HAARAUSFALL VERSTEHEN

Finasterid oder Minoxidil? Was wirklich gegen Haarausfall hilft

Beide Wirkstoffe gelten als wissenschaftlich belegt wirksam. Doch sie wirken unterschiedlich – und sind nicht für jeden gleich geeignet.

Finasterid – der Wirkstoff

Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase und verhindert so die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist der Hauptauslöser des androgenetischen Haarausfalls. Die klinische Wirksamkeit ist in Studien gut belegt: Rund 80–90% der Männer konnten den Haarausfall stoppen oder sogar Haarwachstum zuständlich machen.

Dosierung: 1 mg täglich (oral), verschreibungspflichtig. Nur für Männer zugelassen.

Minoxidil – der Wirkstoff

Minoxidil war ursprünglich ein Blutdruckmittel. Als Nebeneffekt wurde eine haarwachstumfördernde Wirkung entdeckt. Der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig geklärt, es verlängert aber nachweislich die Wachstumsphase der Haarfollikel. Verfügbar als topische Lösung (2% für Frauen, 5% für Männer) oder oral.

Hautreizung, Kopfschmerzen
KriteriumFinasteridMinoxidil
WirkungsweiseDHT-HemmungDurchblutungsförderung
AnwendungOral (Tablette)Topisch oder oral
Geeignet fürNur MännerMänner & Frauen
VerschreibungJaNein (topisch)
Wirksamkeit80–90%40–60%
Mögliche NWLibidoveränderungen

Kombination beider Wirkstoffe

Viele Dermatologen empfehlen die Kombination aus Finasterid (oral) und Minoxidil (topisch), da sie synergistisch wirken: Finasterid stoppt den Ausfallprozess, Minoxidil stimuliert das Nachwachsen. Diese Kombination gilt als die effektivste nicht-chirurgische Behandlung bei androgenetischem Haarausfall.

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