Einseitiger Haarausfall – eine besondere Erscheinungsform von kreisrundem Haarausfall

Einseitiger Haarausfall

Haarausfall kann in verschiedenen Formen auftreten. Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall. Einseitiger Haarausfall ist keine typische Form von Haarausfall und ist eher selten. Es handelt sich dabei zumeist um eine besondere Ausprägung von kreisrundem Haarausfall. Einseitiger Haarverlust ist selten und kann Männer und Frauen treffen.

Einseitiger Haarausfall – eine seltene Ausprägung von Haarausfall

Haarausfall kann Männer und Frauen treffen und tritt in verschiedenen Formen auf:

später vernarben.

Tritt der Haarverlust einseitig auf, handelt es sich fast immer um den kreisrunden Haarausfall. Auch ein vernarbender Haarausfall kann sich einseitig äußern.

Kreisrunder Haarausfall – rätselhaft und ziemlich belastend

Kreisrunder Haarausfall kann Männer, Frauen und sogar Kinder treffen. Er tritt zumeist am Hinter- und Oberkopf auf, doch kann er sich auch an den Seiten zeigen. Häufig ist nur eine kahle Stelle vorhanden. Es kann dann ein einseitiger Haarverlustvorliegen. Die Haare können plötzlich an der kahlen Stelle wieder wachsen. Typisch sind sogenannte Ausrufezeichen-Haae, die um die kahlen Stellen herum auftreten und wie abgebrochene Haare aussehen. In schwerwiegenden Fällen werden die kahlen Stellen jedoch immer mehr und können miteinander verschmelzen.

Die wissenschaftliche Bezeichnung für den kreisrunden Haarausfall ist Alopecia areata. Schlimmstenfalls können die Haare auf dem gesamten Kopf ausfallen. Die Rede ist dann von Alopecia areata totalis. Auch die Körperhaare können von einem kreisrunden Haarausfall betroffen sein. Befinden sich auf dem gesamten Kopf und Körper gar keine Haare mehr, spricht der Arzt von einer Alopecia areata universalis.

Die Alopecia areata totalis und die Alopecia areata universalis können sich im Extremfall aus einem einseitigen Haarausfall entwickeln. Bemerken Sie, dass Ihnen die Haare einseitig ausfallen, sollten Sie frühzeitig einen Hautarzt aufsuchen. Er untersucht die Kopfhaut, die noch vorhandenen Haare und das Blut, um festzustellen, welche Form von Haarausfall vorliegt. Er nimmt die entsprechende Behandlung vor.

Ursachen von kreisrundem Haarausfall

Ein kreisrunder Haarausfall und damit auch ein einseitiger Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, die noch nicht vollständig geklärt sind. Als Ursache wird psychischer Stress angenommen. Auch eine Infektionskrankheit oder eine Autoimmunerkrankung kann die Ursache von kreisrundem Haarausfall sein.
Wachsen die Haare bei einem kreisrunden Haarausfall wieder nach, kann es passieren, dass der Haarausfall irgendwann wieder eintritt. Das ist wahrscheinlich der Fall, wenn die Alopecia areata durch Stress verursacht wird.

Einseitiger Haarverlust – ein Hoffnungsschimmer bleibt

Bemerken Sie, dass Ihnen die Haare ausfallen, und stellt der Dermatologe die Ursache fest, können Sie wieder Hoffnung schöpfen, wenn die Haarfollikel an den kahlen Stellen noch nicht abgestorben sind. Minoxidil als Haarwuchsmittel, das bei erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt wird, kann auch bei kreisrundem und einseitigem Haarausfall den Haarwuchs fördern. Allerdings können Juckreiz und Rötungen auf der Kopfhaut, trockene Kopfhaut mit Schuppenbildung oder Gesichtsschwellungen als Nebenwirkungen auftreten.

Die Haarfollikel können, wenn sie noch intakt sind, mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wieder zur Bildung neuer Haare stimuliert werden. Bei der Mesohair-Therapie wird ein Wirkstoffcocktail in die Kopfhaut gespritzt, der auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt wurde. Bei der PRP-Behandlung wird Ihnen Blut abgenommen, das zu plättchenreichem Plasma aufbereitet und in die Kopfhaut gespritzt wird. Auch die Sauerstoff-Therapie oder die Softlaser-Therapie können zur Bildung neuer Haare führen.

Vernarbender Haarausfall – einseitig möglich

Einseitiger Haarausfall kann auch in Form des vernarbenden Haarausfalls auftreten. An verschiedenen Stellen auf dem Kopf – am Haaransatz, am Hinterkopf, am Oberkopf oder an den Seiten – können die Haare ausfallen. Die kahlen Stellen können jucken, schmerzen oder gerötet sein. Die Haare sind unwiederbringlich verloren, da die Haarfollikel absterben. Im weiteren Verlauf bilden sich an den kahlen Stellen Narben.

Es gibt verschiedene Formen von vernarbendem Haarausfall. Abhängig von der Form hat dieser Haarausfall verschiedene Ursachen. Autoimmunerkrankungen, entzündliche Prozesse auf der Kopfhaut, verschiedene Hautkrankheiten, aber auch der Befall mit Pilzen oder Bakterien kommen als Ursachen in Frage. Der vernarbende Haarausfall kann bei Frauen, Männern und auch bei Kindern auftreten. Für die Betroffenen können die kahlen Stellen eine große Belastung darstellen.

Einseitiger Haarverlust – nicht immer mit der Haarverpflanzung behandelbar

Ein einseitiger Haarausfall kann für den Betroffenen mit einer starken psychischen Belastung und einer eingeschränkten Lebensqualität einhergehen. Eine Eigenhaarverpflanzung kommt als Behandlungsmöglichkeit in Frage, wenn der Haarverlust nicht durch eine Autoimmunerkrankung oder eine Entzündung verursacht wurde. Bei einer Autoimmunerkrankung würden die transplantierten Haare wieder ausfallen, während es bei einer Entzündung als Ursache zu Entzündungen im Entnahme- und Transplantationsbereich der Haare kommen könnte.

Eine Eigenhaarverpflanzung wird mit der FUE-Methode ausgeführt (Follicular Unit Extraction). Nachdem der Spenderbereich der Haare rasiert wurde, erfolgt die Entnahme der Haarfollikel mit einer Hohlnadel. Im Transplantationsbereich werden Kanäle zur Aufnahme der Haarfollikel geschnitten oder gestochen. Die Haarfollikel werden eingepflanzt und müssen anwachsen.

Wenn eine Haarverpflanzung nicht in Frage kommt

Wurde ein einseitiger Haarverlust durch eine Autoimmunerkrankung oder eine Entzündung verursacht, ist eine Haartransplantation sinnlos. Sind noch genügend Haare vorhanden, kann ein Haarsystem angefertigt werden. Damit es perfekt passt, wird ein Gipsabdruck von Ihrer Kopfhaut genommen. In ein feines Netz werden Haare geknüpft.

Das Haarsystem wird mit Klebebändern an der Kopfhaut befestigt und in die vorhandenen Haare integriert. Das Waschen der Haare, Duschen, Baden, Schwimmen oder Tauchen sind nach wie vor möglich, da der Kleber wasserfest ist. Mit einem Spray können die Klebebänder gelöst werden. Schreitet der Haarausfall fort, kann das Haarsystem mit Haaren erweitert werden.

Eine Alternative zur Haartransplantation kann die Haarpigmentierung sein, die wie Haarstoppeln wirkt und geeignet ist, wenn Sie Ihr Haar abrasieren oder raspelkurz tragen. Ähnlich wie bei einem Permanent-Make-up werden Pigmente in die Kopfhaut tätowiert, die über mehrere Jahre halten.

Fazit: Einseitiger Haarausfall – ein seltenes Phänomen

Einseitiger Haarausfall ist keine spezielle Form von Haarausfall. Es kann sich dabei um eine besondere Ausprägung des kreisrunden oder vernarbenden Haarausfalls handeln. Die Haare fallen nur auf einer Seite aus. Ursachen können eine Autoimmunerkrankung, eine Infektion oder psychischer Stress sein.

Bemerken Sie die ersten Anzeichen, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Nicht immer ist eine Haartransplantation sinnvoll, da die transplantierten Haare wieder ausfallen könnten. Das ist bei einer Autoimmunerkrankung als Ursache der Fall. Als Alternativen können Sie ein Haarsystem verwenden oder sich für eine Haarpigmentierung entscheiden, um die kahlen Stellen zu kaschieren.


 
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