Propecia

Propecia gegen Haarausfall

Laut Statistik sind mehr Männer als Frauen vom Haarausfall betroffen. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Medikamente gegen Haarausfall entwickelt. Eines von ihnen ist Propecia gegen Haarausfall, das wahrscheinlich zu den bekanntesten Mitteln gehört. Propecia soll den Haarverlust nachhaltig lindern und den Betroffenen somit ein großes Stück Lebensqualität zurückgeben.

Finasterid hemmt das weitere Fortschreiten eines Haarausfalls, fördert aber auch das Wachstum von neuen Haaren. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Medikament, wie wirkt es und in welchen Fällen kann es helfen? Mit den Antworten auf diese Fragen beschäftigt sich der folgende Ratgeber. Eine wichtige Information vorweg: Propecia eignet sich nicht für die Anwendung bei Frauen.

Propecia gegen Haarausfall – was genau ist dieses Medikament?

Wie funktioniert eigentlich der Wachstumszyklus des menschlichen Haars? Der Wachstumszyklus der Haare verläuft beim Menschen in drei Phasen: Dies sind die Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase. Erstere kann bis zu sechs Jahre lang dauern. In diesem aktiven Zustand befinden sich rund 85 % der Haare. Die Übergangsphase dauert etwa zwei Wochen lang an, sodass sie ziemlich kurz ist.

Die Ruhephase dauert mehrere Monate und danach fallen die Haare aus. Bei Betroffenen mit Haarausfall sind diese Phasen gestört. Mit Medikamenten soll dies rückgängig gemacht bzw. verbessert werden. Der Wirkstoff, der in Propecia steckt, ist Finasterid, das ursprünglich dafür eingesetzt wurde, um Prostatavergrößerungen zu behandeln. Doch rasch konnte festgestellt werden, dass es bei den Patienten, die das Mittel eingenommen haben, zu einem verbesserten Haarwuchs kam. Davon können mittlerweile viele Männer profitieren, die häufiger als Frauen unter Haarausfall leiden.

Zur Behandlung des Haarausfalls wird jedoch eine wesentlich geringere Dosis verordnet als bei der Behandlung der Prostata. Propecia kann bestenfalls den Haarausfall stoppen, allerdings nur bei Männern, denn für Frauen ist das Medikament nicht geeignet. Das Gleiche gilt für Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren. Zu beachten ist außerdem, dass es nur bei beginnendem Haarausfall bzw. einer anfänglichen Kahlheit seine Wirkung zeigt. Im fortgeschrittenen Stadium hat es keine oder lediglich eine geringere Wirkung.

Propecia gegen Haarausfall – wie wirkt das Medikament?

Das Präparat Propecia, das verschreibungspflichtige Medikament mit dem Wirkstoff Finasterid, sorgt dafür, dass weniger Dihydrotestosteron (DHT) produziert wird. Genauer gesagt wird die hormonelle Umwandlung des Testosterons zu Dihydrotestosteron verhindert, die zu Haarausfall führt. Dadurch kann er verlangsamt werden. Die schädliche Wirkung auf die Haarfollikel bleibt dadurch aus, sodass die Haarwurzeln besser mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden und die Haare wieder wachsen können. Die Haarwurzel kann sich wieder erholen. Dank der Regeneration können die Haare nachwachsen.

Die genaue Wirksamkeit kann zwischen den Betroffenen variieren. Der Prozess des Haarverlustes kann spürbar verlangsamt werden, während es in anderen Fällen sogar zu einem Neuwuchs der bereits verloren gegangenen Haare kommen kann. In der Regel wird einmal täglich eine Tablette genommen. Der mögliche Erfolg des Medikaments ist durch klinische Tests und anschließend durch die Aussagen der behandelten Männer bewiesen. In klinischen Studien war das Medikament bei über 90 Prozent der Anwender erfolgreich. Es gilt derzeit als das wirksamste Haarausfallmittel, das es gibt.

Propecia gegen Haarausfall – wie lange dauert die Behandlung?

Das Medikament eignet sich zur Behandlung eines kreisrunden Haarausfalls. Die positiven Effekte von Propecia tun nicht nur der Kopfhaut gut, sondern ebenso der Seele, denn Haarausfall ist oftmals ein Grund für eine große jahrelange Scham. Die Behandlung funktioniert nur, wenn die Haarwurzeln noch nicht abgestorben sind.

Es sollte daher früh mit der Behandlung begonnen werden. Mit Propecia können in anderen Fällen bereits nach einer Behandlung von rund drei bis sechs Monaten positive Wirkungen festgestellt werden. Die Hälfte der Patienten kann laut Tests nach einem Jahr das Nachwachsen der Haare beobachten. Nach einem Jahr ungefähr kann mit einer sichtbaren Wirkung gerechnet werden. Es ist also ein wenig Geduld erforderlich, denn der Erfolg stellt sich nicht sofort ein. Für das Nachwachsen der verloren gegangenen Haare ist es allerdings notwendig, die Therapie nicht zu unterbrechen.

Wird mit der Behandlung aufgehört, ist es möglich, dass die Haare, die geblieben oder nach der Einnahme des Medikaments nachgewachsen sind, innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder verloren gehen. Zu beachten ist auch, dass Propecia zahlreiche Nebenwirkungen nachgesagt werden. Diese können eintreten, müssen aber nicht. Hierüber sollte vor Beginn der Behandlung mit dem Arzt gesprochen werden. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören ein Libidoverlust, Erektionsstörungen, trockene Augen und vergrößerte Brust. Es sollte grundsätzlich ein ganzheitlicher Behandlungsansatz erfolgen. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, damit dem Körper neben Propecia auch für das Haarwachstum wichtige Mineralien und Vitamine zugeführt werden.

Fazit

Bei Propecia gegen Haarausfall handelt es sich um ein Arzneimittel, mit dem männlicher Haarausfall im frühen Stadium behandelt werden kann, der medizinisch als androgenetische Alopezie beim Mann bezeichnet wird. Die Wirkung des Mittels wurde eher zufällig entdeckt, denn der Wirkstoff wird eigentlich gegen eine Prostatavergrößerung verwendet. Doch mittlerweile profitieren zahlreiche Männer vom Zufallsbefund des verstärkten Haarwuchses. Der enthaltene Wirkstoff Finasterid hemmt jene Enzyme, die das Hormon DHT produzieren.

Es ist für den Haarausfall und eine Kahlköpfigkeit verantwortlich. Somit kann das Mittel den Haarverlust stoppen oder zumindest verlangsamen. Propecia kann nicht rezeptfrei gekauft werden, denn es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Daher ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Falls dieses Mittel nicht hilft, bleibt als letzter Ausweg oftmals nur eine Haartransplantation, um das Leiden schnell, dauerhaft und in der Regel ohne Nebenwirkungen zu beenden. Bei der Behandlung eines Haarverlustes im Endstadium oder von Geheimratsecken beispielsweise, also dem Zurückweichen des Haaransatzes, ist eine Wirksamkeit, nicht nachgewiesen. Auch bleibt die Behandlung von Propecia gegen Haarausfall erfolglos, wenn die Haarwurzeln abgestorben sind.


 
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