Alternativen zu Regaine

Alternativen zu Regaine

Eigentlich brauchen wir Menschen unsere Haare gar nicht mehr – zumindest aus biologischer Sicht. Vorbei sind die Zeiten, als unser „Fell“ uns vor widrigen Witterungen wie großer Kälte schützen musste.

Dennoch gelten auch in unserer heutigen modernen Zeit schöne volle Haare immer noch als Statussymbol. Doch leider ist es nun mal so, dass nicht jeder von uns mit vollem Haupthaar gesegnet ist. Bei vielen verabschieden sich die Haare im Laufe der Jahre immer mehr. Die häufigste Form von Haarverlust ist der erblich bedingte Haarausfall – die androgenetische Alopezie (AGA).

Bei dieser Form von Haarausfall reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf das Hormon DHT, das wiederum aus dem Testosteron gebildet wird.

Viele Menschen, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, rücken diesem erst mal mit Shampoos und Tinkturen zu Leibe.
Das wahrscheinlich bekannteste Haarwuchsmittel in der Bundesrepublik ist Regaine, das vom Unternehmen Johnson&Johnson hergestellt und vertrieben wird. Der Schaum enthält den Wirkstoff Minoxidil, der das Haarwachstum fördern soll. Die haarwuchsfördernde Wirkung dieses Wirkstoffs wurde übrigens nur zufällig entdeckt, denn eigentlich steckt Minoxidil in einem Blutdruckmedikament.

Durch seine speziellen Eigenschaften erhöht der Wirkstoff beispielsweise die Durchblutung der Kopfhaut und regt so das Haarwachstum an – und das nachweislich.

Als Haarwuchsmittel ist Regaine frei verkäuflich in Apotheken und Drogerien erhältlich. Allerdings ist das Mittel nicht gerade günstig, deswegen sind viele Menschen auf der Suche nach einer günstigeren Alternative. Nachstehend möchten wir einige von diesen Alternativen zu Regaine etwas näher beleuchten.

Alternativen zu Regaine – Alpecin Shampoo

Alpecin – dieser Name ist wahrscheinlich genauso bekannt in Sachen Anti-Haarausfall wie Regaine. Das schon seit vielen Jahrzehnten. Statt Minoxidil enthalten die Produkte Coffein, das die Haarwurzeln mit neuer Energie versorgen soll. Damit dieses richtigen wirken kann, rät der Hersteller das Shampoo mindestens zwei Minuten einwirken zu lassen.

Die Erfahrungsberichte sind recht unterschiedlich. Manche sagen, dass die Alpecin Shampoos bei ihnen super gegen den Haarverlust geholfen haben. Andere wiederum berichten, dass sie überhaupt nicht gewirkt haben.

Tatsächlich gibt es aber Studien, die zumindest nahelegen, das am Wirkstoff Coffein gegen erblich bedingten Haarausfall durchaus was dran sein könnte.

Allerdings kommt es auch bei der Coffeinbehandlung darauf an, wie weit der Haarausfall bereits fortgeschritten ist.
Hergestellt wird Alpecin von der Kurt Wolff GmbH&Co.KG.

Alternativen zu Regaine – Provillus

Ein Name, der neuerdings immer wieder als Alternative zu Regaine durchs Netz geistert, ist Provillus.

Dabei handelt es sich um ein Spray, in dem ebenso wie beim „Konkurrenzprodukt“ Minoxidl enthalten ist. Zusätzlich enthält Provillus aber noch andere Wirkstoffe wie Biotin, Vitamin B6 und Zinnkraut Extrakt. Diese Inhaltsstoffe sollen die Wirkung des Sprays noch einmal verstärken. Es gibt zwei unterschiedliche Versionen von Provillus, eine für Frauen und eine für Männer.

Aber: Provillus wurde bisher nur von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und ist daher in Deutschland nicht im Geschäft erhältlich. Selbst im Internet bekommt man das Produkt nur auf bestimmten Seiten. Hersteller von Provillus ist Pacific Naturals

Alternativen zu Regaine – Finasterid

Nachweislich helfen zur Zeit nur zwei Wirkstoffe gegen Haarausfall. Minoxidil, der Wirkstoff, der auch in Regaine steckt und Finasterid – besser bekannt unter dem Handelsnamen Propezia. Die Substanz packt das Problem des erblich bedingten Haarausfalls sozusagen an der Wurzel. Sie greift in den Hormonhaushalt ein.

Bei der androgenetischen Alopecie reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf DHT, das wiederum aus Testosteron gebildet wird. Hier kommt jetzt Finasterid ins Spiel. Dieser Wirkstoff blockiert ein Enzym, das DHT bildet, die sogenannte 5–Alpha–Reduktase.

Finasterid wirkt tatsächlich bei Haarausfall. Leider hat das Medikament aber massive Nebenwirkungen. Da wären unter anderem: Verlust der Libido, Angstzustände, Depressionen, Erektionsstörungen etc.pp. Finasterid darf zudem nicht von Frauen eingenommen werden.

Übrigens: Bei Patienten, bei denen der Haarausfall zu weit fortgeschritten ist, helfen sowohl Minoxidil als auch Finasterid nicht mehr.

Alternativen zu Regaine – die Haartransplantation

Eines haben aber sowohl Minoxidil – wie es in Regaine enthalten ist – als auch Finasterid gemeinsam. Sobald Sie damit aufhören, die Mittel zu verwenden, fallen die Haare wieder aus.

Wenn Sie auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung für Ihren erblich bedingten Haarausfall sind, dann sollten Sie über eine Haartransplantation nachdenken.

Bei einer Eigenhaarverpflanzung werden zunächst Haarfollikel (Grafts) aus dem Spender- beziehungsweise Donorbereich entnommen. Dieser liegt im sogenannten Haarkranzbereich. In den Follikeln sitzen die Haarwurzeln. Je nach Haarqualität etwa ein bis zwei.

Das Besondere an diesen Haarfollikeln: Diese sind relativ unempfindlich gegen DHT. Im zweiten Behandlungsschritt werden die Follikel in den Empfängerbereich wieder eingesetzt. Nach etwa 12 bis 14 Monaten können Sie sich wieder über eine schöne volle Haarpracht freuen.

Zugegeben – eine Haartransplantation ist natürlich auf den ersten Blick kostspieliger als beispielsweise eine Packung Finasterid oder eine Fläschchen Regaine. Egal, ob Sie den Eingriff in Deutschland oder in der Türkei vornehmen lassen. Dafür ist eine Eigenhaarverpflanzung aber dauerhaft, nachhaltig und vor allem ohne Nebenwirkungen. Einmal verpflanzt wachsen die Haare ein Leben lang, und Sie müssen nicht ständig die Mittel und Tinkturen nachkaufen.

Somit rechnet sich die auf den ersten Blick teurere Haarverpflanzung durchaus. Eine Haartransplantation kann übrigens auch bei Betroffenen vorgenommen werden, bei denen der Haarverlust schon relativ weit fortgeschritten ist. Dank moderner Techniken lassen sich auch relativ große Mengen an Grafts verpflanzen – und das in einer Sitzung.

Alternativen zu Regaine – Unser Fazit

Natürlich finden sich auf dem Markt einige kostengünstigere Alternativen zu Regaine. Doch eines haben diese Mittel alle gemeinsam. Sobald sie abgesetzt werden, beginnen die Haare wieder an auszufallen. Das einzige, was wirklich nachhaltig und dauerhaft gegen androgenetische Alopezie hilft, ist eine Haartransplantation – und das völlig nebenwirkungsfrei. Ein Eingriff dieser Art muss heutzutage auch kein mittleres Vermögen mehr kosten. In der Türkei sind Eigenhaarverpflanzungen schon zu einem relativ günstigen Preis zu haben.


 
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