Haarausfall durch Kappe – die mechanische Alopezie

Haarausfall durch Kappe

Tragen Sie gerne eine Mütze, ein Basecap oder eine andere Kappe, müssen Sie nicht unbedingt Haarausfall befürchten. Der Haarausfall durch eine Kappe wird nur dann verursacht, wenn die Kappe nicht richtig passt und es zu Reibung kommt. Beim Haarverlust durch die Kappe handelt es sich um einen mechanischen Haarausfall. Mit einem passenden, locker sitzenden Basecap oder einer Mütze können Sie sich vor Haarausfall durch die Kappe schützen. Sie müssen also nicht auf Ihr liebgewonnenes modisches Accessoire verzichten, sondern nur nach der richtigen Größe und weichen Abschlusskanten suchen.

Sitzt das Basecap schlecht, ist es zu eng und reibt am unteren Abschluss, wird Ihr Haar nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen. Das äußert sich zuerst in abgebrochenen Längen, ehe es bei ausbleibender Prüfung der Ursachen zum wirklichen Haarschwund kommt. Beim Kauf einer Kappe oder einer Mütze empfiehlt es sich, verschiedene Größen zu probieren und letztendlich das Modell zu wählen, das wie angegossen – aber locker und ohne Druck auf Ihrem Kopf sitzt. Wenn Sie die Auswahl mit diesem Fokus treffen, müssen Sie keine Haarschäden oder kahlen Stellen durch Ihre Vorliebe zur Mütze befürchten.

Haarausfall durch Kappe und die Irrtümer

Weit verbreitet ist der Mythos, dass ständiges Tragen von Mütze, Kappe oder Basecap einen Haarausfall verursacht. Häufig ist die Rede davon, dass die Kopfhaut beim Tragen einer Mütze nicht genügend mit Sauerstoff versorgt wird und dass die Haare darunter ersticken. Das ist ein Irrtum, der dadurch geschürt wird, dass viele Männer mit Glatze eine Kappe tragen, um die Glatze zu kaschieren.

Das Tragen einer Mütze kann sogar positiv auf die Haare wirken, vorausgesetzt, sie passt richtig. In den Sommermonaten kann die Kappe vor intensiver Sonneneinstrahlung, vor Sonnenbrand und damit vor Haarausfall schützen. Auch nach einer Eigenhaarverpflanzung wird das Tragen von Kopfbedeckungen empfohlen, um Sonnenbrand zu vermeiden.

In den ersten zwei Wochen, wenn die Krusten noch nicht abgeheilt sind, sollte ein Fischerhut getragen werden. Danach eignet sich ein gut sitzendes Basecap.

Haarverlust durch Kappe – wenn die Kappe schlecht sitzt

Passt die Kappe schlecht, kann es zu Haarausfall kommen. An den Rändern der Kappe können Druckstellen der Kopfhaut auftreten, die zu Haarausfall führen. Die Kopfhaut wird dort, wo die Kappe sitzt, nicht ausreichend durchblutet, was zu einer mangelnden Nährstoffversorgung der Haarfollikel führt.

Die Haare fallen aus. Tragen Sie ständig eine schlecht sitzende Kappe, sterben die Haarfollikel ab. Die Haare wachsen nicht mehr nach. Es kann auch beim Aufsetzen und Abnehmen der Kappe zu Haarausfall kommen, da die Haare ausgerissen werden.

Der mechanische Haarausfall – hier besteht Handlungsbedarf

Tragen Sie eine schlecht sitzende Kappe und stellen Sie beim Abnehmen der Kappe fest, dass Ihnen Haare ausfallen, können Sie ganz leicht feststellen, ob es sich um Haarausfall handelt:

  • Sind bereits kahle Stellen auf der Kopfhaut vorhanden, liegt ein Haarausfall vor.
  • Um einen Haarausfall handelt es sich, wenn Ihnen täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Sie sollten die Haare in Bürste, Kamm, Abfluss, auf dem Kopfkissen und auf der Kleidung täglich über mindestens eine Woche sammeln und zählen.
  • Mit einer Zupfprobe, bei der Sie eine Strähne mit etwa 60 Haaren zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen und daran ziehen, stellen Sie fest, ob Sie unter Haarausfall leiden, wenn viele Haare ohne Schmerzen ausfallen.

Sitzt die Kappe schlecht, werden die Haarfollikel immer schwächer. Schließlich sterben sie irgendwann ab.

Der Haarausfall durch eine Kappe, die schlecht sitzt, kann zunächst nur ein vorübergehender Zustand sein. Sie sollten jedoch schnell handeln. Verzichten Sie auf die schlecht sitzende Kappe und besorgen Sie sich stattdessen eine Kappe, die gut passt, können Sie den Haarverlust durch die Kappe stoppen.

Die Haarfollikel an den kahlen Bereichen können wieder neue Haare bilden, wenn sie noch nicht abgestorben sind. Sie befinden sich in der Ruhephase. Die Haare können dort nach etwa drei Monaten wieder nachwachsen.

Wie Sie das Haarwachstum anregen können

Bemerken Sie einen Haarausfall, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er kann die tatsächliche Ursache für den Haarausfall feststellen, indem er eine Blutuntersuchung vornimmt und Kopfhaut sowie Haare untersucht. Weiterhin befragt er Sie zu Ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zu bestehenden Erkrankungen, zu kürzlich erlittenen Erkrankungen und zur Einnahme von Medikamenten. Kann er andere Ursachen ausschließen, ist ein Haarausfall durch die Kappe eindeutig.

Sie können das Haarwachstum fördern, wenn die Haarfollikel noch nicht abgestorben sind. Das ist mit verschiedenen Maßnahmen möglich. Sie sollten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, die reich an Vitaminen, Zink, Eisen und essentiellen Aminosäuren ist. Sie können auch Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die auf Haare und Kopfhaut abgestimmt sind und Wirkstoffkombinationen enthalten.

Auch das Haarwuchsmittel Minoxidil, das zur äußeren Anwendung als Lösung oder Schaum mit einer Wirkstoffkonzentration von 2 Prozent und von 5 Prozent verfügbar ist, kann das Wachstum der Haare fördern. Minoxidil wurde ursprünglich als Blutdrucksenker verwendet und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Frauen, die schwanger sind oder stillen, dürfen Minoxidil nicht anwenden.

Haarwachstum nach Haarverlust durch Kappe mit alternativen Methoden fördern

Sind die Haarfollikel in den kahlen Bereichen noch nicht abgestorben, kann das Haarwachstum mit alternativen Methoden angeregt werden. Diese alternativen Methoden sind gut verträglich und so gut wie frei von Nebenwirkungen:

  • Sauerstofftherapie, bei der unter Hochdruck Sauerstoff in die Kopfhaut gebracht wird
    Microneedling, bei dem ein Dermaroller mit feinen Nadeln über die Kopfhaut gerollt wird, um winzige Verletzungen zu erzeugen, die das Haarwachstum anregen
    Softlaser-Therapie, bei der Ihre Kopfhaut mit einem Laser mit einem geringen Energieniveau behandelt wird, um die Haarfollikel zur Bildung neuer Haare zu stimulieren
  • Mesohair-Therapie mit einem Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Nährstoffen, der auf Ihre Kopfhaut abgestimmt ist und in die Kopfhaut gespritzt wird
  • PRP-Behandlung mit Ihrem zuvor abgenommenen Blut, das in einer Zentrifuge aufbereitet wird, reich an Blutplättchen ist und in die Kopfhaut gespritzt wird.

Diese alternativen Methoden wirken nur, wenn die Haarfollikel noch intakt sind. Sie müssen in mehreren Sitzungen erfolgen. Es ist sinnvoll, die Behandlung nach einiger Zeit aufzufrischen.

Fazit: Haarverlust durch Kappe ist oft nur vorübergehend

Das Tragen einer Kappe muss nicht zu Haarausfall führen, wenn die Kappe gut sitzt. Es ist ein Irrtum, dass die Haare ausfallen, da die Sauerstoffversorgung der Kopfhaut nicht gewährleistet ist. Ein Haarausfall durch eine Kappe tritt jedoch als mechanische Alopezie auf, wenn die Kappe schlecht sitzt und auf der Kopfhaut scheuert. Lassen Sie die Kappe weg, können Sie den Haarausfall durch die Kappe stoppen. Sind die Haarfollikel noch intakt, bilden sie wieder neue Haare aus.

Für einen kurzen Zeitraum sollten Sie Ihrem Haar die Möglichkeit der Regeneration geben. Ist es zu Haarausfall durch die Kappe gekommen, lassen Sie diese für ein paar Wochen weg und achten darauf, dass das geschädigte Haar keinen mechanischen Reizen ausgesetzt ist. Nutzen Sie die Zeit, um sich nach einer Kopfbedeckung in der passenden Größe umzusehen und Haarschwund durch mechanische Einflüsse zukünftig zu vermeiden. Bei den meisten mechanischen Alopezien, so auch beim Haarschwund in Folge einer Mütze oder eines Basecaps, wird das Haar nur in seinen Längen und nicht in der Wurzel geschädigt. Das heißt für Sie, dass Sie sich keine Gedanken um die Kahlköpfigkeit machen oder perspektivisch dauerhaft auf die Kopfbedeckung verzichten müssen. Passt die Kappe, wächst Ihr Haar.