Haarausfall durch Eisenmangel – verstärktes Problem bei Frauen

Haarausfall durch Eisenmangel

Gesunde Haare benötigen dringend Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien wie Eisen. Beim Haarausfall durch Eisenmangel kommt es zur verschlechterten „Zellatmung“. Der Sauerstoff, der über die Lunge aufgenommen wird, wird im Blut gebunden und über das Blut im gesamten Körper verteilt. Funktioniert dies alles, läuft auch der Zellstoffwechsel der Haarwurzel reibungslos ab, sodass das Haarwachstum wie gewünscht erfolgt. Bei einem Eisenmangel hingegen kann es zu Haarausfall kommen.

Haarausfall durch Eisenmangel – ein weit verbreitetes Problem

Eisen ist sehr wichtig für den Körper, denn es ermöglicht beispielsweise den Sauerstofftransport. Eisenmangel begünstigt zudem Haarausfall. Dies gilt auch, wenn die typischen Symptome wie Blutarmut, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, blasse Haut und brüchige Fingernägel sich gar nicht so deutlich bemerkbar machen. Die häufigsten Ursachen sind eine ungesunde Lebensweise, aber bei Frauen auch Blutungen. Zu Eisenmangel kommt es bei Frauen oftmals auch in Phasen hormoneller Umstellung, beispielsweise in der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre. Haarausfall durch Eisenmangel tritt meistens an der gesamten Kopfpartie diffus auf. Die Haare werden somit über den ganzen Kopf verteilt dünner, bis sie schließlich ausfallen. Sie werden zudem häufig trocken und strohig.

Haarausfall durch Eisenmangel? Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss

Um zu prüfen, ob ein Eisenmangel vorliegt, kann der Arzt eine Blutprobe entnehmen und das Labor bei der Analyse den Eisenwert anhand dessen erkennen. Hierbei spielt auch der Ferritin-Gehalt eine Rolle, bei dem es sich um das verfügbare Eisen im Blut handelt. Ist der Eisenmangel gravierend, kann ein Arzt eisenhaltige Mittel verordnen, um den Eisenhaushalt wieder auszugleichen. Dies ist aufgrund der vielen wichtigen Funktionen, die das Eisen im Körper hat, auch sehr wichtig, Eisen ist notwendig, um das Hämoglobin zu bilden. Die roten Blutkörperchen sorgen für einen optimalen Transport des Sauerstoffs im Blut. Ohne genügend Eisen wird nicht ausreichend Hämoglobin gebildet. Dadurch kommt es zu den genannten Symptomen und die Haarwurzeln werden auf diese Weise auch nicht genügend mit Sauerstoff versorgt. Normalerweise ist dies klug durchdacht, denn bevor das lebensnotwendige Hämoglobin zum Sauerstofftransport fehlt, verzichtet der Körper lieber auf Haare. Er setzt also Prioritäten. Abgesehen von den möglichen Haarproblemen kann ein starker Mangel lebensbedrohlich sein, wenn es zu einer gravierenden Blutarmut kommt. Eisen ist für die Aufrechterhaltung zahlreicher Körperfunktionen sehr wichtig. Bei einem Eisenmangel werden Sie dies daher nicht nur am Haarausfall merken.

Haarausfall durch Eisenmangel durch optimierte Ernährung verbessern

Resultiert der Haarausfall aus einem Eisenmangel, können Sie das Problem durch eine gezielte Zufuhr des Eisens über die Nahrung schnell beheben, sodass der Haarwuchs in der Folge bald wieder einsetzen wird. Frauen sollten, um einen Mangel zu vermeiden, täglich rund 15 mg Eisen zu sich nehmen und Männer circa 10 mg. Vor allem Frauen leiden unter einem Eisenmangel. Der Grund hierfür ist häufig die monatliche Regelblutung, denn der Verlust der größeren Blutmengen führt zum niedrigeren Eisenspiegel. Frauen haben daher auch einen höheren Eisenbedarf als Männer. Das gilt umso mehr in der Schwangerschaft und Stillzeit, da das Baby auch noch versorgt werden muss. Wenn der Eisenmangel der Auslöser für den Haarausfall ist, kann der Haarausfall durch eine gesunde Ernährung innerhalb kurzer Zeit gezielt gestoppt werden.

Für eine bessere Versorgung des Körpers Eisen mit Vitamin C aufnehmen

Eisen sollte dem Körper stets zusammen mit Vitamin C zugeführt werden, denn das Vitamin C fördert die Aufnahme und Verwertung des Eisens. Zum anderen spielt das Vitamin C für die Haargesundheit ebenso eine wichtige Rolle. Oftmals ist der Haarausfall jedoch nicht nur auf einen Eisenmangel zurückzuführen, sondern es liegt häufig auch noch ein zusätzlicher Mangel an anderen Mineralstoffen oder Vitaminen vor. Falls das Haarproblem durch eine optimierte Zufuhr von Eisen nicht gelöst werden kann, sollte daher die gesamte Ernährung überprüft werden.

Was, wenn die Ernährungsumstellung nicht ausreicht?

Wenn der Eisenhaushalt wieder hergestellt ist, wird der Haarausfall in der Regel ebenso vermindert, denn die Haarwurzeln können nun wieder neue Haare bilden. Sie können sich wieder regenerieren und wirken nach einiger Zeit kräftig und gesund. Eine Umstellung der Ernährung reicht jedoch oftmals nicht aus. Eventuell muss das Eisen dem Körper zusätzlich über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, um den Bedarf zu decken. Der Körper nimmt das Eisen als zweiwertiges Eisen am besten auf. Es ist insbesondere in tierischen Produkten enthalten, vor allem in Fleisch. Ein Mangel an Eisen ist daher bei einer veganen oder vegetarischen Ernährung nicht selten. Wer kein Fleisch und Fisch verzehrt, sollte verstärkt Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Rote Beete in den Speiseplan integrieren und wie erwähnt die Aufnahme des Eisens durch die Kombination mit Vitamin C steigern, beispielsweise ein Glas Orangensaft. Daneben führen auch manche Erkrankungen dazu, dass das Eisen nicht oder nicht ausreichend resorbiert wird, beispielsweise bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn. Auch Blutverluste bei schweren Verletzungen oder nach Operationen führen oft zu einem Eisenmangel. Eine Blutarmut kann auch Hinweis sein, dass ein Magengeschwür oder ein Tumor wie Darmkrebs vorliegt.

Fazit

Konnten andere Auslöser ausgeschlossen werden, kann der Haarausfall durch einen Eisenmangel verursacht werden. Der Mineralstoff spielt, genau wie viele andere Mineralien und Vitamine, in der Bildung gesunder und kräftiger Haare eine wichtige Rolle. Eisen ist maßgeblich an der Bildung und am Wachstum der Haare beteiligt. Je nach Ausmaß kann der Eisenmangel zu dünner werdendem Haar bis hin zum Haarausfall führen. Ob Sie einen Eisenmangel haben, können Sie problemlos gemeinsam mit Ihrem Arzt anhand einer Blutuntersuchung feststellen. Der Eisenwert im Blut kann direkt bestimmt werden. Da er jedoch starken Schwankungen unterliegt, ist er allein nicht aussagekräftig. Entscheidend ist der Ferritin-Wert, bei dem es sich um Eisenspeicher im Körper handelt und der daher immer „gefüllt“ sein sollte. Wenn die Diagnose Eisenmangel gestellt wird, können Sie ihm gezielt entgegenwirken. Kann der Bedarf über die Nahrung nicht gedeckt werden, können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.