Haarausfall bei Borreliose behandeln

Haarausfall bei Borreliose behandeln

Haarverlust bei Borreliose ist keine Seltenheit. Die Krankheit, welche durch Zecken übertragen wird, schwächt den Körper und daher auch die Immunabwehr des Patienten.

Doch diese Art von Haarausfall lässt sich durchaus behandeln. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich an die Angaben des Arztes halten und einen gesunden Lebensstil pflegen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Haarverlust bei Borreliose entgegenwirken können.

Dadurch zeichnet sich Borreliose aus

Bei Borreliose handelt es sich um eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Sie ist im gesamten mitteleuropäischen Raum verbreitet. Hervorgerufen wird sie durch das Bakterium Borrelia burgdorferi. Die sogenannten Borrelien leben im Verdauungstrankt der Zecken, wobei die Übertragung auf den Menschen durch einen Biss stattfindet.

Das erste Anzeichen für eine Ansteckung ist ein roter Ring um die Bissstelle. Später machen sich auch grippeähnliche Symptome bemerkbar. Die Krankheit verläuft dabei in drei Stadien. In einigen Fällen wird die Borreliose chronisch. Die Ursachen dafür sind noch nicht ausreichend geklärt.

Darum kommt es bei Borreliose zu Haarausfall

Haarverlust gehört zu einem häufigen Symptom chronischer Borreliose. Denn der Körper der Betroffenen ist geschwächt, sodass die Haarzellen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Der Haarausfall tritt dabei schubweise auf, wobei es anschließend wieder zum Nachwachsen der Kopfhaare kommt.

Wie ist bei Haarausfall durch Borreliose vorzugehen?

Liegt Haarausfall durch Borreliose vor, muss zuerst die Ursache behandelt werden. Immerhin bringt es wenig, wenn zwar der Haarverlust therapiert wird, die Krankheit aber weiterhin besteht. Chronische Borreliose lässt sich zwar nicht heilen, aber mit Medikamenten in den Griff kriegen.

Bei einem Schub können Sie beispielsweise Antibiotika einnehmen. Das Arzneimittel reduziert die Zahl der Bakterien und damit auch die Schwere der Symptome.

Außerdem lohnt es sich, auf eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil zu achten. Betreiben Sie viel Sport und sorgen Sie im Alltag für Entspannung. Sie kräftigen damit nicht nur Ihren Körper, sondern gleichzeitig die Haarstruktur.

Außerdem können Sie Ihre Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln zusätzlich aufwerten. Achten Sie allerdings darauf, dass sie hochwertig sind – erwerben Sie solche Substanzen ausschließlich bei einem vertrauenswürdigen Anbieter.

Wollen Sie Tipps zu Haarverlust bei Borreliose erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Spezialisten wenden. Er kann Ihnen mitunter auch ein Mittel verschreiben, das die Gesundheit und die Struktur Ihrer Haare stärkt.

Lohnt sich eine Haartransplantation?

Liegt ein Haarverlust durch Borreliose vor, spielen viele Betroffene mit dem Gedanken, sich einer Eigenhaarverpflanzung zu unterziehen. Allerdings ist dieser Eingriff nur dann sinnvoll, wenn die Haare an den betreffenden Stellen von selbst nicht mehr nachwachsen.

Bei der Borreliose kommt es aber oft zur spontanen Besserung der Symptomatik – oft sprießen dann auch die ehemals ausgefallenen Haare wieder.

Ob sich eine Haarverpflanzung in Ihrem Fall lohnt, kann nur ein Experte beurteilen. Er nimmt dabei Ihre Haare sowie Ihre Kopfhaut unter die Lupe. Denn bei einigen Männern ist nicht ausschließlich die Borreliose für den Haarverlust verantwortlich. Auch genetische Faktoren können eine tragende Rolle spielen.

Ist der Haarausfall erblich bedingt, ist eine Haartransplantation durchaus empfehlenswert. Denn dabei wachsen die Kopfhaare nicht mehr nach. Damit die Behandlung den gewünschten Erfolg hat, müssen Sie zum Zeitpunkt der Operation in einer körperlich guten Verfassung sein.

Es ist sehr wichtig, dass dabei kein Schub auftritt, der die Einnahme von Antibiotika erfordert. Nur dann ist die hohe Anwuchsrate gewährleistet.

Gibt es Alternativen zur Haarverpflanzung?

Nicht immer müssen Sie den Haarausfall mit einer Haartransplantation behandeln. Sind bei Ihnen die Symptome nur leicht ausgeprägt und wachsen Ihre Haare trotz Borreliose immer wieder nach, reicht es aus, zu einem nährstoffreichen Shampoo zu greifen.

Einige Herren wenden auch Haarwuchsmittel wie Minoxidil und Finasterid an. Sie sind bei einem dauerhaften Auftragen durchaus effektiv. Beachten Sie jedoch, dass es nach dem Absetzen jener Substanzen zu einem erneuten Ausfall der nachgewachsenen Haare kommt.

Auch können die Mittel in Ihren Hormonhaushalt eingreifen. Vor allem dann, wenn Sie an Borreliose leiden, sollten Sie die Anwendung im Vorfeld mit Ihrem Arzt abklären. So vermeiden Sie es, Ihren Körper zusätzlich zu schwächen.

Fazit – lässt sich Haarausfall durch Borreliose behandeln?

Ist die Borreliose chronisch, geht sie häufig mit dem Verlust des Kopfhaars einher. Allerdings tritt sie in Schüben auf, wobei die Haare anschließend zumeist wieder nachwachsen. Die Phase des Haarausfalls können Sie durch die Einnahme von Antibiotika verkürzen. Es ist außerdem wichtig, dass Sie einen gesunden Lebensstil pflegen. So stellen Sie sicher, dass Ihnen die Gesundheit des Kopfhaars erhalten bleibt.

Eine Haartransplantation lohnt sich für Sie nur dann, wenn Ihre Haare nicht mehr nachwachsen. In diesem Fall sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen und sich von ihm beraten lassen. Er wird sich die Haarstruktur mitsamt der Kopfhaut ansehen und die Ursache für den Haarverlust bestimmen.

Vorsicht ist bei der Anwendung von Haarwuchsmitteln wie Finasterid oder Minoxidil geboten. Denn diese Substanzen greifen in Ihren Hormonhaushalt ein. Sie können mitunter zu einer Verschlimmerung der Borreliose führen. Halten Sie vor einer Anwendung also unbedingt mit Ihrem Arzt Rücksprache. Sie vermeiden so unangenehme Spätfolgen.