Rötung nach der Haartransplantation

Rötung nach der Haartransplantation

Eine Haartransplantation kann die Lösung der Wahl sein, wenn Sie unter kahlen Stellen auf dem Kopf leiden. Sie liefert ein dauerhaftes und natürliches Ergebnis. Viele Patienten fragen sich bereits vor dem Eingriff, ob es zu einer Rötung nach der Haartransplantation kommt. Die Rötung nach der Haarverpflanzung ist ein natürlicher Prozess und gehört zur Heilung.

Gründe für die Rötung nach der Haartransplantation

Viele Patienten, die sich für eine Eigenhaarverpflanzung entscheiden, fürchten die Rötungen der Kopfhaut, da sie ein kosmetisches Problem darstellen. Die Rötungen im Spenderbereich der Haare und im Empfängerbereich gehören zur Wundheilung und sind völlig natürlich. Sie können auch mit den modernen Methoden der Haarverpflanzung nicht vermieden werden.

Wie lange es dauert, bis die Rötungen abklingen, ist individuell verschieden und hängt auch von der Zahl der transplantierten Haare und von der angewendeten Methode ab. Bei der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) werden die Haarfollikel mit einem Mikromotor aus dem Spenderbereich gelöst. Dabei entstehen winzige punktförmige Verletzungen, die mit kleinen, kaum sichtbaren Narben abheilen. Die entnommenen Haare werden in den Empfängerbereich verpflanzt.

Dafür müssen zuvor die Kanäle im Empfängerbereich geöffnet werden. Auch hier entstehen winzige punktförmige Narben. Damit Sie keine Schmerzen erleiden, werden der Spender- und der Empfängerbereich der Haare örtlich betäubt. Die Rötungen im Spender- und Transplantationsbereich entstehen einerseits aufgrund der örtlichen Betäubung, andererseits aufgrund der kleinen Verletzungen, die durch die Entnahme der Haarfollikel und durch das Öffnen der Kanäle im Empfängerbereich verursacht werden.

Das Abklingen der Rötung nach der Haarverpflanzung

Im Spenderbereich der Haare kann es bis zu einem Monat dauern, bis die Rötung abgeklungen ist. Die Krusten an den Entnahmestellen heilen zumeist schon früher ab. Da die Haare im Spenderbereich rasiert werden, müssen Sie warten, bis die Haare wieder nachgewachsen sind, damit die Rötung nicht mehr sichtbar ist.

Im Empfängerbereich der Haare kann es bis zu acht Wochen dauern, bis die Rötung abgeklungen ist. Die Öffnung der Kanäle und das Einpflanzen der Haare stellen eine Belastung für die Kopfhaut dar, die mit einer Rötung reagiert. Hinzu kommt, dass die transplantierten Haare bei den meisten Patienten nach etwa zwei bis sechs Wochen wieder ausfallen.

Das ist normal, denn die Haarfollikel müssen sich erst erholen und treten in die Ruhephase ein. Die Rötung nach der Haartransplantation ist daher deutlich sichtbar. Nach etwa drei Monaten wachsen die transplantierten Haare wieder nach. Zumeist ist die Rötung dann bereits abgeklungen. Die Haare wachsen zuerst dünn, doch dann werden sie immer kräftiger.

Abklingen von Rötungen mit der richtigen Pflege beschleunigen

Mit der richtigen Pflege können Sie das Abklingen der Rötung nach der Haarverpflanzung beschleunigen. Sie sollten 48 Stunden nach dem Eingriff mit dem Waschen der Haare beginnen. Sie müssen vorher eine Lotion auftragen und etwa eine Dreiviertelstunde wirken lassen. Diese Lotion beruhigt die Kopfhaut und fördert das Abheilen der Krusten.

Haben Sie diese Lotion mit mittlerem Druck und mit lauwarmem Wasser ausgespült, tupfen Sie das Spezialshampoo auf, das drei Minuten einwirken sollte. Dieses Shampoo führt ebenfalls zum Abheilen der Krusten. Das Shampoo spülen Sie mit lauwarmem Wasser und mittlerem Druck aus. Über einen Zeitraum von 10 Tagen sollten Sie sich täglich die Haare waschen und zuvor die Lotion verwenden. Danach können Sie auf die Lotion verzichten und wieder Ihr bevorzugtes Shampoo verwenden.

Abklingen der Rötung mit dem richtigen Verhalten fördern

Das Abklingen der Rötung nach der Haartransplantation können Sie mit dem richtigen Verhalten nach dem Eingriff fördern:

  • trotz Juckreiz nicht kratzen
  • Stirnband tragen, um Schwellungen durch das entweichende Betäubungsmittel im Stirnbereich und an der Augenpartie zu vermeiden
  • zum Schlafen ein Nackenkissen und eine Einwegunterlage verwenden
  • in den ersten 10 Tagen nach dem Eingriff keinen Alkohol trinken
  • in den ersten beiden Wochen körperliche Anstrengung vermeiden, keinen Sport treiben und auf Geschlechtsverkehr verzichten
  • im ersten Monat nach der Eigenhaarverpflanzung den Kopf vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen
  • im ersten Monat nach dem Eingriff nicht ins Solarium und in die Sauna gehen
  • in den ersten Tagen täglich mindestens drei Liter Wasser trinken.

Auch mit der richtigen Ernährung können Sie zum Abklingen der Rötungen beitragen. Sie sollten keine zu scharfen und keine stark salzhaltigen Lebensmittel zu sich nehmen. Die Heilung und das Anwachsen der transplantierten Haare fördern Sie mit einer vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung. Als Vitamine sind vor allem Vitamin A, die Vitamine des B-Komplexes, Vitamin C und Vitamin E wichtig.

Die Vitamine fördern die Zellteilung und die Zellerneuerung. Vitamin C stärkt das Immunsystem und trägt zu einer schnelleren Wundheilung bei. Als Mineralstoffe benötigen Sie Zink und Eisen. Zink trägt zur Gesundheit von Haut und Haaren bei und unterstützt die Zellteilung, während Eisen die Durchblutung verbessert und für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist.

Sie sollten viel frisches Obst und Gemüse, aber auch Eier und Fisch essen. Können Sie verschiedene Lebensmittel nicht essen, da sie Ihnen nicht schmecken oder da Sie sie nicht vertragen, können Sie auch Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen verwenden. Die Rötung nach der Haarverpflanzung kann mit einer gesunden Ernährung schneller abklingen.

Wie Sie die Rötung nach der Haarverpflanzung kaschieren können

Die Rötung können Sie kaschieren, indem Sie Ihr Haar länger tragen. Da die Haare im Empfängerbereich wieder ausfallen, ist das schwierig. Im Spenderbereich wachsen die Haare schneller wieder nach. Die bessere Alternative, um eine Rötung nach der Haartransplantation zu verbergen, ist die Kopfbedeckung. In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff sollten Sie nur einen locker sitzenden Fischerhut tragen, damit es nicht zu Druck oder Reibung kommt. Die Krusten könnten abgerissen werden. Die Rötungen könnten sich nach dem Druck verstärken. Sie können nach zwei Wochen eine Kopfbedeckung Ihrer Wahl tragen, beispielsweise eine Mütze oder ein Basecap.

Fazit: Rötung nach der Haartransplantation ist normal

Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff, bei dem Sie eine örtliche Betäubung in den Spenderbereich und in den Transplantationsbereich der Haare erhalten. Die Rötung nach der Haartransplantation ist untrennbarer Bestandteil der Heilung. Sie entsteht, da Sie eine örtliche Betäubung erhalten und da es im Spenderbereich und im Empfängerbereich zu kleinen Verletzungen kommt. Im Spenderbereich heilt die Rötung schneller ab. Da die Haare schneller als im Empfängerbereich nachwachsen, ist die Rötung auch nicht so lange sichtbar wie im Empfängerbereich.

Die Haare im Empfängerbereich fallen in den meisten Fällen aus, da die Haarwurzeln in die Ruhephase eintreten. Die Rötung nach der Haarverpflanzung klingt ab, bevor die transplantierten Haare wieder nachwachsen. Mit dem richtigen Verhalten und der richtigen Ernährung können Sie das Abklingen der Rötung beschleunigen. Tragen Sie eine Mütze, kaschieren Sie die Rötung.