Die 5 häufigsten Haarprobleme und was Sie tun können

Haarprobleme

Nicht nur Frauen, sondern auch Männer haben Haarprobleme. Die Probleme unterscheiden sich jedoch bei Männern, da sie ihre Haare anders frisieren und genetisch anders veranlagt sind. Problem Nummer eins bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. Mit der richtigen Pflege und einer gesunden Lebensweise können Sie viele Probleme lösen.

Das häufigste aller Haarprobleme: Erblich bedingter Haarausfall

Das häufigste Haarproblem bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. Er trifft ungefähr 80 Prozent aller Männer und kann bereits bei Männern auftreten, die gerade erst das 18. Lebensjahr vollendet haben. Er macht sich mit Stirnglatze, Geheimratsecken und einer Tonsur am Oberkopf bemerkbar. Schreitet er weiter fort, verschmelzen die Glatze am Oberkopf und die Tonsur miteinander.

Die androgenetische Alopezie muss nicht durch den Vater vererbt werden. Auch Frauen können darunter leiden, doch tritt er anders in Erscheinung. Die Haare um den Mittelscheitel fallen aus. Im weiteren Verlauf kann die Kopfhaut sichtbar werden.

Gegen erblich bedingten Haarverlust hilft Finasterid, doch hat dieses Medikament starke Nebenwirkungen. Es ist rezeptpflichtig. Finasterid hemmt die Bildung von Dihydrotestosteron, das sich an den Haarwurzeln anlagert und sie schädigt. Eine Alternative ist Minoxidil, das auf die Kopfhaut aufgetragen wird und die Durchblutung verbessert. Auch Minoxidil kann Nebenwirkungen wie trockene und gerötete Kopfhaut, Schuppenbildung und Juckreiz haben.

Auch andere Formen von Haarausfall stellen größere Probleme dar:

Diese Haarprobleme haben verschiedene Ursachen. Verschiedene Autoimmun- oder Infektionskrankheiten, die Einnahme von Medikamenten, Stress und eine ungesunde Lebensweise können solche Arten von Haarverlust hervorrufen.

Juckende Kopfhaut und Schuppenbildung

Juckende Kopfhaut und Schuppenbildung treffen Männer und Frauen. Schreiten diese Haarprobleme weiter fort, kann es zu Haarausfall kommen. Die Haarfollikel können durch die Schuppen und den Talg verstopfen. Sie werden nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Die Haare werden immer dünner, bis die Haarfollikel irgendwann absterben und keine Haare mehr produzieren.

Schuppen können sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut auftreten. Die Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die in größeren Verbänden abgestoßen werden. Trockene Schuppen sind weiß und eher klein. Sie entstehen durch trockene Kopfhaut, aggressives Shampoo, häufiges und zu heißes Föhnen, aber auch durch Schuppenflechte (Psoriasis).

Fettige Schuppen sind gelblich, klebrig und etwas größer. Sie entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion. Die fettigen Schuppen fördern das Wachstum des Hefepilzes Malassezia, der das Problem noch verstärken kann.

Die Ursache von fettigen Schuppen kann ein seborrhoisches Ekzem sein.Leiden Sie unter Schuppenbildung, juckender, brennender und geröteter Kopfhaut und bemerken Sie bereits einen Haarausfall, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.

Schuppen können Sie mit einem Anti-Schuppen-Shampoo behandeln. Darüber hinaus sollten Sie Ihr Haar möglichst nicht föhnen. Sie sollten Haare und Kopfhaut vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.

Brüchiges Haar und Haarspliss

Haarprobleme, unter denen Frauen häufiger leiden als Männer, sind brüchiges Haar und Haarspliss. Diese Probleme können durch zu intensive Pflege, aggressives Shampoo, Blondieren und Färben sowie durch häufiges und zu heißes Föhnen hervorgerufen werden. Auch intensive Sonneneinstrahlung kann die Haare brüchig machen.

Sie sollten Ihren Haaren eine Erholungspause gönnen und auf Färben, Blondieren und Föhnen verzichten. Mit einer Haarkur aus Olivenöl kann sich die Haarstruktur verbessern. Olivenöl tragen Sie mindestens eine Stunde vor dem Haarewaschen auf die Haare auf und lassen es einwirken. Noch besser kann es wirken, wenn Sie es vor dem Zubettgehen auftragen und dann am Morgen mit warmem Wasser und einem milden Shampoo auswaschen.

Fettiger Ansatz, trockene Spitzen

Fettiger Haaransatz und trockene Spitzen sind Haarprobleme, die vor allem bei Menschen mit etwas längerem Haar auftreten. Dieses Problem wird als Mischhaar bezeichnet und kann jeden Haartyp treffen. Die Ursache ist häufig eine starke Talgproduktion der Kopfhaut.

Möchten Sie dieses Problem in den Griff bekommen, sollten Sie Ihr Haar nicht zu häufig waschen. Trockenshampoo kann eine Lösung sein. Mit Trockenshampoo behandeln Sie nur den Ansatz.

Allerdings sollten Sie Trockenshampoo nicht zu häufig anwenden, da es zu Haarausfall führen kann. Die Kopfhaut kann bei der täglichen Benutzung von Trockenshampoo verkleben. Die Haarfollikel werden dann nicht mehr richtig durchblutet. Rubbeln Sie zu stark, werden die Haare zu stark beansprucht und können brechen.

Sie sollten die Haarspitzen mit einem guten Pflanzenöl behandeln. Olivenöl oder Walnussöl sind geeignet. Das Öl können Sie ungefähr eine Stunde vor dem Haarewaschen in die Haarwurzeln einmassieren. Mit einem milden Shampoo und warmem Wasser waschen Sie es aus. Nach dem Haarewaschen können Sie Brennnesseltee als Spülung verwenden.

Fliegende und statisch aufgeladene Haare

Dieses Problem trifft häufig Menschen mit feinem Haar. Es tritt oft in der Winterzeit auf. Durch das Tragen einer Mütze kann das Haar statisch aufgeladen werden. Nehmen Sie die Mütze ab, fliegen die Haare.

Solche Haarprobleme können Sie lösen, indem Sie Kämme und Bürsten aus Naturmaterialien verwenden. Tragen Sie eine Mütze, können Sie zwischendurch etwas Olivenöl über die Haare streichen. Sie sollten Ihr Haar möglichst nicht föhnen, damit es sich nicht zu stark statisch auflädt.

Etwa eine Stunde vor dem Waschen können Sie Olivenöl in die Haare einmassieren. Zum Waschen verwenden Sie ein mildes Shampoo. Nach dem Waschen können Sie Brennnessel- oder Bockshornklee-Tee als Spülung verwenden.

Fazit: Die meisten Haarprobleme lassen sich lösen

Die häufigsten Haarprobleme bei Männern sind erblich bedingter Haarausfall, Schuppen, fettiger Ansatz, brüchiges Haar und statisch aufgeladene Haare. Für die meisten Probleme gibt es eine Lösung. Sie sollten Ihr Haar nicht zu häufig waschen und nicht zu heiß föhnen. Olivenöl und Brennnesseltees sind als Pflegemittel bei vielen Problemen geeignet.