Mittel gegen Haarausfall für Männer – auf Nebenwirkungen achten

Mittel gegen Haarausfall für Männer - auf Nebenwirkungen achten

Haarausfall ist für viele Männer ein Problem, da sie sich nicht mehr attraktiv fühlen. Sie müssen noch nicht gleich an eine Haartransplantation denken, denn es gibt verschiedene Mittel gegen Haarausfall für Männer. Diese Mittel wirken zumeist gegen erblich bedingten Haarausfall. Gegen andere Formen von Haarausfall wirken die Mittel gegen Haarverlust für Männerzumeist nicht.

Mittel gegen Haarausfall für Männer – der Klassiker Minoxidil

Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. Etwa 80 Prozent der Männer sind davon betroffen. Dieser Haarausfall macht sich mit einem zurückweichenden Haaransatz, Geheimratsecken und einer Glatze am Oberkopf bemerkbar.

Der erblich bedingte Haarausfall kann mit Minoxidil behandelt werden. Minoxidil ist ein Blutdrucksenker, doch wird dieser Wirkstoff aufgrund der vielfältigen Nebenwirkungen nur noch dann als Blutdrucksenker verwendet, wenn andere Mittel nicht helfen.

Auch als Haarwuchsmittel hat Minoxidil Nebenwirkungen. Es kann zu Juckreiz, Rötungen auf der Kopfhaut, trockener Kopfhaut und zu Schuppenbildung kommen. In den Haarwuchsmitteln für Männer ist Minoxidil in einer Konzentration 2 bis 5 Prozent enthalten.

Die Haarwuchsmittel mit Minoxidil werden zumeist unter dem Namen Regaine angeboten und sind als Schaum sowie als Tinktur erhältlich. Sie werden auf die Kopfhaut aufgetragen. Die Durchblutung der Kopfhaut wird verbessert.

Dihydrotestosteron, das für den erblich bedingten Haarverlust verantwortlich ist, kann sich schlechter an den Haarwurzeln anlagern und sie schädigen. Beenden Sie die Behandlung, setzt sich der Haarverlust wieder fort.

Finasterid gegen Haarverlust bei Männern

Ein weiteres Mittel gegen Haarverlust für Männer ist Propecia, das Sie in Tablettenform einnehmen. Propecia enthält den Wirkstoff Finasterid, das auch zur Behandlung von gutartigen Prostataerkrankungen verwendet wird. Finasterid hemmt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron, einem Abbauprodukt von Testosteron.

Dihydrotestosteron lagert sich an den Haarwurzeln an und schädigt sie. Dihydrotestosteron ist für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich. Daher kann Propecia mit dem Wirkstoff Finasterid nur zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall verwendet werden.

Bei anderen Formen von Haarausfall hilft es nicht. Während Finasterid in Prostata-Medikamenten in einer Konzentration von 5 Prozent vorhanden ist, liegt die Konzentration von Finasterid in Propecia nur bei 1 Prozent. Die Nebenwirkungen von Finasterid, auch in Propecia, sind nicht zu unterschätzen:

  •  sexuelle Unlust bis hin zur Impotenz
  •  Veränderungen der männlichen Brust bis hin zu Brustkrebs beim Mann
  •  Depressionen
  •  Kopfschmerzen
  •  Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden
  •  Gewichtszunahme.

Sind die Haarfollikel noch intakt, kann Finasterid sie wieder zur Bildung neuer Haare anregen. Da Propecia starke Nebenwirkungen hat, sollten Sie genau überlegen, ob Sie es zur Behandlung von Haarverlust verwenden wollen. Auch noch einige Zeit nach dem Absetzen von Propecia können solche Nebenwirkungen auftreten.

Mittel gegen Haarverlust für Männer – wirkungslos bei anderen Formen von Haarausfall

Haarausfall bei Männern kann auch noch in anderen Formen auftreten. Da die Mittel gegen Haarausfall für Männer nur bei erblich bedingtem Haarausfall wirken, zeigen sie keine Wirkung bei kreisrundem, diffusem, vernarbendem oder mechanischem Haarausfall. Die Nebenwirkungen können jedoch trotzdem auftreten.

Diese Formen von Haarausfall können vielfältige Ursachen haben. Kreisrunder Haarausfall, der sich mit kreisrunden, münzgroßen kahlen Stellen zeigt, kann durch Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Stress verursacht werden.

Auch der diffuse Haarausfall, der auf dem gesamten Kopf gleichmäßig auftritt, kann durch Autoimmunerkrankungen, Infektionen, die Einnahme von Medikamenten, ungesunde Ernährung oder Stress verursacht werden.

Die Ursachen von vernarbendem Haarausfall, der mit kahlen Stellen, an denen sich Narben bilden und keine neuen Haare mehr wachsen, auftritt, können Autoimmunerkrankungen oder der Befall mit Pilzen oder Bakterien sein. Beim mechanischen Haarausfall werden die Haare mechanisch zu stark beansprucht.

Alle diese Formen von Haarausfall können behandelt werden, indem die Ursache behandelt oder beseitigt wird. Mittel gegen Haarausfall bei Männern helfen hier nicht.

Vampir-Lifting – ein Mittel gegen Haarausfall für Männer

Vampir-Lifting – das klingt brachial, doch ist es eine sanfte Methode zur Behandlung von Haarausfall. Diese Eigenblutbehandlung, auch als PRP-Behandlung für platelet rich plasma, plättchenreiches Blutplasma bezeichnet, eignet sich bei verschiedenen Arten von Haarausfall bei Männern und Frauen.

Blut wird aus der Vene abgezogen und in einer Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet. Dabei kann es noch mit verschiedenen Enzymen oder anderen Wirkstoffen angereichert werden. Die Blutplättchen sind an der Wundheilung beteilig. Sie regen das Haarwachstum an.

Dieser Eigenblut-Cocktail wird mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gespritzt, um dort zu wirken, wo er gebraucht wird. Die Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen. Die Wirkung kann ungefähr ein Jahr anhalten.

Natürliche Mittel gegen Haarverlust für Männer

Möchten Sie einem Haarausfall entgegenwirken, können Sie verschiedene natürliche und gut verträgliche Mittel verwenden. Bockshornklee können Sie zur Zubereitung von Quark oder Salaten, aber auch für Tee verwenden. Innerlich und äußerlich wirkt Bockshornklee indirekt gegen Haarausfall. Tee können Sie trinken oder als Haarspülung verwenden.

Preiswerter als Mittel gegen Haarausfall für Männer aus der Apotheke sind natürliche Öle, die Sie als Haarkur verwenden und dann gut ausspülen können. Diese Öle, beispielsweise Kokosöl, Olivenöl oder Arganöl, regen die Durchblutung an und verbessern das Haarbild.

Eine wichtige Rolle im Kampf gegen Haarausfall spielt auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Ihre Ernährung sollte reich an Vitaminen des B-Komplexes, Vitamin C, Vitamin E, Eisen und Zink sein, um dem Haarausfall entgegenzuwirken.

Fazit: Mittel gegen Haarverlust für Männer nur bei erblich bedingtem Haarausfall wirksam

Leiden Sie unter einem erblich bedingten Haarausfall, können Sie ihn mit Minoxidil oder Finasterid behandeln. Diese Mittel gegen Haarausfall für Männer werden in Apotheken angeboten. Sie haben Nebenwirkungen, die schwerwiegend sein können.

Aufgrund der Nebenwirkungen sollten Sie gründlich überlegen, ob Sie diese Mittel anwenden möchten. Bei anderen Formen von Haarausfall wirken diese Haarwuchsmittel nicht. Besser verträglich sind natürliche Mittel, die Sie als Spülung verwenden oder als Tee trinken können. Auch die Eigenblutbehandlung ist schonend und wirksam gegen Haarausfall.