Haarausfall durch Haare färben vermeiden

Haarausfall durch Haare färben vermeiden

Nicht nur Frauen, die unter ergrauendem Haar leiden, sonden auch immer mehr Männer greifen zu Haarfärbemittel. Auch dann, wenn die Haare noch nicht grau werden, entscheiden sich viele Menschen für Farbe. Kann es zu einem Haarausfall durch Haare färben kommen? Die Antwort ist ein klares Ja, doch nicht jeder muss unter Haarverlust durch Haare färbenleiden.

Haarausfall durch Haare färben – eine Frage der Qualität

Auch wenn die Hersteller von Haarfärbemitteln mit verschiedenen Attributen wie sanft, schonend, gut verträglich, pflegend, auf natürlicher Basis werben, muss das noch nicht heißen, dass die Haarfärbemittel tatsächlich gut verträglich sind.

Haarfärbemittel enthalten Farbpigmente und können bei empfindlichen Menschen zu allergischen Redaktionen führen. In billigen Haarfärbemitteln ist häufig Ammoniak enthalten.

Diese giftige Stickstoffverbindung spaltet die äußere Schutzhülle der Haare förmlich auf, um ein besseres Eindringen der Farbe in die Haare zu gewährleisten. Die Haare werden stumpf und brüchig. Nicht zu vergessen sind Entzündungen der Kopfhaut.

Um das zu vermeiden, sind in fast allen Haarfärbemitteln pflegende Substanzen enthalten. Bei billigen Haarfärbemitteln können diese Substanzen die schädliche Wirkung von Ammoniak jedoch nicht kompensieren.

Da den Haarfärbemitteln Duftstoffe zugesetzt sind, ist Ammoniak mit seinem markanten, beißenden Geruch nicht immer wahrnehmbar. Oxydationsmittel, die in den Färbemitteln enthalten sind, greifen Haare und Kopfhaut an. Sie lösen chemische Reaktionen aus, damit die Farbe vom Haar angenommen wird und das Ergebnis dauerhaft ist.

Ein typisches Oxydationsmittel, das vor allem für Blondiermittel verwendet wird, ist Wasserstoffperoxid. Es zerstört die Haarpigmente, wenn es in das Haar eindringt. Nicht immer muss es zu Haarausfall durch das Färben der Haare kommen. Entscheiden Sie sich für ein qualitativ hochwertiges Produkt, ist die Gefahr von Haarausfall geringer.

Pigmente, die in den Haaren enthalten sind

Um einen neuen Farbton der Haare zu erzielen, sind in den meisten Haarfärbemitteln blaue Pigmente enthalten. Ohne diese Pigmente würden die Haare orange wirken. Das Haar des Menschen enthält die beiden Pigmente Eumelanin und Phäomelanin, bei denen es sich um Formen von Melanin handelt, das in den Melanozyten der Haarwurzeln produziert wird.

Diese Pigmente sind bei jedem Menschen anders im Haar verteilt und machen die natürliche Haarfarbe aus. Die Haare wirken umso dunkler, je mehr Eumelanin enthalten ist. Die Oxydationsmittel im Haarfärbemittel zerstören das Eumelanin stärker als das Phäomelanin. Ist in den Haaren wenig Eumelanin und viel Phäomelanin enthalten, hat das Haar einen natürlichen Rotton. Sind beide Pigmente nur zu geringen Anteilen enthalten, ist das Haar blond.

In den Haarfärbemitteln können Eumelanin und Phäomelanin enthalten sein, um den gewünschten Farbton zu erreichen. Darüber hinaus können weitere Farbtöne und Pigmente enthalten sein, vor allem, wenn es sich um unnatürliche Farben wie Violett-, verschiedene Rottöne, Grün oder Blau handelt. Je häufiger Sie Ihre Haare färben und je öfter Sie die Farbe wechseln, desto wahrscheinlicher ist ein Haarverlust durch Haare färben.

Färbung durch chemische Reaktionen

Damit das Haar die Farbe annimmt, sind chemische Reaktionen erforderlich. Das Haar wird dadurch stark strapaziert, was zu Haarausfall durch Haare färben führen kann. Die Färbemittel enthalten Vorstufen eines Farbstoffes, bei denen es sich um winzige Moleküle handelt, die schnell in das Haar eindringen.

Nachdem die Moleküle ins Haar eingedrungen sind, kommt es zu einer chemischen Reaktion mit Wasserstoffperoxid. Das Ergebnis dieser Reaktion sind große Farbmoleküle. Sie sind für die neue Haarfarbe verantwortlich. Da diese Moleküle durch die chemische Reaktion eine entsprechende Größe erreicht haben, werden sie auch beim Waschen der haare nicht entfernt.

Reparatur der Schuppenschicht der Haare nur teilweise möglich

Die aggressiven Stoffe in Haarfärbemitteln, bei denen es sich vor allem um Ammoniak und um Oxydationsmittel handelt, schädigen die Schuppenschicht der Haare. Da sie auch die Kopfhaut ernsthaft schädigen können, kann ein Haarverlust durch Haare färben eintreten. Pflegesubstanzen, die in den Haarfärbemitteln enthalten sind, können die abgespreizte Schuppenschicht der Haare nur teilweise schließen.

Jede Färbung kann die Haare dauerhaft schädigen. Es ist von Natur aus nicht möglich, diese Schuppenschicht wieder zu regenerieren und zu reparieren. Das Haar verliert durch das Färben seinen natürlichen Glanz und wird schwerer kämmbar.

Die Haare bleiben geschädigt, bis sie ausfallen. Sind die Haarwurzeln noch intakt, können sie wieder neue Haare ausbilden. Die neuen Haare können gesund nachwachsen, vorausgesetzt, Sie verzichten auf Farbe.

Wie Sie einem Haarausfall durch Haare färben entgegenwirken

Die beste Möglichkeit, einen Haarausfall zu vermeiden, ist der dauerhafte Verzicht auf Farbe. Möchten Sie allerdings auf Farbe nicht verzichten, da Sie Lust auf Veränderungen haben oder den Zustand der ergrauenden Haare nicht hinnehmen möchten, sollten Sie auf gut verträgliche Färbemittel achten. Sie können Produkte kaufen, in denen kein Ammoniak enthalten ist.

Allerdings können diese ammoniakfreien Produkte andere schädliche Substanzen enthalten. Die Wirkung dieser Produkte ist zumeist nicht so intensiv wie bei Produkten mit Ammoniak. Eine gute Alternative zu Produkten mit Ammoniak sind Haarfärbemittel auf natürlicher Basis. Allerdings verblasst die Farbe oft schon nach wenigen Wochen.

Ein Inhaltsstoff von Haarfärbemitteln sind häufig Amine. Sie überdecken den intensiven Geruch von Ammoniak, doch können sie nicht nur zu Haarverlust durch Haare färben führen, sondern auch krebserregend sein. Beim Kauf von Haarfärbemittel sollten Sie darauf achten, dass keine Amine enthalten sind.

Möchten Sie Ihr Haar färben, sollten Sie es vor dem Färben nicht waschen. Beim Waschen werden die Poren geöffnet. Die Färbemittel können dann in die Kopfhaut vordringen, sie schädigen und einen Haarausfall durch Haare färben auslösen. Auf der Kopfhaut können sich Rötungen und Bläschen bilden.

Die Kopfhaut kann jucken und sich entzünden. Durch das Waschen der Haare vor dem Färben wird der natürliche Schutzmantel der Kopfhaut geschädigt. Die Farbe wirkt aggressiv.

Alternativen zum Färben der Haare

Um einen Haarausfall, entzündliche Reaktionen auf der Kopfhaut und Veränderungen der Haare zu vermeiden, können Sie zu Alternativen greifen. Haarfärbemittel, die frei von Chemie sind und auf natürlicher Basis hergestellt wurden, haben zwar keine so intensive Wirkung, doch sind sie besser verträglich.

Eine Alternative zu Farbe kann auch eine Tönung sein. Die Wirkung ist nicht von Dauer. Beim Waschen der Haare wird die Tönung wieder ausgewaschen.

Fazit: Haarfärbemittel sind aggressiv und können zu Haarausfall führen

Haarfärbemittel können Ammoniak und andere aggressive Substanzen enthalten. Oxydantien zerstören die natürlichen Pigmente der Haare und lösen chemische Reaktionen aus, damit die Farbe dauerhaft im Haar verbleibt. Die äußere Schicht der Haare wird zerstört, damit die Farbe besser in die Haare eindringen kann.

Nicht nur die Haare, sondern auch die Kopfhaut kann geschädigt werden. Das führt zu Haarausfall durch Haare färben. Um den Haarverlust durch Haare färben zu vermeiden, sollten Sie vor dem Färben das Haar nicht waschen.