SDHI Methoden

SDHI Haartransplantation Methoden

Eine Haartransplantation ist für viele Menschen mit Haarausfall die letzte Möglichkeit, wieder zu mehr Selbstbewusstsein und Lebensqualität zu gelangen. Inzwischen wurden viele Methoden für die Eigenhaarverpflanzung entwickelt. Die SDHI Haartransplantation Methoden sind neu und versprechen ein besonders natürliches Ergebnis. Bei den SDHI Haarverpflanzung Methoden werden die Saphir-Methode und die DHI-Methode miteinander kombiniert.

Die Geschichte der SDHI Haartransplantation Methoden

Die Haartransplantation mit der SDHI Methode ist neu und kombiniert die Saphir-Methode und die DHI-Methode miteinander. Die Saphir-Methode basiert auf der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction), bei der mit einer Hohlnadel Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen und in den Transplantationsbereich verpflanzt werden.

Die Haartransplantation mit der FUE-Methode wurde in den 1990er Jahren von den australischen Geschwistern Dr. Angela Campbell und Dr. Ray Woods entwickelt. Die beiden Ärzte hatten die Idee, einzelne Haarfollikel mit einer Nadel aus dem Spenderbereich zu entnehmen, um die Belastung für den Patienten so gering wie möglich zu halten.

Diese Methode wurde vom Niederländer Dr. Coen Gho, vom Kanadier Dr. Robert Jones und vom US-Amerikaner Dr. John Cole nach der Jahrtausendwende weiterentwickelt. Inzwischen ist die FUE-Methode die gängigste Methode der Eigenhaarverpflanzung. Auf dieser Basis wurde die Saphir-Methode entwickelt.

Die DHI-Methode (Direct Hair Implantation) ist eine Weiterentwicklung der FUE-Methode, die im Jahr 2010 erstmals angewendet wurde. Sie wurde von Dr. Konstantinos Giotis entwickelt. Erst seit wenigen Jahren ist die SDHI Methode als Kombination der Saphir-Methode und der DHI-Methode verfügbar. Sie wurde vom türkischen Arzt Dr. Abdulaziz Balwi entwickelt.

Die SDHI Methode und ihre Besonderheiten

Jede Methode der Eigenhaarverpflanzung hat ihre Vor- und Nachteile. Die SDHI Haarverpflanzung Methoden vereinen die Vorteile der Saphir-Methode und der DHI-Methode. Die Saphir-Methode ist eine Weiterentwicklung der FUE-Methode. Nachdem der Kopf rasiert wurde und Spender- und Empfängerbereich der Haare örtlich betäubt wurden, erfolgt die Entnahme der Haarfollikel aus dem Spenderbereich mit einer Hohlnadel.

Zumeist werden die Haarfollikel vom Hinterkopf entnommen, da sie dort am robustesten sind und auch bei Patienten mit fortgeschrittenem erblich bedingtem Haarausfall noch vorhanden sind. Diese Haare vom Hinterkopf sind resistent gegen Dihydrotestosteron, ein Abbauprodukt von Testosteron, das den erblich bedingten Haarausfall verursacht.

Forscher haben festgestellt, dass diese Haare auch dann gegen Dihydrotestosteron resistent sind, wenn sie transplantiert wurden. Die entnommenen Haarfollikel werden in einer Nährlösung aufbewahrt, bis sie transplantiert werden.

Bei der Saphir-Methode werden, im Gegensatz zur klassischen FUE-Methode, die Haarwurzelkanäle im Spenderbereich nicht mit Klingen aus Chirurgiestahl, sondern mit Saphirklingen geöffnet. Diese Saphirklingen ermöglichen eine höhere Präzision. Die entnommenen Haarfollikel werden in die vorbereiteten Haarwurzelkanäle eingesetzt.

Bei der DHI Methode erfolgt die Entnahme der Haarfollikel aus dem Spenderbereich mit einem CHOI-Pen, der besonders feine Einstiche ermöglicht. Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle nicht separat geöffnet.

Das Öffnen der Haarwurzelkanäle und das Einpflanzen der Haarfollikel erfolgt in einem Arbeitsgang mit dem CHOI-Pen.
Die Saphir-Methode ermöglicht ein präziseres Arbeiten als die DHI-Methode. Daher werden die Haare in den ersten Reihen im Transplantationsbereich mit der Saphirmethode eingesetzt. Der übrige Bereich wird mit der DHI-Methode aufgefüllt.

Der Ablauf der SDHI Methode

Möchten Sie eine Haarverpflanzung mit der SDHI-Methode vornehmen lassen, erfolgt zuerst ein Anamnesegespräch mit dem Arzt. Der Arzt befragt Sie zu Ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zu bestehenden Vorerkrankungen, zu Allergien und Unverträglichkeiten sowie zur Einnahme von Medikamenten.

Der Arzt untersucht Kopfhaut und Haare und nimmt eine Blutuntersuchung vor. Er zeichnet die gewünschte Haarlinie an. Der Kopf wird rasiert. Anschließend erfolgt die örtliche Betäubung des Spenderbereichs. Setzt die Wirkung des Betäubungsmittels ein, entnimmt der Arzt die Haare aus dem Spenderbereich mit einer Hohlnadel. Die Haarfollikel kommen in eine Nährlösung.

Die ersten drei Reihen nach der Haarlinie werden mit der Saphirmethode ausgeführt, da die Haare mit der Saphirklinge dichter als mit dem CHOI-Stift eingesetzt werden können. Die Haarwurzelkanäle werden mit einer Saphirklinge geöffnet. Mit der Saphirmethode werden etwa 700 Grafts transplantiert, die in die Haarwurzelkanäle eingesetzt werden.

Die übrigen Haarfollikel können mit dem CHOI-Pen eingesetzt werden. Die Haarwurzelkanäle werden mit dem CHOI-Pen geöffnet, während im selben Arbeitsgang die Haarfollikel eingesetzt werden.

Anwendungsgebiete der SDHI Haarverpflanzung Methoden

Ein klassisches Anwendungsgebiet der SDHI Haartransplantation Methoden ist der erblich bedingte Haarausfall bei Männern, wenn sich Geheimratsecken gebildet haben oder der Haaransatz zurückgewichen ist. Im vorderen Bereich, an den Geheimratsecken und am Haaransatz, kommt es auf eine besondere Präzision an, die mit der Saphir-Methode erreicht wird.

Auch bei Frauen, die unter Haarausfall leiden und bei denen der Haaransatz schon zurückgewichen ist, kann diese Methode angewendet werden. Handelt es sich um einen vernarbenden Haarausfall, der nicht durch eine Autoimmunerkrankung verursacht wurde, und befinden sich kahle Stellen im Stirnbereich, ist die SDHI Methode geeignet.

Die SDHI-Methode muss nicht angewendet werden, wenn eine Glatze am Oberkopf aufgefüllt werden muss oder wenn es sich um kreisrunden oder diffusen Haarausfall handelt. In diesen Fällen reicht die DHI-Methode aus.

Vorteile der SDHI Haarverpflanzung Methode

Die Haarverpflanzung mit der SDHI Methode hat eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • hohe Präzision im Transplantationsbereich
  • hohe Haardichte
  • nur kleine Verletzungen
  • keine großen Narben
  • schnellere Heilung
  • besonders schonend für den Patienten.

Die SDHI Haarverpflanzung Methoden zeichnen sich durch eine hohe Anwuchsrate aus, die deutlich über 90 Prozent liegt. Die Infektionsgefahr ist aufgrund der sehr kleinen Einstiche nur sehr gering. Da nur kleine Schnitte bzw. Einstiche erfolgen, bilden sich nur wenige Krusten. Die Heilung nimmt etwa zehn Tage in Anspruch. Nach dem Abheilen der Krusten sind kaum Narben sichtbar.

Heilungsprozess nach den SDHI Haartransplantation Methoden

Nachdem die Haarverpflanzung mit der SDHI Methode abgeschlossen ist, erfolgt die Wundversorgung. Sie erhalten einen Kopfverband und können die Kinik verlassen. Damit es nicht zu Komplikationen beim Liegen kommt, sollten Sie in den ersten fünf Nächten zum Schlafen ein Nackenkissen und eine Einwegunterlage nutzen.

Schon kurz nach dem Eingriff kann es zu Juckreiz und Rötungen auf der Kopfhaut kommen. An den Entnahme- und Transplantatonsstellen der Haare bilden sich Krusten. Da die Haarverpflanzung mit der SDHI-Methode sehr schonend erfolgt, ist die Krustenbildung nur gering. Sie erhalten nach dem Eingriff ein Antibiotikum, das Infektionen entgegenwirkt.

Ihre Haare können Sie 24 Stunden nach der Operation erstmals wieder waschen. Zuvor bringen Sie eine Lotion auf den Kopf, die das Abheilen der Krusten fördert. Nachdem Sie die Lotion ausgespült haben, tragen Sie das Spezialshampoo auf. Sie sollten beim Auftragen von Lotion und Shampoo sowie beim Ausspülen nicht rubbeln, um die transplantierten Haarfollikel nicht auszureißen.

Sie sollten sich über einen Zeitraum von zehn Tagen täglich die Haare waschen und zuvor die Lotion auftragen. Das endgültige Ergebnis der SDHI Haartransplantation Methoden ist nach etwa einem Jahr sichtbar, da die Haare immer kräftiger wachsen.