Haarwachstum fördern – was wirklich hilft

Haarwachstum fördern

Mit vollem, gesundem Haar setzen die meisten Schönheit und Vitalität gleich. Doch aus verschiedenen Gründen kann sich die Haarpracht im Laufe des Lebens verändern. Nicht immer hat man im Alter genauso schöne Haare wie in jungen Jahren. Doch nicht nur Rentner sind von Haarproblemen betroffen, Haarausfall betrifft sogar schon Teenager. Es gibt unterschiedliche Ursachen dafür. Die meisten Betroffenen sind erblich vorbelastet. Wenn die Eltern und Großeltern bereits frühzeitig an schütterem Haar litten, liegt die Vermutung nahe dass es einen selbst auch früher oder später treffen wird. Was viele nicht wissen ist, dass Haarausfall und Haarprobleme auch eng mit gesunder Ernährung zusammenhängen. Nicht selten werden gerade Frauen davon geplagt, die bereits mehrere Diäten hinter sich haben und permanent auf ihre Figur achten. Was viele bei dem Wunsch, endlich schlank zu sein nämlich nicht bedenken ist, dass es bei einer drastischen Kalorienreduktion auch zu einem Mangel an Nährstoffen kommen kann.

Der natürliche Haarzyklus

Viele Menschen sind bereits beunruhigt, wenn sie nach dem Kämmen einige Haare in ihrer Bürste finden. Dabei sollte man wissen, dass ein gewisses Maß an Haarausfall normal ist und zum Zyklus des Haares dazugehört. Bis zu 100 Haare verliert jeder gesunde Mensch im Alltag, ohne dass Experten dabei von Haarausfall sprechen. 300 sind es sogar bei einer Haarwäsche, wo die Kopfhaut ordentlich massiert wird. Um zu verstehen, wie es dazu kommt, hier einige Informationen über das Leben eines Haares:

  • Verantwortlich für das Wachstum sind die Haarfollikel, die Haarwurzeln umgeben
  • Ungefähr 85 Prozent des Kopfhaars befindet sich in der Wachstumsphase, die Experten Anagenphase nennen. Dabei werden die Haare über einen Zeitraum von 2 bis 6 Jahre dicker und länger
  • Vergleichsweise kurz ist mit 2 Wochen die Übergangsphase (Katagenphase). Dabei kommt es im Haar zu einem Umbauprozess, da die Zellteilung nicht mehr stattfindet, wächst es nicht mehr und die Haarwurzel werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Rund 1 bis 3 Prozent der Kopfhaare befinden sich in dieser Phase
  • Die Telegen- oder Ruhephase schließt den Zyklus ab. Rund 8 bis 14 Prozent aller Kopfhaare befinden sich in der 3 Monate lang dauernden Phase. Die Stoffwechselaktivität des Haarfollikels ist eingestellt und zum Schluss fällt das Haar aus

Bei Menschen, die an Haarausfall leiden, ist dieser Zyklus aus verschiedenen Gründen gestört. Prinzipiell können Haarfollikel bis zu 30 Mal Haare produzieren. Oft leiden Betroffene an Haarausfall, weil ihnen wichtige Mineralien und Spurenelemente fehlen. Mit einer Ernährungsumstellung kann das Problem in diesen Fällen oft auf natürliche Weise behoben werden.

Haarwachstum fördern mit Vitaminen und Spurenelementen

Wer sein Haarwachstum auf natürliche Weise fördern möchte, sollte zunächst einmal den Speiseplan genau unter die Lupe nehmen. Oft ist nämlich eine unausgewogene Ernährung Schuld an schütterem Haar. Viele nehmen zu viele Fertigprodukte zu sich, die nur wenige Nährstoffe enthalten. Was viele nicht wissen ist, dass Haare zum Großteil aus Protein bestehen. Es liegt also auf der Hand, dem Körper genügend hochwertiges Eiweiß zuzuführen, damit die Haare wieder sprießen. Dabei sollte man jedoch nicht immer nur an Fleisch als Quelle denken, auch viele andere wertvolle Nahrungsmittel erhalten viel Protein, darunter:

  • Quark und andere Milchprodukte (wegen des Fettgehalts am besten Magerquark verwenden)
  • Fisch
  • Sojaprodukte wie Tofu
  • Hülsenfrüchte
  • Eier

Bei radikalen Diäten, wo die Kalorienaufnahme drastisch reduziert wird, kommt es häufig zu einem Proteinmangel. Dieser wirkt sich nicht nur auf die Muskeln aus, die Eiweiß als Betriebsstoff benötigen, sondern eben auch auf die Haare. Als wichtiges Spurenelement für das Immunsystem, die Haut und Nägel ist Zink bekannt. Der entzündungshemmende Stoff kommt unter anderem in Käse, Haferflocken, Austern und Leberflocken vor. Ein warmer Porridge zum Frühstück ist also ideal für das Haarkleid. Auch Eisenmangel kann zu Haarausfall führen. Vorwiegend ist es in Fleisch enthalten, doch auch Vollkornprodukte, Spinat und Soja sind gute Lieferanten. Da Eisen in Kombination mit Vitamin C besser verwertet werden kann, sollte man auch auf die Aufnahme dieses Vitamins achten.

Weitere Lebensmittel, die Haarwuchs fördern

Dass Karotten gut für die Augen sind, wissen viele. Jedoch fördern sie auch das Haarwachstum, weil sie viel Vitamin A enthalten. Dieses Vitamin bestimmt den Aufbau des Haares. Neben Karotten sind auch Brokkoli und Käse gute Quellen. Soja, Haferflocken, Bananen und Walnüsse liefern beachtlich viel Biotin, Dieser Stoff beugt Entzündungen an den Haarwurzeln vor und ist daher maßgeblich für die Gesunderhaltung der Haare. Außerdem sollte man darauf achten, dass kein Kupfermangel vorherrscht. Wer sich ideal damit versorgen möchte, isst genügend Vollkornprodukte, Trockenobst und Haferflocken. Als Fazit lässt sich feststellen, dass Haferflocken eines der natürlichsten und wichtigsten Nahrungsmittel für die Haare zu sein scheint. Daher macht es Sinn, das köstliche Getreide öfter in den Speiseplan zu integrieren. Gerade während der kalten Jahreszeit empfehlen Experten der TCM Medizin ohnehin einen wärmenden Getreidebrei zum Frühstück. Viele für Haare wichtige Stoffe sind in einem Haferbrei enthalten, den man mit Trockenfrüchten und einer zerdrückten Banane süßt. Auch generell mehr Obst und Gemüse in die Ernährung zu integrieren, freut das Haarkleid und fördert das Haarwachstum.


 
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