Wimperntransplantation

Wimperntransplantation

Schöne und volle Wimpern lassen jeden Augenaufschlag sofort deutlich ausdrucksvoller wirken und betonen die Augen – bei Frauen und Männern. Natürlich gibt es genug Wimperntuschen, von denen die Hersteller versprechen, „sofort einen tollen Wimperneffekt“ zu verschaffen. Gehalten werden diese Versprechen nur von den wenigsten Kosmetikfirmen – mal ganz davon abgesehen, dass am Ende des Tages das Abschminken bewältigt werden muss.

Weiterhin werden noch unechte Wimpern angeboten. Das Problem: Sie sehen in den meisten Fällen auch äußerst unecht aus. Wimpernextensions hingegen werden auf die bereits vorhandenen Wimpern aufgeklebt. Das sieht zwar toll aus – hält aber nur so lange, bis die natürliche Wimper ihr Lebensende erreicht hat und ausfällt. Dann müssen die Extension wieder aufgefüllt werden – was mit der Zeit ziemlich ins Geld gehen kann.

Außerdem können im schlimmsten Fall die eigenen Wimpern abbrechen oder sogar komplett ausfallen. Denn bei den Wimpernextensions müssen die eigenen Wimpern einiges an mechanischer Kraft aushalten können. Die aufgeklebte Wimper wird zusätzlich noch gezogen, bis sie sich am richtigen Platz befindet. Auch beim Wiederauffüllen wird nicht gerade zimperlich mit den eigenen Lid-Härchen umgegangen.

Auf dieses Weise beginnt ein Teufelskreis – die eigenen Wimpern brechen ab, und es wird immer wieder aufgefüllt, bis die Wimpern irgendwann komplett weg sind.
Doch Wimpern können nicht nur aus kosmetischen Gründen ausfallen. Auch eine Krebstherapie, Allergien, Stress, Hormonschwankungen – etc.pp. – können daran schuld sein, dass uns die zarten Härchen ausfallen. Die Lösung kann eine Wimperntransplantation sein. Wimpern sehen nicht einfach nur hübsch aus. Sie erfüllen außerdem eine wichtige Schutzfunktion. Sie schützen unsere Augen unter anderem vor Staub, Schmutz und Wind.

Wimperntransplantation – der Ablauf

Die Wimperntransplantation basiert auf der FUE beziehungsweise I-FUE Methode. Bei dieser extrem schonenden Technik werden bestmögliche Ergebnisse bei maximaler Wimperndichte garantiert. In der Regel werden etwa 300 einzelne Grafts für eine Transplantation der Wimpern benötigt. Das unterscheidet die Wimperntransplantation auch von der Haartransplantation. Dort werden follikuläre Einheiten beziehungsweise Gruppen verpflanzt, also Follikel, in denen sich zwei bis drei Haarwurzeln befinden. Auch die Menge der Grafts, die verpflanzt werden, ist bei einer Eigenhaartransplantation natürlich viel größer.

Die Nutzung der Kopfbehaarung bei einer Wimperntransplantation hat durchaus Vorteile, unter anderem deshalb, weil

  • sie ihre Wuchseigenschaften nicht verlieren
  • die neuen Wimpern etwa 1 cm im Monat nachwachsen
  • die verpflanzten Haare länger nachwachsen und dadurch in der gewünschten Länge getragen werden können – das Kürzen kann der Patient selbst vornehmen
  • ein lebenslanges Ergebnis garantiert ist – die Behandlung muss nicht wiederholt werden!

Wie viele Haare genau verpflanzt werden müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, bespricht der behandelnde Spezialist vorher mit dem Patienten. Die Auswahl des Arztes, beziehungsweise der Schönheitsklinik, sollte in jedem Fall sehr gewissenhaft erfolgen. Eine Wimperntransplantation, die schief gegangen ist, kann nicht ganz so einfach wieder korrigiert werden. Deswegen ist es von Vorteil, sich vorher im Internet über Wimperntransplantation und Erfahrungen mit den einzelnen Anbietern ausgiebig zu informieren.

Der Eingriff selbst erfolgt unter örtlicher Betäubung. Der Patient spürt also vom Eingriff selbst gar nichts. Lediglich das Setzen der Betäubungsspritzen kann als etwas unangenehm empfunden werden. Hier kommt es allerdings auf das individuelle Schmerzempfinden eines Einzelnen an. Zunächst wird der Spenderbereich betäubt, die Grafts werden dort entnommen. Dies geschieht unter Zuhilfenahme einer speziellen, sehr feinen Mikrohohlnadel. Die Grafts werden anschließend in einer besonderen Nährlösung „zwischengelagert“. Danach wird der Empfängerbereich – sprich die Augenlider- betäubt.

Die Wurzelkanäle werden am Lidrand geöffnet. Dort werden die entnommenen Grafts eingesetzt, unter Berücksichtigung der natürlichen Position und Wuchsrichtung. So ist es zum einen möglich, die Wimpern zu verdichten und zum anderen, diese komplett zu rekonstruieren. Bei der I-FUE Methode entfällt übrigens der zweite Behandlungsschritt. Bei dieser Technik wird der Eingriff sozusagen „in einem Rutsch“ durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird die Anwuchsrate der verpflanzten Grafts durch die Wimperntransplantation noch einmal enorm gesteigert.

Es besteht übrigens während des kompletten Eingriffs keine Gefahr, dass Auge oder Netzhaut verletzt werden können. Die FUE-Methode ist, wie bereits erwähnt, eine der schonendsten Methoden zur Haarverpflanzung. Der Eingriff selbst dauert – je nach Menge der zu verpflanzenden Grafts – etwa 2 bis 8 Stunden. Lediglich im Spenderbereich bleiben minimalste Narben zurück. Diese sind aber so winzig, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

Nach dem Eingriff

Die Wimperntransplantation wird – ebenso wie eine Haartransplantation – ambulant vorgenommen. Das heißt, dass der Patient nach dem Eingriff die Klinik wieder verlassen kann und nicht stationär aufgenommen werden muss. Direkt nach dem Eingriff sind die Lider normalerweise etwas geschwollen und eventuell ist die Empfindungsfähigkeit etwas eingeschränkt. Das gibt sich allerdings in einem sehr kurzen Zeitraum wieder. An den Augen zu reiben ist in dieser Phase nach dem Eingriff natürlich tabu! Ebenso das Kratzen – auch wenn es noch so sehr juckt. Denn sonst besteht unter ungünstigen Umständen die Gefahr, dass die mühsam verpflanzten Grafts gleich wieder herausgerieben oder –gekratzt werden. Die Quintessenz ist, dass das endgültige Ergebnis entsprechend unschön aussieht.

Etwa eine Woche lang sollte der Patient auf dem Rücken schlafen. Sauna und Solarium sowie direkte Sonneneinstrahlung sind etwa vier Wochen lang tabu. Außerdem sollte der Patient auch einige Wochen auf Sport verzichten. Denn einerseits kann es sehr unangenehm sein, wenn der Schweiß in die offenen Wunden läuft, andererseits besteht sonst die Gefahr, dass die Wunden wieder beginnt zu bluten und so die mühsam verpflanzten Grafts gleich wieder mit ausgeschwemmt werden.
Bis die verpflanzten Grafts komplett eingewachsen sind und zu wachsen anfangen, vergehen im Durchschnitt etwa drei Monate. Das Vorher-Nachher Ergebnis der Wimperntransplantation wird beeindruckend sein!

Gibt es Betroffene bei denen eine Wimperntransplantation nicht möglich ist?

Bei Patienten, die unter einer Alopecia universalis leiden, ist leider keine Wimperntransplantation möglich. Es besteht die Gefahr, dass das Immunsystem die verpflanzten Grafts sofort wieder als Fremdkörper wahrnimmt und beginnt diese zu attackieren. So würden die verpflanzten Grafts wieder ausfallen.

Was kostet eine Wimperntransplantation?

Die Frage der Kosten kann so pauschal nicht beantwortet werden, denn es kommt darauf an, wie viele Grafts verpflanzt werden müssen und wo der Eingriff vorgenommen wird.
In Deutschland kostet die Wimperntransplantation – je nach Klinik und je nachdem, wie viele Haare verpflanzt werden müssen, zwischen 1000,00 Euro und 3500,00 Euro.

In der Türkei ist eine Wimperntransplantation natürlich wesentlich günstiger, etwa die Hälfte weniger – wobei die Preise auch hier von Anbieter zu Anbieter stark variieren können. Ein weiterer Vorteil bei einer Haartransplantation in der Türkei: Es werden meist umfangreiche Serviceleistungen inklusive geboten, wie beispielsweise Flughafen-/Hoteltransfer, Aufenthalt in einem Luxushotel, Dolmetscherservice, etc.pp. Die Qualität ist in der Türkei übrigens genauso gut wie in Deutschland – wenn nicht sogar besser.
In der Regel können mehrere Eingriffe kombiniert werden – beispielsweise eine Augenbrauentransplantation und eine Wimperntransplantation.


 
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