Was ist die Haarpapille?

Was ist die Haarpapille

Der Aufbau der Haare ist sehr komplex. Grob gesagt besteht das Haar aus einem Haarschaft, einer Haarwurzel und einem Haarfollikel. Die Haarwurzel bildet an ihrem unteren Ende die Haarzwiebel.

Diese wiederum mündet in der Haarpapille, an deren Rand eine kappenförmige Zellschicht sitzt. Diese Zellschicht ist die Haarmatrix, die für die Bildung neuer Haare verantwortlich ist.

Beim Haarwachstum kommen der Papille wichtige Aufgaben zu.

Die Haarpapille

Das Haar entsteht im unteren Bereich der Lederhaut an der Haarpapille. Die Papille ist ein sehr gefäßreiches Bindegewebe, das in die Haarwurzel eingebettet ist. Die Größe der Papille ist dabei proportional zu der Dicke des Haares.

Die Papille gewährleistet die wichtige Blutversorgung der Haarwurzel. Es handelt sich hierbei um ein gut durchblutetes Knötchen, das darüber hinaus maßgeblich für die Versorgung der Haarzelle mit allen wichtigen Nährstoffen verantwortlich ist.

Nur, wenn die Haarzelle mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, kann gesundes und neues Haarwachstum entstehen. Daher ist die Papille auch für die Regulierung des Haarwachstums verantwortlich.

Die Melanozyten, die an der Papille sitzen, geben Pigmente an das neu entstehende Haar ab. Die Menge und Art dieser Pigmente sind für die Farbe der Haare verantwortlich.

Der grobe Aufbau der Haare

Die Haare bestehen aus einem Haarschaft und einer Haarwurzel. Bei dem Haarschaft handelt es sich um den Bereich des Haares, der von außen sichtbar ist und aus der Kopfhaut herausragt.

Die Haarwurzel hingegen ist in die Kopfhaut eingebettet und von außen nicht sichtbar. Die Wurzel reicht dabei bis in das Unterhautgewebe. Die Wurzel ist glockenförmig von dem Haarfollikel umgeben, in den auch eine Talgdrüse mündet.

Was ist die genaue Funktion der Papille?

An einem Haarfollikel enden zahlreiche Nervenfasern, so dass auch kleinste Haarbewegungen wahrgenommen werden können. Ein kleiner Muskel, welcher an das Haarfollikel ansetzt, sorgt dafür, dass sich das Haar aufrichten kann.

Der verdickte und kugelige untere Bereich des Haarfollikels ist die Haarzwiebel. In die Haarzwiebel reicht von unten die Papille hinein, hierdurch ist die Haarzwiebel an der Haarpapille der Haut befestigt. Die Papille hat die Aufgabe, dass das Haar fest sitzt und Halt bekommt.

An dieser Grenze zwischen der Papille und der Zwiebel entstehen ständig neue Haarzellen. Während der Wachstumsphase teilen sich die Hornzellen an der Papille. Die Hornzellen fügen sich in dieser Phase zu einem verhornten Gebilde zusammen.

Dies geschieht, indem sich die Hornzellen von der inneren Wurzelscheide trennen. Das verhornte Gebilde wird später zum eigentlichen Haar. Die Pigmentzellen, die sich zwischen diesen verhornenden Zellen befinden, sind für die farbliche Pigmentierung der Haare verantwortlich und bestimmen daher die Haarfarbe.

Während dieser Wachstumsphase sind die Haarmatrixzellen in einem aktiven Zustand. In dieser Zeit sind sie besonders anfällig gegenüber äußeren Einflüssen. Sollten die Haarzellen während dieser Phase zerstört werden, kann kein gesundes Haar mehr nachwachsen.

Wenn sich das Haar von der Papille trennt

Das Haarwachstum besteht aus drei verschiedenen Phasen. Die erste Phase ist die Anagenphase, die auch als Wachstumsphase bezeichnet wird, die zweite Phase ist die Katagenphase, die Übergangsphase, die dritte Phase ist die Telogenphase, die auch als Ruhephase bekannt ist.

In dieser Ruhephase ist das Haar vollständig von der Papille getrennt, weshalb es abgestoßen wird. Wird in dieser Phase an dem Haar gezogen, löst es sich ganz einfach aus dem Haarkanal und fällt aus. Die Phase wird als Haarausfall wahrgenommen.

Tatsächlich durchläuft jedoch jedes Haar die Telogenphase und fällt irgendwann aus. In der Ruhephase erneuern sich die Papillen und die Haarfollikel regenerieren sich.

Die Matrixzelle kann nach der Ruhephase wieder mit der Teilung der Zellen beginnen und neues Haar bilden. Rund 18 Prozent der Haare befinden sich in der Telogenphase.

Dauerhafter Haarverlust

Wie bereits erwähnt, können Haarzellen, die während der Wachstumsphase durch äußere Einflüsse irreversibel geschädigt werden, kein neues Haarwachstum mehr bilden. In diesem Fall bleiben die Kahlstellen demnach dauerhaft bestehen.

Die einzige effektive und dauerhafte Methode, um an den betroffenen Stellen dennoch wieder ein gesundes Wachstum der Haare zu erreichen, ist eine Eigenhaarverpflanzung.

Bei der Haartransplantation werden gesunde und noch intakte Haarfollikel aus einem Spenderbereich der Kopfhaut entnommen und in die betroffenen Stellen implantiert. Nach einiger Zeit ist die Haarwurzel festgewachsen und kann bereits nach wenigen Monaten neues und gesundes Haarwachstum bilden.

Fazit: Den Haarpapillen kommt eine wichtige Aufgabe zu

Die Haarpapille sitzt in der Haarwurzel und schließt an die Haarwurzel an. Sie besteht aus gefäßreichem Bindegewebe. Das gut durchblutete Knötchen ist für die Blutversorgung der Haarwurzel verantwortlich.

Darüber hinaus sorgt die Papille dafür, dass die Haarzelle mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Die Melanozyten, die sich an der Papille befinden, bestimmen die Farbe der Haare, da sie Pigmente an das neu entstehende Haar abgeben.

Die Papillen sind proportional zur Dicke der Haare aufgebaut. Eine weitere wichtige Aufgabe, die der Papille zukommt, ist dem Haar Halt zu geben. Während der Telogenphase wird das Haar von der Papille getrennt, wodurch es ausfällt.

In dieser Ruhephase erneuert sich die Papille, so dass im Anschluss neues und gesundes Haarwachstum entstehen kann.