Haartransplantation am Haaransatz

Haartransplantation am Haaransatz

Der erblich bedingte Haarverlust, die androgenetische Alopezie, zeigt sich bei Männern mit Stirnglatze, Geheimratsecken und einer Tonsur am Oberkopf. Für die betroffenen Männer stellt dieser Haarausfall oft eine starke Belastung dar, vor allem, wenn er immer weiter fortschreitet. Ein zurückweichender Haaransatz und Geheimratsecken treten oft schon vor dem 20. Lebensjahr auf.

Eine Haartransplantation am Haaransatz bietet eine dauerhafte Lösung. Die transplantierten Haare fallen nicht mehr aus. Das Ergebnis wirkt natürlich. Für diese Haarverpflanzung werden moderne und schonende Methoden angeboten. Sie sollten mit dem Hautarzt über Ihr Problem sprechen. Er kann entscheiden, ob bei Ihnen eine Eigenhaarverpflanzung geeignet ist und welche Methode sich am besten eignet.

Welche Gründe gibt es für die Haartransplantation am Haaransatz?

Der häufigste Grund für die Haarverpflanzung am Haaransatz ist die androgenetische Alopezie. Dieser Haarverlust ist erblich bedingt und kann sowohl durch Ihren Vater als auch durch Ihre Mutter vererbt werden.

Bei Frauen zeigt sich dieser Haarausfall mit immer lichter werdenden Haaren um den Mittelscheitel. Die Haarfollikel sind empfindlich gegen das Hormon DHT, das als Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron entsteht.

Die Haarfollikel bringen immer schwächere Haare hervor, bis sie absterben und keine Haare mehr bilden können. Ein Haarwuchsmittel kann das Fortschreiten der Alopezie stoppen, doch bringt es an den bereits kahlen Stellen keine Haare mehr. Es hat auch schwere Nebenwirkungen. Eine dauerhafte Lösung stellt die Haarimplantation am Haaransatz dar.

Die Haarverpflanzung am Haaransatz ist auch bei einem mechanischen Haarausfall möglich, wenn die Haare im Stirnbereich zu stark beansprucht werden und ausfallen. Bei einem diffusen Haarverlust erübrigt sich die Haartransplantation, da die Haare wieder nachwachsen. Ein vernarbender oder kreisrunder Haarausfall tritt nur selten im Stirnbereich auf.

Wie erfolgt die Eigenhaarverpflanzung am Haaransatz?

Die Haarverpflanzung am Haaransatz ist ein operativer Eingriff. Der Kopf wird rasiert. Oft reicht schon eine Teilrasur aus, bei der nur der Spenderbereich der Haare rasiert wird. Sie erhalten eine örtliche Betäubung in den Spender- und den Empfängerbereich der Haarfollikel.

Zumeist wird die Haartransplantation am Haaransatz mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) ausgeführt. Der Arzt stanzt mit einer Hohlnadel Haarfollikel vom Hinterkopf aus und bewahrt sie in einer Nährlösung auf, damit sie nicht absterben. Am Haaransatz schneidet der Arzt Kanäle für die Aufnahme der Haarfollikel. Die Haarfollikel setzt er in Wuchsrichtung in die Kanäle ein.

Die Haarfollikel sind resistent gegen das Hormon DHT, das für die androgenetische Alopezie verantwortlich ist. Sie sind auch dann resistent, wenn sie transplantiert wurden.

Gibt es noch weitere Methoden für die Haarverpflanzung am Haaransatz?

Es gibt inzwischen noch modernere Methoden für die Eigenhaarverpflanzung am Haaransatz, die auf der Basis der FUE-Methode entwickelt wurden:

Saphir-Methode: Bei dieser Methode verwendet der Arzt zum Schneiden der Kanäle am Haaransatz Saphirklingen anstelle von Klingen aus Titan oder Edelstahl. Diese Saphirklingen erlauben kleine, V-förmige Schnitte und eine höhere Haardichte am Haaransatz.

DHI-Methode (Direct Hair Implantation): Bei dieser Methode entnimmt der Arzt die Haare vom Hinterkopf mit dem CHOI-Implanter-Pen, in dem sich eine Nährlösung befindet. In nur einem Arbeitsgang öffnet er mit dem CHOI-Implanter-Pen die Kanäle am Haaransatz und pflanzt die Haarfollikel ein.

SDHI-Methode: Die SDHI-Methode ist eine neuartige Methode für die Haartransplantation am Haaransatz. Sie kombiniert die Saphir-Methode mit der DHI-Methode. Da mit der DHI-Methode nicht so feine Einstiche möglich sind, werden die ersten drei Reihen nach der Haarlinie mit der Saphir-Methode ausgeführt. Der restliche Bereich wird mit der DHI-Methode aufgefüllt, bei der es nicht auf eine so hohe Präzision ankommt.

Wie verläuft der Heilungsprozess bei der Haarimplantation am Haaransatz?

Um nach der Haartransplantation am Haaransatz eine gute Heilung zu gewährleisten, sollten Sie die Anweisungen der Ärzte befolgen. Schon kurz nach dem Eingriff beginnt die Kopfhaut zu jucken. Sie dürfen nicht kratzen, da sonst Infektionen entstehen können.

Um Schwellungen durch das Austreten des Betäubungsmittels zu vermeiden, müssen Sie ein Stirnband tragen. Sie müssen in den ersten fünf Nächten mit erhöhtem Oberkörper auf einem Nackenkissen schlafen und eine Einwegunterlage benutzen, damit die Kopfhaut nicht an der Bettwäsche anklebt.

An den Entnahme- und Transplantationsstellen bilden sich Krusten. Diese Krusten schützen die Wunden vor Infektionen. Sie fallen nach 10 bis 14 Tagen ab. Auf der Kopfhaut entstehen Rötungen. Sie klingen nach etwa vier Wochen ab.

Etwa nach 14 Tagen fallen die transplantierten Haare wieder aus. Das ist kein Grund zur Besorgnis, da sich die transplantierten Haarfollikel erst erholen müssen. Die Haare wachsen nach drei bis sechs Monaten wieder nach. Sie sehen das endgültige Ergebnis der Haartransplantation am Haaransatz nach etwa einem Jahr.

Welches Verhalten ist nach dem Eingriff wichtig?

Mit dem richtigen Verhalten können Sie entscheidend zu einem guten Ergebnis und einem schnellen Heilungsprozess beitragen. Sie sollten

  • in den ersten zwei Wochen nicht rauchen und keinen Alkohol trinken
  • in der ersten Woche täglich mindestens drei Liter Wasser trinken
  • in den ersten zwei Wochen körperliche Anstrengung vermeiden
  • Sportarten, die mit erhöhtem Schwitzen und einem hohen Verletzungs- oder Sturzrisiko verbunden sind, in den ersten sechs Wochen nicht betreiben
  • in den ersten vier Wochen nicht in die Sonne, ins Solarium, in die Sauna oder ins Schwimmbad gehen.

Fazit: Haarverpflanzung am Haaransatz mit modernen Methoden

Die Haartransplantation am Haaransatz ist möglich, wenn eine androgenetische Alopezie noch nicht weit fortgeschritten ist und die Haare im Stirnbereich bereits ausgefallen sind. Die zu transplantierenden Haarfollikel werden vom Hinterkopf entnommen.

Sie sind gegen das Hormon DHT resistent. Zumeist wird die Haarverpflanzung nach der FUE-Methode ausgeführt. Es gibt aber auch schon weiterentwickelte Methoden wie die SDHI-Methode. Diese Methoden für die Haartransplantation am Haaransatz sind noch schonender und versprechen ein noch besseres Ergebnis mit einer noch höheren Haardichte.