Erste Schritte bei Haarausfall – was Sie tun können

Erste Schritte bei Haarausfall

Für viele Menschen stellt Haarausfall ein kosmetisches Problem dar und kratzt am Selbstbewusstsein. Hinter einem Haarausfall kann eine Krankheit stecken. Erste Schritte bei Haarausfall sind daher der Besuch eines Arztes, verschiedene Untersuchungen und die Behandlung der Ursache. Der Haarausfall selbst kann mit einer Haarverpflanzung behandelt werden.

Erste Schritte bei Haarausfall – wie Sie einen Haarverlust erkennen

Bevor Sie erste Schritte bei Haarverlust einleiten, sollten Sie selbst feststellen, ob Sie unter Haarausfall leiden. Ein erblich bedingter Haarausfall ist an seinem äußeren Erscheinungsbild schnell zu erkennen. Bei Männern kommt es zu Geheimratsecken, einer Glatze am Oberkopf und einer Stirnglatze, während bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel ausfallen.

Auch bei gesunden Menschen fallen täglich Haare aus. Fallen über einen längeren Zeitraum täglich mindestens 100 Haare aus, liegt ein Haarausfall vor. Mit einer Sammelprobe prüfen Sie, ob Sie unter Haarverlust leiden. Dafür sollten Sie mindestens eine Woche lang täglich die Haare von Bettwäsche, Kleidung, Kamm, Bürste und Duschabfluss sammeln und zählen.

Mit einer Zupfprobe können Sie ebenfalls feststellen, ob Sie unter Haarausfall leiden. Mit Daumen und Zeigefinger fassen Sie eine Strähne mit etwa 100 Haaren und ziehen daran. Fallen dabei viele Haare ohne Schmerzen aus, leiden Sie unter Haarausfall. Nun gilt es, die Ursache herauszufinden und zu behandeln. Sie sollten einen Hautarzt konsultieren.

Der Arzt macht sich ein Bild von Ihrer Kopfhaut und Ihren Haaren. Um die Ursache herauszufinden, nimmt er eine Blutuntersuchung vor. Er kann auch einige Haare auszupfen und untersuchen. Der Arzt befragt Sie zu

  • familiärer Häufung von Haarausfall
  • bekannten Erkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Allergien und Unverträglichkeiten
  • Lebensgewohnheiten.

Er kann die Ursache und die Art des Haarausfalls feststellen.

Erste Schritte bei Haarverlust abhängig von Art und Ursache

Bei einem erblich bedingten Haarausfall liegt eine familiäre Häufung von Haarverlust vor. Dieser Haarausfall wird durch Dihydrotestosteron verursacht, das beim Abbau von Testosteron entsteht und sich an den Haarwurzeln anlagert. Haarausfall kann jedoch auch in anderen Formen auftreten.

Ein diffuser Haarausfall macht sich gleichmäßig auf dem gesamten Kopf bemerkbar. Die Haare werden immer dünner, die Kopfhaut wird sichtbar. Die Ursachen können eine Autoimmunerkrankung, eine Infektionskrankheit, Stress, Depressionen oder die Einnahme von Medikamenten sein.

Ein kreisrunder Haarausfall zeigt sich mit kleinen, kreisrunden Arealen an unterschiedlichen Stellen auf dem Kopf, an denen keine Haare mehr wachsen. Die Ursachen können Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten oder gravierende Ereignisse sein, die sich psychisch auswirken.

Ein vernarbender Haarausfall zeigt sich mit kahlen Stellen an unterschiedlichen Bereichen des Kopfes, an denen sich Narben bilden. Die Ursachen können vielfältig sein, beispielsweise eine Autoimmunerkrankung, eine Infektionskrankheit, eine Hautkrankheit wie Schuppenflechte oder Pilzbefall der Kopfhaut.

Erste Schritte bei Haarausfall, wenn es sich um einen mechanischen Haarausfall handelt, gehen Sie, indem Sie die mechanische Beanspruchung Ihrer Haare beseitigen. Ein solcher Haarausfall kann schnell wieder rückgängig gemacht werden, wenn die mechanische Belastung nicht mehr vorhanden ist.

Der mechanisch bedingte Haarausfall kann durch Reibung, beispielsweise durch eine Mütze oder einen Helm, oder als Traktionsalopezie durch Ziehen an den Haaren beim Frisieren auftreten. Eine Traktionsalopezie entsteht beispielsweise durch häufiges Glätten der Haare, Aufwickeln der Haare auf Lockenwickler oder beim häufigen Tragen von Dutt- oder Pferdeschwanzfrisuren.

Die Behandlung des Haarausfalls

Haben Sie erste Schritte bei Haarverlust eingeleitet und einen Arzt aufgesucht, wird der Arzt gemeinsam mit Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Ist eine Infektionskrankheit die Ursache für den Haarverlust, ist sie meistens schon abgeklungen, wenn der Haarausfall eingetreten ist.

Eine Behandlung muss nicht mehr erfolgen, da die Haare nach einiger Zeit wieder nachwachsen. Eine Autoimmunerkrankung als Ursache kann nicht geheilt werden, doch kann sie behandelt werden, sodass sie kaum Beschwerden bereitet. Solche Autoimmunerkrankungen können beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen wie Morbus Basedow oder das Hashimoto-Syndrom, Rheuma oder Diabetes mellitus sein. Die Behandlung erfolgt medikamentös.

Ist eine Pilzinfektion die Ursache des Haarausfalls, erfolgt zunächst die Behandlung mit einem Breitband-Antimykotikum. Wurde durch eine Pilzkultur der Erreger ermittelt, kann er gezielt bekämpft werden. Wird der Haarausfall durch Medikamente verursacht, kann der Arzt prüfen, ob alternative Medikamente geeignet sind, die nicht zu Haarausfall führen.

Medikamentöse Behandlung des Haarausfalls

Ein diffuser, kreisrunder oder vernarbender Haarausfall wird nicht mit Haarwuchsmitteln behandelt, da immer die Ursache behandelt werden muss. Erste Schritte bei Haarausfall, wenn es sich um einen erblich bedingten Haarausfall handelt, können Haarwuchsmittel sein.

Minoxidil kann bei Männern und Frauen angewendet werden. Es wird als Schaum oder Tinktur auf die Kopfhaut aufgetragen. Finasterid kann nur bei Männern angewendet werden. In einer stärkeren Konzentration wird es auch zur Behandlung von Prostatavergrößerungen verwendet. Finasterid unterdrückt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron. Es hat jedoch starke Nebenwirkungen.

Der erblich bedingte Haarausfall kann auch durch eine ungesunde Lebensweise begünstigt werden. Daher ist es wichtig, auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Möchten Sie auf Haarwuchsmittel verzichten, kommen auch alternative Behandlungsmöglichkeiten in Frage, beispielsweise die Mesohairtherapie mit einem Wirkstoffcocktail, der in die Kopfhaut gespritzt wird, die PRP-Behandlung mit Eigenblut, die Sauerstoffbehandlung oder die Laserbehandlung.

Haartransplantation als letzte Möglichkeit

Haben Sie erste Schritte bei Haarverlust eingeleitet und keinen Erfolg gehabt, kann eine Haartransplantation die letzte Möglichkeit sein. Bei einem weit fortgeschrittenen erblich bedingten Haarausfall können Glatze, Stirnglatze oder Geheimratsecken nur durch die Haarverpflanzung aufgefüllt werden.

Bei einem diffusen Haarausfall wachsen die Haare zumeist wieder nach, wenn die Ursache behandelt wurde. Die Haare können in einigen Fällen auch bei einem kreisrunden Haarausfall wieder nachwachsen. Bleiben die Stellen kahl, hilft auch hier eine Haartransplantation. Liegt ein vernarbender Haarausfall vor, wachsen an den kahlen Stellen keine Haare mehr. Nur mit einer Haarverpflanzung können sie aufgefüllt werden.

Zumeist wird für die Haarverpflanzung die FUE-Methode angewendet, die schonend ist und mit guten Ergebnissen überzeugt. Die Haare werden mit einer Hohlnadel vom Hinterkopf entnommen und in die kahlen Stellen eingepflanzt.

Fazit: Erste Schritte bei Haarausfall beginnen mit dem Gang zum Arzt

Haarausfall kann viele Ursachen haben und tritt in unterschiedlichen Formen auf. Mit der Sammelprobe, bei der Sie die ausgefallenen Haare sammeln und zählen, stellen Sie fest, ob Sie unter Haarausfall leiden. Um die Ursache herauszufinden und den Haarausfall zu behandeln, sind ein Gang zum Arzt und entsprechende Untersuchungen erste Schritte bei Haarausfall.

Um einen Haarverlust erfolgreich zu behandeln, muss die Ursache behandelt werden. Solche Ursachen können Infektionskrankheiten, Autoimmunkrankheiten, Depressionen, Stress oder die Einnahme von Medikamenten sein. Die häufigste Form von Haarausfall, der erblich bedingte Haarausfall, kann mit Haarwuchsmitteln und mit alternativen Methoden behandelt werden. Wachsen keine Haare mehr nach, kann Ihnen eine Eigenhaarverpflanzung wieder zu schönem Haar und zu mehr Lebensqualität verhelfen.