Haarausfall durch Morbus Basedow

Haarausfall durch Morbus Basedow

Verschiedene Krankheiten können dazu führen, dass die Haare mit der Zeit spröde und dünner werden und letztendlich ganz ausfallen. Haarausfall kann durch Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung, ausgelöst werden. Der Verlust der Haare stellt für die betroffenen Personen meist zusätzlich eine enorme psychische Belastung dar. Doch die kahlen Stellen auf dem Kopf gehören mit Hilfe einer Haartransplantation der Vergangenheit an.

Wie kann es zu Haarausfall durch Morbus Basedow kommen?

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Die Schilddrüse ist die wichtigste Hormondrüse und befindet sich am Hals. Die Krankheit Morbus Basedow äußert sich durch eine übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen und geht in vielen Fällen mit einer Schilddrüsenüberfunktion und einer Schilddrüsenvergrößerung einher.

Die Autoimmunkrankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abwehr des Körpers das eigene Schilddrüsengewebe angreift. Durch die Krankheit kann es zu Herzrhythmusstörungen, Hitzewallungen, hohem Blutdruck und Herzrasen kommen, weshalb der Körper ständig auf Hochtouren läuft.

Hierdurch wird verursacht, dass die Haare viel zu schnell wachsen und nur noch eine kurze Länge erreichen, da sie viel zu früh in die Ruhephase fallen. Dadurch wird das Haar immer dünner und feiner. Die Haare können nicht mehr richtig wachsen und fallen mit der Zeit aus. Aber auch die Medikamente, die auf Grund der Autoimmunerkrankung oftmals eingenommen werden müssen, bringen den gesamten Stoffwechsel des Körpers durcheinander, wodurch sie ebenfalls den Verlust der Haare begünstigen können.

Wie kann der Haarverlust durch Morbus Basedow behandelt werden?

Sie sollten zunächst durch einen kompetenten Arzt feststellen lassen, ob die Erkrankung an Morbus Basedow für das Ausfallen Ihrer Haare verantwortlich ist. Dies kann durch eine genaue Laboruntersuchung festgestellt werden. Die Autoimmunerkrankung wird anschließend medikamentös behandelt.

Auch die Beschwerden, die durch die Vergrößerung der Schilddrüse entstehen, können eine eigene medikamentöse Therapie erforderlich machen. Zunächst muss demnach primär die Autoimmunerkrankung und nicht der Haarverlust behandelt werden. Die medikamentöse Therapie sorgt dafür, dass der Hormonhaushalt wieder reguliert wird, wodurch sich der Haarverlust häufig bessert.

Allerdings birgt die Therapie mit meist schwefelhaltigen Thyreostatika Nebenwirkung wie Juckreiz oder eben Haarverlust. Neben der Erkrankung selbst, kann demnach auch die medikamentöse Behandlung den Haarverlust weiter verstärken, weshalb sich viele Betroffene in einem Teufelskreis wiederfinden.

Ist der Haarverlust reversibel?

Die gute Nachricht ist, dass Haarverlust, der durch Morbus Basedow ausgelöst wird, in den meisten Fällen reversibel ist. Bei den meisten betroffenen Personen, stellt sich der Haarausfall wieder ein, sobald eine Regulation der Hormone vorgenommen wurde. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen das Wachstum der Haare nicht wiederhergestellt werden kann.

Es ist nicht möglich, dass neues Haarwachstum entsteht, wenn die Wurzeln der Haare so stark beschädigt sind, dass sie schließlich vollständig absterben. Abgestorbenen Haarwurzeln ist es nicht mehr möglich, neue Haare zu produzieren, so dass die Kahlstellen auf der Kopfhaut dauerhaft bestehen bleiben.

Ist eine Haartransplantation bei Haarausfall durch Morbus Basedow geeignet?

Wenn bei Ihnen festgestellt wird, dass Ihre Haarwurzeln nachhaltig beschädigt sind, wodurch sich der Haarausfall nicht von alleine regenerieren kann, ist eine Haarverpflanzung empfehlenswert. Die Eigenhaartransplantation ermöglicht, dass auch an völlig kahlen Stellen wieder neue und gesunde Haare wachsen.

Bei der Haarimplantation werden Ihnen follikuläre Einheiten aus einem geeigneten Spenderbereich Ihrer Kopfhaut entnommen. Im Labor werden die entnommenen Grafts in eine spezielle Nährlösung eingelegt und aufbereitet. Danach sind sie bereit für die Verpflanzung und werden einzeln und präzise in die Kopfhaut implantiert. Aufgrund neuster Techniken und Verfahren ist der Eingriff sehr schmerzarm und es bleiben später lediglich winzige Narben zurück, die kaum sichtbar sind.

Nach der Haartransplantation setzt der Heilungsprozess ein. Es ist völlig natürlich, dass die meisten Haare nach einigen Wochen zunächst wieder ausfallen, denn sie begeben sich in eine Ruhephase, da sie durch die Entnahme über einen längeren Zeitraum von der wichtigen Nähr- und Sauerstoffzufuhr getrennt waren.

Wenige Monate nach dem operativen Eingriff beginnt dann das neue Wachstum der Haare und rund ein Jahr später ist das endgültige Ergebnis zu sehen. Bei Personen, die unter der Autoimmunerkrankung Morbus Basedow leiden, besteht jedoch immer das Risiko, dass auch die neu verpflanzten Haarwurzeln vom Abwehrsystem des Körpers angegriffen werden und wieder ausfallen.

Die Kunsthaartransplantation

Um dieses Risiko zu meiden, ist eine Kunsthaartransplantation geeignet. Hierbei werden nicht eigene follikuläre Einheiten, sondern biosynthetische Kunsthaare verpflanzt. Die Länge und Farbe der so genannten Biofibre kann dabei frei gewählt werden. Der Vorteil einer solchen Kunsthaarverpflanzung ist darüber hinaus, dass sie sofort im Anschluss wieder gesellschaftsfähig sind.

Die Transplantation kann auf Wunsch jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Diese Form der Haarimplantation eignet sich auch, wenn nicht genügend eigene follikuläre Einheiten vorhanden sind, um alle Kahlstellen vollständig abzudecken.

Fazit: Die Haarverpflanzung ermöglicht ein neues und gesundes Haarwachstum

Personen die an Morbus Basedow erkrankt sind, haben nicht selten mit Haarverlust zu kämpfen. Die Autoimmunkrankheit, die sich gegen das Schilddrüsengewebe richtet, zieht häufig eine Schilddrüsenüberfunktion nach sich. Der dadurch ausgelöst Überschuss an Hormon verursacht, dass die Haare viel schneller als gewöhnlich wachsen und dadurch frühzeitig in die Ruhephase fallen, wodurch sie sehr viel kürzer bleiben.

Darüber hinaus verursachen zahlreiche Medikamente, die bei Morbus Basedow eingenommen werden müssen, ebenfalls das Ausfallen der Haare. Haarausfall, der durch Morbus Basedowausgelöst wird, ist in der Regel reversibel und stellt sich von alleine ein, sobald die passende Medikation gefunden wurde.

In einigen Fällen sind die Wurzeln der Haare jedoch irreversibel geschädigt, so dass der Verlust der Haare dauerhaft ist. Eine Eigenhaarverpflanzung oder eine Kunsthaarverpflanzung sorgen dafür, dass Sie endlich wieder eine volle Haarpracht besitzen.