Haarwachstum pro Monat – von verschiedenen Faktoren abhängig

Haarwachstum pro Monat - von verschiedenen Faktoren abhängig

Für diejenigen, die sich langes Haar wünschen, kann das Haar gar nicht schnell genug wachsen. Das Haarwachstum pro Monatliegt im Schnitt bei ca. 1,2 Zentimeter. Allerdings gibt es auch Menschen mit deutlich schneller oder langsamer wachsendem Haar. Das Haarwachstum wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Haarwachstum pro Monat – die genetische Veranlagung spielt eine Rolle

Im Schnitt wachsen die Haare eines Menschen am Tag etwa 0,4 Millimeter. Daraus ergibt sich ein Haarwachstum pro Monatvon 1,2 Zentimetern. Das macht im Jahr etwa ein Haarwachstum von 12 bis 15 Zentimetern aus.

Bei einigen Menschen wachsen die Haare im Monat auch deutlich schneller. Sie können etwa 1,5 Zentimeter oder noch mehr im Monat wachsen. Andere Menschen beklagen, dass ihr Haar sehr langsam oder nahezu gar nicht wächst.

Die Gene für das Haarwachstum wurden Ihnen in die Wiege gelegt. Wie schnell Ihre Haare im Monat wachsen, ist genetisch bedingt und ist kaum beeinflussbar.
Allerdings können die Haare im Sommer schneller wachsen als im Winter. Die Geschwindigkeit des Haarwachstums verringert sich im Laufe des Lebens. Bei jüngeren Menschen wachsen die Haare schneller als bei älteren.

Der Wachstumszyklus der Haare

Haare wachsen nicht unendlich. Sie durchlaufen einen Wachstumszyklus, der sich genetisch bedingt über unterschiedliche Zeiträume erstreckt. Bei Menschen mit sehr langem Haar ist er entsprechend lang, während andere Menschen niemals richtig langes Haar bekommen können. Dieser Wachstumszyklus vollzieht sich in drei Phasen:
Wachstumsphase oder Anagenphase als aktiver Zustand
In dieser Phase befinden sich ungefähr 80 Prozent der Haare. Diese Phase kann zwei bis sechs Jahre, bei einigen Menschen sogar acht Jahre dauern. Die Haare wachsen aktiv, da sie in dieser Phase gut mit Nährstoffen versorgt werden.
Übergangsphase oder Katagenphase
In dieser Phase können sich ein bis drei Prozent der Haare befinden. Sie dauert etwa drei Wochen. Die Haare werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und stellen ihr Wachstum ein. Sie durchlaufen einen Umbauprozess, in dem die Haarwurzel verhornt.
 Ruhephase oder Telogenphase
Schließlich verabschieden sich die Haarfollikel in die Ruhephase und stoßen die Haare ab. Ungefähr 12 bis 15 Prozent der Haare befinden sich in dieser Phase, die zwei bis vier Monate dauert. Die Haare, die sich in dieser Phase befinden, sitzen sehr locker. Sie müssen Ihr Haar nur kämmen oder bürsten, damit diese Haare ausfallen. Die Haarfollikel müssen sich regenerieren, um wieder neue Haare hervorzubringen.
Am Ende der Ruhephase wiederholt sich dieser Wachstumszyklus. Die Haarfollikel bringen wieder neue Haare hervor.

Wie sich das Wachstum der Haare vollzieht

Der Hauptbestandteil der Haare, genau wie von Finger- und Zehennägeln, ist Keratin. Das Haarwachstum pro Monat wird durch den Haarfollikel gesteuert, der zwiebelförmig ist und daher auch Haarzwiebel oder Haarbalg genannt wird.

In jedem Haarfollikel befindet sich eine Haarpapille. Sie ist sozusagen der Motor des Haarwachstums und ist von einem feinen Geflecht aus Blutgefäßen umgeben. Diese Blutgefäße versorgen die Haarpapille mit Nährstoffen, damit sie Keratin produzieren kann. Da sie sich irgendwann erholen muss, durchlaufen die Haare einen Wachstumszyklus mit einer Ruhephase.

Jeder Haarfollikel durchläuft einen eigenen Wachstumszyklus. Daher befinden sich bei jedem Menschen jederzeit gleichermaßen Haare in der Wachstumsphase, in der Übergangsphase und in der Ruhephase. Während die meisten Haare wachsen, bereiten sich andere Haare auf die Ruhephase vor. Weitere Haare sind bereits ausgefallen und haben Platz für nachwachsende Haare gemacht.

Bei Menschen, die unter Haarausfall leiden, befinden sich vermehrt Haare in der Übergangsphase und in der Ruhephase. Schreitet der Haarausfall weiter fort, bringen die Haarfollikel nach der Ruhephase keine neuen Haare mehr hervor. Sie sterben ab.

Faktoren, die das Haarwachstum verlangsamen

Verschiedene Faktoren können sich negativ auf das Haarwachstum pro Monat auswirken. Die Haare wachsen langsamer oder treten vorzeitig in die Übergangsphase ein. Das Haarwachstum kann durch

  •  Stress
  •  ungesunde Lebensweise mit übermäßigem Alkohol- und Nikotinkonsum
  •  ungesunde und einseitige Ernährung
  •  Einnahme von Medikamenten
  •  trockene Luft und intensive Sonneneinstrahlung
    verlangsamt werden.

Häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und häufiges sowie zu heißes Föhnen schädigen die Haarstruktur, machen das Haar brüchig und können zu einem vorzeitigen Haarausfall führen.
Hormonelle Veränderungen, beispielsweise durch eine Erkrankung der Schilddrüse, können ebenfalls das Haarwachstum negativ beeinflussen. Bei verschiedenen Erkrankungen, Bestrahlungen oder Chemotherapie gehen die Haare vorzeitig in die Übergangs- und Ruhephase über und fallen aus. Dadurch entsteht der typische diffuse Haarausfall, der auf dem gesamten Kopf gleichmäßig auftritt. Im Extremfall kommt es zum Totalverlust der Haare.

Faktoren, die das Haarwachstum pro Monat positiv beeinflussen

Das Haarwachstum kann kaum beeinflusst werden, auch wenn vor allem Frauen bereits im Altertum mit Kräutern, Salben und Tinkturen versucht haben, das Wachstum der Haarpracht zu fördern. Verschiedene Faktoren können jedoch zu einem schönen Haarwuchs beitragen:

  • sorgfältige Pflege mit milden Shampoos
  • Verzicht auf Föhnen
  • gesunde und ausgewogene Ernährung.

Wichtig für ein gesundes Wachstum der Haare ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie sollten viele Lebensmittel mit den Vitaminen A, B, C und E in Ihre Ernährung einbauen. Diese Vitamine fördern eine gesunde Kopfhaut und unterstützen das Haarwachstum.

Tragen Sie mindestens einmal in der Woche Oliven- oder Kokosöl auf Haare und Kopfhaut auf, können Sie die Durchblutung der Kopfhaut und eine gesunde Haarstruktur fördern. Das Öl sollten Sie vor dem Zubettgehen auftragen und am Morgen mit einem milden Shampoo und warmem Wasser auswaschen. Eine Spülung mit Brennnesseltee nach dem Haarewaschen kann das Haarwachstum anregen.

Fazit: Haarwachstum pro Monat größtenteils genetisch bedingt

Das Haarwachstum pro Monat wird größtenteils genetisch bestimmt und liegt durchschnittlich bei 1,2 Zentimetern. Verschiedene Faktoren wie Krankheiten, falsche Pflege und ungesunde Lebensweise können das Haarwachstum einschränken. Fördern können Sie das Haarwachstum mit einer gesunden Ernährung, milden Pflegeprodukten und Haarkuren mit Olivenöl.