Bluttest bei Haarausfall – genaue Ursache herausfinden

Bluttest bei Haarausfall - genaue Ursache herausfinden

Haarausfall tritt in zahlreichen Formen auf und stellt für die Betroffenen ein kosmetisches Problem dar. Um den Haarverlust zu behandeln, muss die Ursache ermittelt werden. Ein Bluttest bei Haarausfall hilft dabei.

Sie sollten einen Hautarzt konsultieren, der Haar und Kopfhaut untersucht und mit einem Bluttest bei Haarverlust feststellt, welches Problem Ihren Haarverlust bedingt.

Bluttest bei Haarausfall – warum Sie zum Arzt gehen sollten

Es ist völlig normal, dass Haare ausfallen. Die Haare durchlaufen einen Wachstumszyklus, der mit einer Ruhephase abschließt. In der Ruhephase fallen die Haare aus und werden durch neue ersetzt. Ein Haarausfall liegt vor, wenn täglich mindestens 100 Haare über einen längeren Zeitraum ausfallen.

Ob bei Ihnen ein Haarausfall vorliegt, können Sie feststellen, indem Sie täglich die ausgefallenen Haare im Duschabfluss, auf der Kleidung, auf der Bettwäsche und im Kamm sammeln und zählen.

Sie sollten das mindestens über eine Woche lang tun. Handelt es sich bei Ihnen um einen Haarausfall, muss er behandelt werden, damit er sich nicht weiter fortsetzt. Sie sollten zum Hautarzt gehen, der einen Bluttest vornimmt, um die Ursache zu ermitteln.

Formen von Haarausfall und deren Ursachen

Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf und kann verschiedene Ursachen haben. Mit einem Bluttest bei Haarverlust kann der Hautarzt die Ursache herausfinden. Das ist nicht erforderlich, wenn es sich um einen erblich bedingten Haarausfall handelt.

Bei Männern ist er an seinem Erscheinungsbild mit Glatze auf dem Oberkopf, Geheimratsecken und Stirnglatze schnell zu erkennen. Ein diffuser Haarausfall vollzieht sich gleichmäßig auf dem gesamten Kopf. Die Haare werden insgesamt immer lichter.

Da dieser Haarausfall verschiedene Ursachen wie Einnahme von Medikamenten, Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder Stress haben kann, ist ein Bluttest sinnvoll. Haben Sie allerdings eine Chemo- oder Strahlentherapie hinter sich und sind Ihnen die Haare ausgefallen, ist kein Bluttest erforderlich.

Die Haare wachsen wieder nach, wenn die Ursache nicht mehr vorhanden ist. Auch bei einem mechanischen Haarausfall muss kein Bluttest bei Haarausfall vorgenommen werden. Die Haare werden mechanisch zu stark beansprucht und fallen aus.

Das können Sie auch an abgebrochenen Haaren an den betroffenen Stellen erkennen. Bei einem kreisrunden Haarausfall treten kreisrunde haarlose Areale an verschiedenen Stellen des Kopfes auf. Mit einem Bluttest bei Haarverlust kann ermittelt werden, ob eine Infektion, Autoimmunerkrankung oder Stress die Ursache ist.

Auch bei einem vernarbenden Haarausfall, bei dem kahle Stellen auftreten, an denen sich im weiteren Verlauf Narben zeigen, kann eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Eine Autoimmunerkrankung, aber auch eine Infektion mit Pilzen oder Bakterien kann die Ursache sein.

Anamnesegespräch, bevor ein Bluttest durchgeführt wird

Anamnesegespräch Arzt Patient Haarausfall

Bevor der Arzt einen Bluttest vornimmt, wird er ein Anamnesegespräch mit Ihnen führen. Er befragt Sie zu

  •  familiärer Häufung von Haarausfall
  •  bekannten Erkrankungen, beispielsweise Autoimmunerkrankungen
  •  zuletzt erlittenen Infektionskrankheiten wie Scharlach, Grippe oder Masern
  •  Einnahme von Medikamenten
  •  Lebensgewohnheiten, beispielsweise Alkoholkonsum, Rauchen, Ernährung.

Sie sollten alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. So kann der Arzt schon die Ursachen herausfinden und mit einem Bluttest bei Haarausfall die Ursachen präzisieren. Bei Frauen fragt der Arzt zusätzlich nach Einnahme der Pille, Schwangerschaft oder Geburt sowie Beschwerden bei der Regelblutung.

Bluttest – das kann der Arzt erkennen

Bereits eine geringe Menge Blut, die der Arzt Ihnen aus der Armvene entnimmt, reicht für einen Bluttest bei Haarverlust aus. Der Arzt kann das Blut auf Hormone und Schilddrüsenwerte untersuchen. So kann er feststellen, ob eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt, die einen diffusen Haarausfall verursacht.

Um festzustellen, ob eine Autoimmunerkrankung wie das Hashimoto-Syndrom vorliegt, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Anhand des Bluttests kann der Arzt auch verschiedene weitere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Gicht oder Rheuma erkennen, die als Ursachen für einen Haarausfall in Frage kommen.

Haben Sie in der letzten Zeit eine Infektionserkrankung erlitten, können im Blut Antikörper nachgewiesen werden. Über das Blut können auch verschiedene Vergiftungen, beispielsweise mit Aluminium oder Blei, Mangelerscheinungen wie Eisen-, Zink- oder Vitamin-B-Mangel sowie die Sauerstoffsättigung festgestellt werden. Der Arzt kann auf der Grundlage der Ergebnisse weitere Untersuchungen durchführen oder die entsprechende Behandlung vornehmen.

Eventuell weitere Kontrollen erforderlich

Kann der Arzt anhand einer Blutuntersuchung kein eindeutiges Ergebnis feststellen, nimmt er weitere Untersuchungen vor. Das ist beispielsweise erforderlich, wenn der Bluttest bei Haarausfall keinen Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung ergab. Bei einem vernarbenden Haarausfall kann er eine Kopfhautprobe (Biopsie) vornehmen, um festzustellen, ob Bakterien oder Pilze die Ursache sind. Zusätzlich kann er eine Pilzkultur anlegen.

Wurde die Ursache für Ihren Haarverlust mit einem Bluttest ermittelt, erfolgt zumeist eine medikamentöse Behandlung der Ursache für den Haarausfall. Im Laufe der Zeit ist ein weiterer Bluttest bei Haarverlust erforderlich.

Der Arzt stellt dann fest, ob die Medikamente gewirkt haben. Zusätzlich kann er anhand des Haarbildes feststellen, ob Besserung bei Ihrem Haarausfall eingetreten ist.

Bluttest bei Haarausfall – wenn bei Frauen die Hormone verrückt spielen

Bei Frauen kann sich ein Haarausfall mit ähnlichen Symptomen wie bei Männern zeigen. Die Haare fallen an der Stirn, am Oberkopf und an den Geheimratsecken aus. Das ist während der Regelblutung, während und nach den Wechseljahren, nach einer Schwangerschaft oder nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille bzw.

beim Wechsel auf eine andere Anti-Baby-Pille möglich. Setzt sich der Haarverlust fort und werden die kahlen Stellen immer deutlicher sichtbar, ist der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner. Er kann einen Bluttest vornehmen und feststellen, ob das männliche Hormon Progesteron überwiegt.

Eine Hormonbehandlung ist möglich, doch kann sie starke Nebenwirkungen haben. Sie wird daher vorrangig bei Frauen nach den Wechseljahren vorgenommen.

Fazit: Bluttest bei Haarverlust informiert über die Ursachen

Leiden Sie unter Haarausfall, muss die Ursache ermittelt werden, um eine gezielte Behandlung vorzunehmen. Mit einem Bluttest bei Haarausfall kann der Hautarzt den Hormonstatus, Schilddrüsenhormone, Antikörper bei Infektionen, Anzeichen für Autoimmunerkrankungen, aber auch Mangelerscheinungen erkennen.

Er kann die geeignete Behandlung vornehmen, um die Ursache zu beseitigen. Ein Bluttest reicht nicht immer aus, um die Ursache festzustellen. Der Arzt kann zusätzliche Untersuchungen wie eine Biopsie der Kopfhaut vornehmen. Um festzustellen, ob die Behandlung gewirkt hat, kann eine erneute Blutuntersuchung stattfinden.