  •  Verdauungsprobleme mit Durchfall oder Verstopfungen.

Zucker spendet schnell Energie, doch kann er abhängig machen. Ein Schokoriegel, Bonbon, ein Stück Kuchen oder Kekse sind als Snack und schneller Energielieferant für zwischendurch geeignet.

Der Zucker kann zur Droge werden, da er das Belohnungssystem im Hirn aktiviert. Wie eine Studie von Prof. Falk Kiefer von der Universität Heidelberg an übergewichtigen Patienten zeigt, reagiert das Gehirn auf Äpfel anders als auf Eiscreme.

Das Belohnungssystem wird nur durch stark zuckerhaltige Speisen aktiviert. Auf Zucker reagiert das Gehirn ähnlich wie auf Alkohol und andere Suchtstoffe. Es schüttet Dopamin aus.

Die Studie ergab, dass adipöse Menschen sich stärker für stark zuckerhaltige Genussmittel interessieren als nichtadipöse Menschen. Ein starker Zuckerkonsum ist ein Teufelskreis. Der Konsum zuckerhaltiger Speisen nimmt zu,

was dazu führt, dass die Betroffenen an Körpergewicht zulegen und das Risiko für viele Erkrankungen steigt. Das erhöht auch das Risiko für Haarverlust durch Zucker.

Schwächung des Immunsystems durch Zucker

Zucker kann das Immunsystem direkt und indirekt schwächen. Eine indirekte Schwächung des Immunsystems tritt auf, wenn Menschen, die häufig zu Süßigkeiten greifen, auf Obst und Gemüse verzichten, die reich an Vitaminen sind. Ein Vitaminmangel kann die Folge sein.

Stark zuckerhaltige Speisen wie Schokolade, Desserts oder Kuchen machen satt. Für viele Menschen ist es einfacher und bequemer, schnell zu einem zuckerhaltigen Snack zu greifen als eine gesunde Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Allerdings halten die zuckerhaltigen Snacks nicht lange vor, sodass es schon bald wieder zu einem Hungergefühl kommt, das wieder mit Zucker gestillt wird. Ist das Immunsystem geschwächt, haben Bakterien und Pilze ein leichtes Spiel.

Sie siedeln sich auch auf der Kopfhaut an. Pilze auf der Kopfhaut können zu Schuppenbildung und zu Haarausfall führen. Auch Bakterien können einen Haarausfall hervorrufen.

Der Haarausfall durch Zucker, der Bakterien und Pilze begünstigt, tritt meistens als vernarbender Haarausfall auf. An den betroffenen Stellen kommt es zu Narbenbildung. Die Haare wachsen nicht mehr nach.

Zuckerkonsum und die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2

Zucker begünstigt die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Die Bauchspeicheldrüse muss mehr Insulin produzieren, um den Zucker aus dem Blut zu entfernen und in die Körperzellen und Organe zu befördern, die daraus Energie gewinnen.

Irgendwann halten die Beta-Zellen die hohe Insulinproduktion nicht mehr durch und sterben ab. Es kommt zu Diabetes mellitus Typ 2 und einem absoluten Insulinmangel.

Ein Haarverlust durch Zucker kann bei Diabetes Typ 2 entstehen, da das Immunsystem geschwächt ist und die Durchblutung verschlechtert wird.

Die Kopfhaut wird schlechter durchblutet, was zu einer schlechteren Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haarfollikel führt. Die Haare fallen aus.

Nicht zu vergessen sind die Spätfolgen von Diabetes mellitus, zu denen Nierenschäden, Polyneuropathie, Diabetischer Fuß und Augenerkrankungen zählen.

Übergewicht begünstigt Haarausfall

Ein Haarausfall durch Zucker kann durch Übergewicht eintreten. Es handelt sich um einen stressbedingten Haarausfall, der durch Übergewicht verstärkt wird. Dieser Haarausfall tritt diffus auf dem gesamten Kopf auf.

Die Haare werden immer lichter, bis die Kopfhaut sichtbar wird. Der Körper schüttet bei Stress verstärkt die Hormone Adrenalin und Cortisol aus. Nicht die Hormone selbst, sondern die Abbauprodukte können zu einem Haarausfall führen.

Die Abbauprodukte lagern sich im Fettgewebe des Körpers ein und gelangen von dort in die Blutbahn und zu den Haarfollikeln. Sie wirken negativ auf die Talgdrüsen der Kopfhaut und führen zu Haarausfall. Die Haare werden umso stärker belastet, je höher der Körperfettanteil ist.

Haarverlust durch Zucker und entzündliche Prozesse

Zucker löst entzündliche Prozesse im Körper aus. Er versetzt die Zellen in einen entzündungsähnlichen Zustand. Der Körper reagiert darauf mit der Glykation, bei der Gewebefasern verzuckert werden.

Das Hautbild verschlechtert sich. Die Haut wird großporig, glänzend und picklig. Das wirkt sich auch auf die Kopfhaut und auf die Haare aus. Das Haar wird stumpf und brüchig. Die Wachstumsphasen verkürzen sich.

Das Haar tritt vorzeitig in die Ruhephase ein, die sich mindestens über drei Monate erstreckt. Sind die Haare ausgefallen, dauert es mindestens drei Monate, bis wieder neue Haare nachwachsen.

Wie Sie Haarausfall durch Zucker vermeiden

Möchten Sie einen Haarausfall vermeiden, kommt es darauf an, den Zuckerkonsum zu reduzieren. Das ist zu Anfang gar nicht so einfach. Suchen Sie nach Alternativen, die weniger Zucker enthalten.

Statt Zucker können Sie Stevia zum Süßen verwenden. Greifen Sie statt zu zuckerhaltigen Snacks zu Obst, Nüssen, Quark oder Naturjoghurt. Zum Süßen von Joghurt oder Quark können Sie Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden und die Menge davon langsam reduzieren.

Fazit: Zucker kann indirekt zu Haarausfall führen

Ein hoher Zuckerkonsum kann viele Krankheiten begünstigen. Ein Haarverlust durch Zucker tritt indirekt auf, da verschiedene Erkrankungen, die durch einen starken Zuckerkonsum auftreten können, wie Diabetes mellitus oder Adipositas, zu Haarausfall führen können.

Der Haarausfall durch Zucker wird auch durch entzündliche Prozesse im Körper verursacht. Zucker kann zur Glykation führen, bei der Gewebe verzuckert wird. Die Haut wird glänzend, großporig und unrein.

Pickel und Mitesser treten auf. Davon kann auch die Kopfhaut betroffen sein. Die Haare fallen aus. Möchten Sie einem Haarausfall entgegenwirken, sollten Sie den Zuckerkonsum reduzieren und zu einer gesunden, vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung übergehen.