Softlasertherapie

Softlasertherapie gegen Haarausfall

Für Männer und Frauen kann Haarausfall ein ernsthaftes kosmetisches Problem darstellen. Nicht immer ist gleich eine Eigenhaarverpflanzung notwendig, da gute Ergebnisse mit alternativen Methoden erzielt werden können. Die Softlasertherapie gegen Haarausfall ist eine alternative Methode. Bei der Softlasertherapie gegen Haarverlust wirkt ein Laser mit einem niedrigen Energieniveau auf die Kopfhaut ein.

Geschichte der Softlasertherapie gegen Haarausfall

Die Geschichte der Lasertherapie reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Die Behandlung mit Laser wird nicht nur bei Haarausfall, sondern auch bei verschiedenen anderen Problemen angewendet. Sie kann beispielsweie in der Zahnmedizin, in der Gynäkologie, in der Sportmedizin, in der Orthopädie und in der Neurologie angewendet werden. Bereits kurz nach seiner Erfindung im Jahr 1960 wurde der Laser für verschiedene medizinische Zwecke verwendet.

In den 1960er Jahren experimentierte der ungarische Physiker Emre Mester mit dem Laser zur Behandlung von Hautkrebs. Er verwendete für seine Experimente rasierte Mäuse, bei denen er feststellte, dass das Fell nach einer Behandlung mit Laser schneller nachwuchs als bei der Kontrollgruppe, die keine Laserbehandlung erhielt. Ein weiteres Ergebnis der Experimente von Mester war, dass die Wundheilung bei einer Laserbehandlung schneller erfolgte.

Bei schlecht heilenden Wunden erfolgte durch die Laserbehandlung eine schnellere Hautbildung. Gegen Haarausfall kommt ein Laser mit wenig Energie zum Einsatz, der auch als Low Level Laser (LLL) bezeichnet wird. Seit den 1980er Jahren wird Laser zur Behandlung von Haarausfall genutzt.

Warum Laser einem Haarausfall entgegenwirken kann, ist nicht genau erforscht. Vermutungen zufolge beeinflusst das Laserlicht die Mitochondrien, die kleine Zellkraftwerke sind. Mit der Laserbehandlung wird das Zellwachstum angeregt. Die körpereigenen Heilungsprozesse sollen mit dem niedrigenergetischen Laser aktiviert werden.

Die Methode der Softlasertherapie gegen Haarverlust

Die Softlasertherapie wird in verschiedenen Haartherapiezentren angeboten und muss nicht von einem Hautarzt ausgeführt werden. Damit der Laser auf die Kopfhaut wirken kann, erhalten Sie eine Laserhaube oder einen Laserhelm. Die Behandlung kann auch mit einem Laserkamm erfolgen. Laser mit einer niedrigen Energie wird auf die Kopfhaut gebracht. Das erfolgt völlig ohne Schmerzen. Die Laserimpulse sollen auf die Kopfhaut wirken und die Haarfollikel stimulieren.

Bei der Behandlung können die unterschiedlichen Wellenlängen des Lasergeräts miteinander kombiniert werden. Die Haut wird bei dieser Behandlung nicht verletzt. Die Behandlung löst biologische Vorgänge zur Verbesserung des Wachstums der Haare aus. Die Spannung in der Kopfhaut wird reduziert. Bei der Behandlung werden sichtbare und unsichtbare Laserlichtenergie angewendet. In den Vibrationsmotor des Therapiegeräts sind LD und LED integriert.

Der Ablauf der Softlasertherapie

Möchten Sie eine Softlasertherapie vornehmen lassen, sollten Sie zuerst einen Hautarzt konsultieren, der ein Anamnesegespräch durchführt. Er befragt Sie zur familiären Häufung von Haarausfall, zur Einnahme von Medikamenten, zu Allergien und zu bekannten Erkrankungen.

Um die Art und die Ursache des Haarausfalls festzustellen, untersucht er Kopfhaut, Haare und Blut. Bestehen keine Bedenken gegen die Behandlung mit Softlaser, kann die Behandlung erfolgen. Für die Softlasertherapie muss keine besondere Vorbereitung erfolgen. Sie erhalten Ihren Laserhelm oder Ihre Laserhaube. Der Laser wird nun ausgelöst, um in Impulsen auf Ihre Kopfhaut zu wirken. Die Behandlung sollte in mehreren Sitzungen erfolgen. Eine Sitzung dauert ungefähr 30 Minuten.

Um einen Haarausfall erfolgreich zu behandeln, sollte die Therapie über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen erfolgen. Pro Woche sollten zwei Sitzungen stattfinden. Fallen die Haare wieder aus, kann die Softlasertherapie gegen Haarverlust nach einem Jahr wiederholt werden.

Wirkungsweise der Softlasertherapie gegen Haarausfall

Die Wirkungsweise der Softlasertherapie ist noch nicht wissenschaftlich belegt, doch werden die Wachstumsphasen der Haare verlängert. Die Haare durchlaufen einen Zyklus, der aus drei Phasen besteht. Die Wachstumsphase, die sich über zwei bis sechs Jahre erstreckt und in der sich etwa 85 Prozent aller Haare befinden, wird verlängert.

An die Wachstumsphase schließt sich die Übergangsphase an, in der die Haare nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden. Die Übergangsphase dauert zwei bis drei Wochen. In dieser Phase befinden sich ein bis zwei Prozent der Haare. Schließlich endet der Haarzyklus mit der Ruhephase, in der sich etwa 15 Prozent der Haare befinden und die zwei bis vier Monate dauert.

Die Haare fallen aus, während neue Haare nachwachsen und der Zyklus von vorn beginnt. Liegt ein Haarausfall vor, befinden sich mehr Haare in der Ruhephase. Die Haare können nicht schnell genug nachwachsen, was zu kahlen Stellen führt.

Mit der Softlasertherapie werden Haare, die sich in der Ruhephase befinden, aktiviert und wieder in die Wachstumsphase versetzt. Die Durchblutung der Kopfhaut kann mit der Softlasertherapie verbessert werden. Das führt zu einer besseren Nährstoffversorgung der Haarfollikel.

Anwendungsgebiete der Softlasertherapie

Ein klassisches Anwendungsgebiet der Softlasertherapie ist der erblich bedingte Haarausfall, der bei etwa 80 Prozent der Männer und auch bei vielen Frauen auftritt. Bei Männern kommt es zu Glatzenbildung, Geheimratsecken und Stirnglatze, während bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel verstärkt ausfallen. Beim erblich bedingten Haarausfall lagert sich verstärkt Dihydrotestosteron als Abbauprodukt von Testosteron an den Haarwurzeln an.

Da die Durchblutung der Kopfhaut mit der Softlasertherapie gegen Haarverlust verbessert wird, werden die Haarfollikel widerstandsfähiger gegen Dihydrotestosteron. Sind die Haarfollikel noch intakt, kann die Softlasertherapie die Haarfollikel zur Bildung neuer Haare stimulieren. Auch dann, wenn die Haarfollikel bereits abgestorben sind, kann die Softlasertherapie gegen Haarausfall genutzt werden, da dort, wo noch Haare vorhanden sind, der Haarausfall gestoppt oder verzögert werden kann.

Die Softlasertherapie kann auch bei anderen Formen des Haarausfalls angewendet werden. Bei einem kreisrunden Haarausfall entstehen runde, kahle Areale auf dem Kopf. Die Ursachen können eine Autoimmunerkrankung, eine Infektionskrankheit oder Stress sein. Das Nachwachsen der Haare kann gefördert werden.

Ein diffuser Haarausfall tritt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf. Er kann durch eine Autoimmunerkrankung, eine Infektionskrankheit, Stress, Depressionen oder die Einnahme von Medikamenten verursacht werden. Nach der Beseitigung der Ursache können die Haare wieder nachwachsen.

Mit der Softlasertherapie kann das Nachwachsen der Haare gefördert werden. Bei einem mechanischen Haarausfall werden die Haare mechanisch zu stark beansprucht und fallen aus. Das Nachwachsen kann mit der Softlasertherapie angeregt werden.

Auch nach einer Eigenhaarverpflanzung, wenn der Entnahme- und der Transplantationsbereich der Haare verheilt sind, kann das Haarwachstum mit der Softlasertherapie gefördert werden.

Vorteile der Softlasertherapie gegen Haarverlust

Die Softlasertherapie ist eine alternative Behandlungsmethode und kann eine Haarverpflanzung hinauszögern oder sogar verhindern. Voraussetzung ist, dass die Softlasertherapie gegen Haarausfall rechtzeitig angewendet wird. Die Behandlung hat einige Vorteile:

  • völlig schmerzlos
  • gut verträglich
  • keine Nebenwirkungen
  • kann bei verschiedenen Formen von Haarausfall genutzt werden
  • kein Risiko für Infektionen
  • keine Vorbereitung erforderlich.

Nach der Softlasertherapie sind Sie sofort wieder fit. Sie können Ihrer Arbeit nachgehen oder Sport treiben. Die Softlasertherapie kann die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und die Kopfhaut widerstandsfähiger machen.