Haarausfall durch Rauchen – woran liegt das?

Haarausfall durch Rauchen

Dass Rauchen, insbesondere bei einem erhöhten Konsum, sehr schädlich ist, ist wahrscheinlich allen bekannt, doch nicht jeder weiß, dass Haarausfall durch Rauchen möglich ist. Dieses Genussmittel kann den Haarwuchs negativ beeinflussen oder sogar Haarverlust verursachen. Warum dies genau so ist, wird nachfolgend erläutert.

Haarausfall durch Rauchen ist laut Studien möglich

Es gibt die genetischen Ursachen für Haarausfall, die weitestgehend geklärt sind. Doch nach wie vor ist unklar, ob nicht-genetische Faktoren, das heißt, unser Lebensstil, beispielsweise das Rauchen eine Rolle beim Haarausfall spielen. Möglich ist es. Wer bemerkt, dass sich die Struktur, Festigkeit und Dichte der Haare verändert haben oder sogar bereits unter Haarverlust durch Rauchen leidet, sollte daher auf den Nikotinkonsum möglichst gänzlich verzichten.

Auch wenn Forscher bislang noch nicht beweisen konnten, dass Nikotin allein Schuld am Haarverlust sein könnte, sind verschiedene Studien zum Ergebnis gekommen, dass der Konsum das Risiko für einen Haarausfall durch Rauchen zumindest erhöht. Laut Forschern sollen vor allem übergewichtige Raucher, die täglich mehr als 10 Zigaretten rauchen, gefährdet sein: Das Risiko für Haarausfall durch Rauchen soll bei ihnen sechs Mal höher sein als das der Nichtraucher mit Normalgewicht und genetischer Vorbelastung.

Haarausfall durch Rauchen – woran liegt das?

Wenn neue Haare wachsen, die in den Haarfollikeln entstehen, sind sie zunächst einmal weich, elastisch und gesund. Durch ungünstige äußere Umstände wie Nikotin können sie geschädigt werden. Doch wie kommt es zu Haarausfall durch Rauchen? Forscher vermuten, dass die Giftstoffe aus dem Rauch der Zigaretten es verhindern, dass junge Haarzellen gebildet werden. Durch die Toxine werden die Wachstumszellen in den Haarwurzeln scheinbar deaktiviert.

Im gesunden Zustand erreichen die Haare den Punkt, dass sie, wenn sie ausfallen, durch neue Haare ersetzt werden. Die schadhaften Gifte aus dem Zigarettenrauch sollen dazu führen, dass keine Haare nachwachsen. Dies bedeutet, dass die Toxine nicht der Grund für den Haarausfall durch Rauchen sind. Dies ist der völlig normale Zyklus, doch sie sorgen dafür, dass der Haarverlust sichtbar wird. Rauchen beschleunigt zudem den Alterungsprozess. Mit dem Alter kommt bekanntermaßen der Haarausfall.

Haarausfall durch Rauchen – welche Effekte es auf die Blutzirkulation hat

Die Haarfollikel müssen nicht nur mit Sauerstoff, sondern ebenso mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Nur dann können sie richtig funktionieren. Werden die Zellen nicht genügend versorgt, kommt es im Wachstumszyklus der Haare zu Störungen. Wenn die schädlichen Wirkstoffe des eingeatmeten Rauchs zu den Haarfollikeln gelangen, was über die Blutgefäße erfolgt, wird die Versorgung mit Nährstoffen behindert.

Der Grund ist, dass Nikotin zu einer Gefäßverengung und einer geringeren peripheren Durchblutung führt. In Studien konnte bewiesen werden, dass sich, wenn eine Zigarette geraucht wird, 1,5 Stunden lang die Gefäße verengen. Die Folge: Weniger Blut fließt in die Arterien und Venen. Der Blutfluss sinkt mit jeder Zigarette, die zusätzlich geraucht wird, um 30 bis 40 Prozent. Die Verengung innerhalb der Gefäße der Kopfhaut könnte teilweise permanent sein, sodass die Durchblutung dauerhaft gestört wird und es zur Mangelversorgung der Haarfollikel kommt, die dadurch irgendwann absterben. Die Folge ist der Haarverlust durch Rauchen.

Haarausfall durch Rauchen – Inhaltsstoffe setzen sich auf dem Haar ab

Die Haare sind den Auswirkungen des Nikotins in zweierlei Hinsicht ausgesetzt: Dies ist zum einen der direkte Kontakt mit dem Umgebungsrauch. Dieser äußert sich beim Haar durch einen Verlust von Kraft, Glanz und einer trockeneren äußeren Haarschicht. Die Rauchchemikalien lagern sich auf den Haaren ab und trocknen sie aus. Dadurch wird der normale, täglich stattfindende Haarwachstums- und ausfallzyklus unterbrochen. Dies hat dünne Haare und sogar Haarausfall zur Folge.

Es ist bekannt, dass Zigarettenrauch tausende Chemikalien und giftige Substanzen enthält, die sehr negative Auswirkungen auf das Haarwachstum haben. Tabakrauch enthält zum Beispiel den Inhaltsstoff Teer. Laut Experten können die im Rauch enthaltenen giftigen Chemikalien die sogenannte DNA in den Haarfollikeln schädigen und zudem zellschädigende Radikale erzeugt werden. Dadurch haben Raucher oftmals dünnere Haare und neigen schneller dazu, grauhaarig zu werden als Nichtraucher.

Veränderter Hormonhaushalt als möglicher weiterer Grund für Haarausfall durch Rauchen

Nikotin hat daneben eine östrogenhemmende Wirkung. Dieses Hormon regt bei Frauen beispielsweise den Haarwuchs an. Doch wenn der Östrogen-Spiegel zu niedrig ist, tritt genau das Gegenteil ein: Es kann zu Haarausfall kommen. Auf viele Frauen trifft dies während der Schwangerschaft zu: Der Östrogenspiegel steigt zunächst einmal an und fällt nach der Geburt wieder ab.

Dann können sie von Haarverlust betroffen sein. Doch auch andere Faktoren wie das Rauchen können den Östrogenspiegel ungünstig beeinflussen und Haarausfall durch Rauchen begünstigen. Daher ist es wichtig, den Haaren etwas Entspannung zu bieten, indem mit dem Rauchen aufgehört wird. Wenn weiter geraucht wird, werden die Haare immer dünner und können ausfallen.

Fazit

Es ist seit langem erwiesen, dass Rauchen nahezu allen Organen des Körpers schadet und da bilden auch die Haare keine Ausnahme. Wissenschaftliche Beweise haben nachgewiesen, dass das Rauchen die Durchblutung beeinflusst und die Blutzufuhr zu den Haarfollikeln gestört ist. Da in der Kopfhaut der Blutfluss verringert ist, wird auch der Haarwuchs gemindert.

Die Haarwurzeln erhalten dadurch weniger Nährstoffe. Sie werden in der Folge schwächer, bis sie irgendwann schließlich ganz ausfallen. Zudem beeinträchtigt das Rauchen die komplexen Mechanismen zur Produktion des Geschlechtshormons Östrogen. Sinkt der Spiegel, kann es zum Haarverlust durch Rauchen kommen. Daneben setzt sich der Rauch in den Haaren fest und trocknet die äußere Haarschicht aus. Die Haare verlieren dadurch an Glanz und werden immer kraftloser.

Rauchen begünstigt daher in vielfältiger Hinsicht Haarausfall. Übrigens: Genauso wie das Rauchen schadet auch Alkohol dem Haarwachstum, denn Alkohol entzieht dem Körper Wasser, das für die Durchblutung der Kopfhaut ebenso sehr wichtig ist. Daher sollte bestenfalls sowohl auf Nikotin als auch Alkohol verzichtet oder der Konsum zumindest deutlich eingeschränkt werden.


 
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