Fettiges Haar und Haarausfall

Fettiges Haar und Haarausfall

Fettiges Haar sieht nicht nur unschön aus – es kann auch zu einer dünnen, brüchigen Haarstruktur führen. Doch damit Sie dieses Problem in den Griff kriegen, müssen Sie zuerst die Ursache herausfinden. Begeben Sie sich dafür zu einem Facharzt. Er wird einen Blick auf Ihre Kopfhaut und die Haare werfen. Mitunter entnimmt er auch eine Biopsie, um Ihr Leiden zu diagnostizieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Ihre Haarpracht fettig wird und ob das kosmetische Problem Haarverlust verursachen kann.

Beeinflusst fettiges Haar den Haarausfall?

Leiden Sie bereits an dünnem Haar, kann eine schnell fettende Kopfhaut das Problem verschlimmern. Denn fällt die Talgproduktion sehr hoch aus, verliert das Haupthaar zusätzlich an Volumen. Da es sich um eine Störung der Kopfhaut handelt, kann sie mitunter das Wachstum der jungen Haars beeinträchtigen. Es fällt dadurch frühzeitig aus.

Wird der Haarausfall durch eine erhöhte Talgproduktion verursacht, äußert er sich durch eine gleichmäßige Ausdünnung der Haarpracht. Anders als bei kreisrundem oder erblich bedingtem Haarverlust, beschränkt er sich nicht auf den Stirnbereich oder den Oberkopf. Welche Art von Haarausfall bei Ihnen vorliegt, kann jedoch nur der Arzt bestimmen.

Wie entsteht fettiges Haar?

Die Ursache für fettiges Haar liegt stets bei der Kopfhaut. Konkret sind die Talgdrüsen verantwortlich. Sie liegt bei den Wurzeln der Haarfollikel und produziert dort Talg. Für die Gesundheit und Schönheit des Haupthaars ist jene Substanz essenziell. Denn sie umgibt Ihre Harre und schützt sie vor Umwelteinflüssen. Außerdem verleiht sie ihnen einen gesunden Glanz. Anders verhält es sich, wenn die Talgproduktion auf ein ungesundes Maß ansteigt. Dann sind die Haarwurzeln nämlich von einer zu großen Menge an Fett umgeben. In weiterer Folge breitet sich die Substanz auf das übrige Haar aus.

Ist es möglich, fettigem Haar vorzubeugen?

Da fettiges Haar und der Haarausfall von mehreren Faktoren ausgelöst werden, ist es nicht immer leicht, dem Leiden vorzubeugen. Trotzdem können Sie das Risiko minimieren. Ernähren Sie sich gesund und fettarm. Verzichten Sie – soweit möglich – außerdem auf das Tragen von Hauben und Kappen. Denn verstecken Sie Ihr Haupthaar darunter, ist es schlecht belüftet. Der Kopf verstärkt dadurch die Talgproduktion, um es vor einer Austrocknung zu schützen. Außerdem sollten Sie nicht zu oft zum Föhn greifen.

Denn auch die heiße Luft strapaziert die Kopfhaut und sorgt dafür, dass das Haar schneller fettet. Denn durch die Hitze verdünstet der bereits gebildete Talgfilm. Dadurch bilden die Talgdrüsen erneut viel Fett. Können Sie auf den Föhn nicht verzichten, wenden Sie ihn auf niedriger oder kühler Stufe an. Manchmal ist jedoch auch die Lebenssituation dafür verantwortlich, dass die Haare schnell fett werden.

Sind Sie beispielsweise erhöhtem Stress ausgesetzt, kommt es im Körper zu einem Anstieg an Kortison und Adrenalin. Dies regt die Produktion der Talgdrüsen an. In dieser Zeit müssen die Haarpflege samt der Häufigkeit des Haare Waschens zumeist verstärkt werden. Sobald sich Körper und Psyche wieder entspannen, wird sich auch der Zustand der Kopfhaut wieder normalisieren.

Gibt es eine schnelle Hilfe?

Ein Wundermittel gegen fettige Haare und den damit verbundenen Haarausfall gibt es nicht. Es lohnt sich auch nicht, das Haupthaar seltener zu waschen. Denn die Talgproduktion dämmen Sie dadurch nicht ein. Sie können anstatt dessen versuchen, Ihren Kopf täglich mit einem sehr milden Shampoo zu reinigen. Es sollte sich hierbei um ein Mittel ohne künstliche Farbstoffe und Parabene handeln. Auf diese Weise stärkt es Ihre Haarpracht und pflegt die Kopfhaut. Allerdings stellt dies keinen Ersatz für den Arztbesuch dar. Sie können Ihr Leiden durch den Wechsel des Shampoos zwar lindern, aber nicht die Ursache beseitigen.

So lässt sich fettiges Haar behandeln

Um fettiges Haar effektiv zu behandeln, gilt es, die Ursache zu finden. Denn, wie bereits erwähnt, kommen viele Auslöser für die vermehrte Talgproduktion in Frage. So sind unter anderem hormonelle oder erbbedingte Faktoren für das Leiden verantwortlich. Allerdings können auch die Art der Ernährung, Haarprodukte oder Umweltfaktoren Einfluss auf die Haarstruktur nehmen. So führt unter anderem eine gleich bleibende Belastung wie eine konstant hohe Temperatur zu fettigem Haar.

Wie Sie sehen, sind die Ursachen vielfältig. Damit Sie sich für die richtige Art der Behandlung entscheiden, müssen Sie die Gründe für die vermehrte Talgproduktion herausfinden. Denn eine falsche Therapie führt zum gegenteiligen Effekt und hat mitunter verheerende Folgen. Das Haupthaar fettet noch schneller, wodurch die Kopfhaut angegriffen wird. In weiterer Folge verkürzen sich die Wachstumsphasen, wodurch fettiges Haar zu Haarverlust führt.

Darum ist es wichtig, fettiges Haar richtig zu behandeln

Fettiges Haar ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Problem, das die Kopfhaut betrifft. Unbehandelt kann es Einfluss auf die Haarwurzel nehmen und die Wachstumsphase der Haare verkürzen. Die jungen Haupthaare fallen folglich vorzeitig aus, sodass sich im schlimmsten Fall kahle und lichte Stellen bilden.

Wichtig ist, dass Sie zu einem geeigneten, hochwertigen Pflegeprodukt greifen. Heute haben Sie diesbezüglich eine große Auswahl. Auch komplette Produktpaletten, die aus Shampoo, Spülung und einer Haarkur bestehen, werden angeboten. Die Entscheidung für einen bestimmten Artikel kann dabei natürlich schwer fallen. Treffen Sie die Wahl daher nicht alleine. Lassen Sie sich im Vorfeld unbedingt von einer Fachkraft beraten.

Wenden Sie sich an einen Arzt

Machen Ihnen fettiges Haar und Haarverlust zu schaffen, sollten Sie den Arztbesuch nicht auf die lange Bank schieben. Mitunter ist eine Hautkrankheit für das Leiden verantwortlich. Es ist sehr wichtig, dass Sie sich zeitnah an einen Spezialisten wenden. Denn einige Krankheiten, die auch fettiges Haar verursachen, führen unbehandelt zu Haarverlust.

Liegt bei Ihnen nicht nur fettiges Haar, sondern auch Haarausfall vor, dann vereinbaren Sie am besten noch heute einen Termin. Denn im Anfangsstadium ist das Leiden, wenn fettiges Haar den Haarverlust verursacht, reversibel.

Fazit – wie lässt sich fettiges Haar behandeln?

Fettiges Haar, das über lange Zeit besteht, kann das Haupthaar spröde und brüchig machen. Im schlimmsten Fall begünstigt es den Haarverlust. Wirkt das Haar auf Ihrer Kopfhaut platt und glänzt, sollten Sie das Leiden zeitnah behandeln. Je früher Sie handeln, desto größer sind die Erfolgschancen. Begeben Sie sich für die Therapie an einen Spezialisten.

Er ist dazu imstande, die Ursache für Ihr Leiden zu erkennen und sie effektiv zu beseitigen. Keinesfalls zögern dürfen Sie, wenn fettiges Haar und Haarausfall gleichzeitig vorliegen. Denn viele Arten des Haarverlusts lassen sich nur dann rückgängig machen, wenn Sie sich rechtzeitig in Behandlung begeben.