Spritzentherapie gegen Haarausfall

Spritzentherapie gegen Haarausfall

Morgens liegen auf einmal gefühlt 100 Haare im Waschbecken und der Haarschopf wird merklich lichter. Eine schockierende Erfahrung! Die Ursachen von Haarausfall sind so vielfältig wie die Menschen. Bei dem einen wird die Haarpracht immer dünner, weil sie oder er unter Stress leidet, bei dem anderen wiederum liegt die Ursache in den Genen. Viele Betroffene – sowohl Frauen als auch Männer – fragen sich, was sie gegen ihren Haarausfall tun können und ob es Alternativen zu einer Haartransplantation beim erblich bedingten Haarausfall gibt.

Denn nicht jeder möchte sich mit seinem Schicksal einfach so abfinden und abwarten bis sie oder er eine Glatze hat. Sehr erfolgversprechend bei übermäßigem Haarverlust kann eine sogenannte Spritzentherapie sein, bei der die Wirkstoffe direkt unter die Kopfhaut gespritzt werden. Denn, damit schöne und kräftige Haare in der Kopfhaut wachsen können, ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff eine Grundvoraussetzung.

Die Spritzentherapie gegen Haarausfall kann bei den verschiedensten Formen von Haarverlust zum Einsatz kommen, selbst bei der androgenetischen Alopezie.
Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Haare lediglich ausgefallen sind und die Haarfollikel noch intakt sind. Denn in Follikeln, die abgestorben sind, können logischerweise keine neuen Haarwurzeln gebildet werden.

Damit eine Spritzentherapie bei Haarausfall auch den gewünschten Erfolg bringt, ist es notwendig, diese über einen längeren Zeitraum anzuwenden.
Danach ist in den meisten Fällen lediglich einmal im Jahr eine Auffrischung nötig.

Spritzentherapie gegen Haarausfall – die Mesotherapie

Bei der Mesohair Behandlung werden die einzelnen Wirkstoffe, die später in die Kopfhaut injiziert werden, speziell auf den einzelnen Betroffenen individuell abgestimmt. Die Vitalstoffe sollen auf diese Weise die Haarfollikel wieder anregen, neue Haare zu bilden. Andererseits sollen Mängel ausgeglichen und Schäden repariert werden. Bei Mesohair kommen Wirkstoffe mit den verschiedensten Substanzen zum Einsatz. Es gibt sowohl pflanzliche und homöopathische Mittel, Vitamine und Spurenelemente oder Antioxidantien. Auch sogenannte Biorevitalizer wie Dexpanthenol oder Coenzym Q10 können für die Stärkung der Follikel zum Einsatz kommen.

Die Mesohair Spritzentherapie gegen Haarausfall kommt bei spannungsbedingtem, hormonell bedingtem und stressbedingtem Haarverlust zum Einsatz. Sie kann aber auch aus rein kosmetischen Gründen angewendet werden, beispielsweise um die Haare zu kräftigen, wenn sie oft gestylt werden. Eine Behandlung dauert etwa 15 bis 30 Minuten – je nach Größe des Areals. Die Mesohair Behandlung sollte etwa 10 Mal wiederholt werden im Abstand von einer, beziehungsweise zwei Wochen. Danach ist eine jährliche Auffrischung von Vorteil, damit die Haare nicht wieder beginnen auszufallen.

Der Wirkstoffcocktail wird etwa einen Millimeter tief mit feinsten Nadeln in die Kopfhaut gespritzt. Die Kopfhaut wird besser durchblutet, die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln wird erhöht und außerdem wird das Lymphsystem angeregt. Die Erfolgsquote von Mesohair liegt bei etwa 80 Prozent.

Spritzentherapie gegen Haarverlust – die PRP Behandlung

Die PRP Behandlung ist eine weitere Spritzentherapie gegen Haarausfall. Bekannter ist diese klassische Eigenbluttherapie unter dem Namen Vampir Lifting wie sie bei Anti-Aging Behandlungen genannt wird. PRP wird aber auch sehr erfolgreich bei Haarausfall angewendet. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Haarfollikel ihre Arbeit noch nicht eingestellt haben. Denn aus toten Wurzeln kann auch die beste PRP-Behandlung keine neuen Haare wachsen lassen.

Die Abkürzung PRP steht für Plateled Rich Plasma also plättchenreiches Plasma. Dieses konzentrierte Plasma wird aus dem Blut des von Haarausfall geplagten Patienten mittels Zentrifugieren gewonnen und anschließend direkt unter die Kopfhaut gespritzt. Dort erhöht es zum einen Durchblutung, wobei die Haarfollikel besser mit Nährstoffen beziehungsweise mit Sauerstoff versorgt werden. Zum anderen enthält das plättchenreiche Plasma bestimmte Wachstumsfaktoren, die sich wiederum positiv auf das Haarwachstum auswirken.

Bei Bedarf kann das PRP auch mit Hyaluronsäure oder anderen Wirkstoffen gemischt werden. PRP kann aber noch viel mehr als „nur“ neue Haare wachsen zu lassen. Es kommt beispielsweise auch in der Sportmedizin und in der Rheumatherapie zum Einsatz. Um den gewünschten Erfolg zu bringen, werden etwa sechs Sitzungen im Abstand von jeweils vier Wochen empfohlen. Danach muss die PRP Behandlung jährlich aufgefrischt werden. Je nachdem wie groß das zu behandelnde Areal ist, dauert eine Sitzung etwa 20 bis 45 Minuten.

Die PRP Therapie gegen Haarausfall ist in der Regel extrem gut verträglich und hat keinerlei Nebenwirkungen. In der kosmetischen Anti-Aging Behandlung ist PRP unter dem Namen Vampir-Lifting bekannt, wo es schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird.

Ist eine Spritzentherapie schmerzhaft?

Diese Frage kann lediglich mit „Jein“ beantwortet werden. Denn ähnlich wie Haarausfall ist auch das Schmerzempfinden eines jeden einzelnen Menschen eine sehr individuelle Sache.
Der eine fällt schon beim bloßen Anblick einer Spritze fast in Ohnmacht, während der andere bei der Spritzentherapie gegen Haarverlust lediglich ein leichtes Pieksen feststellt.
Zur Beruhigung für die besonders Schmerzempfindlichen: Die Spritzennadeln, die sowohl bei der Mesotherapie als auch bei der PRP Behandlung zum Einsatz kommen, sind extrem fein.

Manche, die sich einer solchen Behandlung unterzogen haben, berichten, dass sie nach der Injektion ein leichtes Druckgefühl verspürt haben. In manchen Fällen kann danach ein leichtes Brennen hinzu kommen, wenn das PRP, beziehungsweise die Mesotherapie beginne zu wirken.

Ein gutes Zeichen ist es übrigens, wenn die Kopfhaut beginnt „warm“ zu werden. Das bedeutet, dass die Durchblutung angeregt wird und die Spritzentherapie ihre Arbeit beginnt. In der Regel ist es allerdings so, dass beide Therapien von den meisten Patienten nicht als schmerzhaft empfunden werden. Für alle anderen gilt: Zähne zusammenbeißen und sich auf die schönen neuen Haare freuen.

Übrigens: Sowohl die Mesotherapie als auch die PRP Behandlung können helfen geschädigtes Haar wieder zu reparieren. Denn tägliches Fönen, Glätten, auch das Blondieren und Färben setzen den Haaren ganz schön zu. Manchmal brechen die strapazierten Haare direkt an der Kopfhaut ab. Eine Spritzenbehandlung kräftigt das Haar in der Struktur und macht es widerstandsfähiger gegen Einflüsse von außen.

Spitzentherapie gegen Haarausfall – das Fazit

Der Weg zu schönem und vollem Haar führt nicht immer zwangsläufig über eine Haartransplantation, so lange die geschädigten Haarwurzeln noch zu reparieren sind.
Sowohl die Mesotherapie als auch eine PRP Behandlung können dafür sorgen, dass die Haare wieder schön und voll nachwachsen.

Wichtig ist allerdings, dass der Haarausfall noch nicht allzu weit fortgeschritten ist und sich noch genug „lebende“ Haarfollikel in der Kopfhaut befinden. Ist das nicht der Fall, sollten Betroffene über eine Eigenhaarverpflanzung nachdenken. Die Kosten sowohl für die PRP Behandlung als auch für die Mesotherapie werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und sind somit selbst zu tragen.


 
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