Haarausfall durch Haarspray

Haarausfall durch Haarspray

Wollen die Haare nicht liegen, greifen viele Menschen zu Haarspray. Auch Männer benutzen mitunter Haarspray, damit die Frisur besseren Halt bekommt. Allerdings kann dieses Stylingprodukt auch zum Problem werden. Damit die Frisur sitzt, werden häufig größere Mengen in die Haare gesprüht.

Diese Prozedur wird mitunter täglich wiederholt. Das bedeutet Stress für die Haare. Kann es eigentlich zu Haarausfall durch Haarspray kommen? Die Kopfhaut kann jucken, wenn das Spray häufig benutzt wird. Die Haare kleben förmlich zusammen, wenn viel Spray verwendet wird.

Auch teure Produkte machen häufig keine Ausnahme. Oft enthalten solche Stylingprodukte viel Chemie. Auf Dauer werden Kopfhaut und Haare belastet.

Kann Haarausfall durch Haarspray entstehen?

Haarspray kann in der Tat einen Haarausfall verursachen, wenn

  • es sich um ein billiges Produkt mit Schadstoffen handelt
  • das Produkt verschiedene aggressive Stoffe enthält
  • es täglich in großer Menge benutzt wird
  • Ihre Kopfhaut entzündet oder gereizt ist
  • es nicht richtig ausgewaschen wird
  • beim Auskämmen zu stark an den Haaren gezogen wird.

Gleich mehrere Formen von Haarausfall können auftreten. Leiden Sie an einem erblich bedingten Haarausfall, können die Symptome Glatze am Oberkopf, Stirnglatze und Geheimratsecken nicht verschlimmert werden.

Es kann jedoch zu einem diffusen Haarausfall kommen, der auf dem gesamten Kopf gleichmäßig auftritt. Auch ein mechanischer Haarverlust ist möglich. Er tritt dort auf, wo die Haare am stärksten beansprucht werden.

Kann Haarspray Kopfhautprobleme verschlimmern?

Ist Ihre Kopfhaut bereits entzündet, gerötet, gereizt oder von Juckreiz geplagt, können diese Probleme noch schlimmer werden. Auch wenn Sie ein teures Produkt verwenden, das eine gute Verträglichkeit verspricht, sind Sie vor solchen Problemen nicht sicher.

Verwenden Sie Haarspray täglich, kann die Kopfhaut durch die verschiedenen Substanzen noch weiter gereizt werden. Sie sollten Haarspray auf keinen Fall benutzen, wenn Ihre Kopfhaut häufig juckt oder wenn Sie zu Entzündungen auf der Kopfhaut neigen.

Verschärfen sich die Probleme, kann tatsächlich ein Haarausfall durch Haarspray auftreten. Verstärkt sich der Juckreiz, neigen Sie zum Kratzen. Die Haare können dadurch ausgerissen werden. Zusätzlich können Infektionen entstehen, die schlimmstenfalls zu einem vernarbenden Haarausfall führen. An den kahlen Stellen bilden sich Narben, an denen keine Haare mehr wachsen.

Haarspray enthält gleich mehrere Stoffe, die der Kopfhaut schaden und einen Haarverlust begünstigen können:

  • Aerosole als Treibmittel
  • Glycerin oder Seidenproteine für einen angenehmen Griff der Haare
  • Spezialpolymere für mehr Halt
  • Silikone für einen stärkeren Glanz
  • Duftstoffe.

Diese Inhaltsstoffe müssen nicht in jedem Haarspray enthalten sein. In der Regel enthält ein Haarspray jedoch gleich mehrere schädliche Stoffe. Gerade dann, wenn es sich bei den Lösungs- und Treibmitteln um Dimethylether oder Butan handelt, können Reizungen auf der Kopfhaut auftreten.

Wie kann es zu einem diffusen Haarausfall kommen?

Benutzen Sie häufig Haarspray und waschen Sie es nicht nach jeder Anwendung aus, legt sich das Haarspray wie ein Film auf die Kopfhaut. Die Poren können verstopfen. Die Kopfhaut kann nur noch schwer atmen. Sie wird nicht mehr gut durchblutet.

Die Haarfollikel werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. In der Folge fallen die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus. Bemerken Sie einen verstärkten Haarausfall durch Haarspray, wird es Zeit, das Produkt abzusetzen. Ihre Haare wachsen wieder, wenn sich die Haarfollikel wieder regeneriert haben.

Wie kommt es zu einem mechanischen Haarausfall?

Ein mechanischer Haarausfall durch Haarspray tritt nicht sofort ein. Verwenden Sie häufig Haarspray, können Ihre Haare verkleben. Sie lassen sich nur schwer kämmen. Haarspray kann aufgrund der enthaltenen Silikone die Haare stark belasten.

Das ist auch bei Haaransatzspray der Fall, das festigende Zusätze enthält. Die Haare können durch die häufige Anwendung von Haarspray brechen. Im Ansatzbereich sind die Haare am stärksten bruchgefährdet. Brechen die Haare ab, sieht das wie ein Haarausfall aus. Die Haarfollikel können jedoch noch intakt sein.

Ziehen Sie beim Kämmen stark an den Haaren, da das Haarspray Ihre Haare verklebt, kann es passieren, dass Sie die Haare ausreißen. Auf Dauer können die Haarfollikel geschädigt werden. Sie bringen schwächere Haare hervor. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich.

Die Haare fallen frühzeitig aus. Der mechanische Haarausfall tritt dort auf, wo die Haare am meisten beansprucht werden. Verzichten Sie auf Haarspray, können sich die Haarfollikel wieder erholen und neue Haare hervorbringen. Wenden Sie Haarspray weiterhin an, können die Haarfollikel absterben. Die Haare sind dann endgültig verloren.

Was tun, wenn Haarspray den Haaren schadet?

Möchten Sie einen Haarausfall durch Haarspray vermeiden, sollten Sie Haarspray nur hin und wieder anwenden. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass es möglichst keine Silikone oder Parabene und kein Butan oder Dimethylether als Lösungs- oder Treibmittel enthält.

Sie sollten möglichst wenig Haarspray verwenden. Am Abend sollten Sie das Haarspray mit einem milden Shampoo auswaschen, damit Haare und Kopfhaut nicht belastet werden.

Damit Ihre Haare einen stärkeren Halt bekommen und gesünder wirken, können Sie es mit einer Haarkur oder Haarmaske versuchen. Eine Haarmaske versorgt die Haare und die Kopfhaut mit Vitaminen und Mineralstoffen. Sie kräftigt die Haare. Auf Haarspray können Sie dann häufig verzichten.

Fazit: Haarspray kann die Haare schädigen

Haarspray enthält verschiedene schädliche Stoffe wie Silikon, Treib- und Lösungsmittel oder Spezialpolymere. Die Haare können dadurch stark belastet werden und brechen. Ein Haarausfall durch Haarspray kann eintreten, wenn die Haarfollikel zu stark beansprucht werden, da Sie beim Auskämmen stark an den Haaren ziehen.

Reagiert Ihre Kopfhaut empfindlich auf die Inhaltsstoffe, kann es zu Hautreizungen kommen. Bei häufiger Anwendung von Haarspray können die Poren verstopfen. Ein diffuser Haarausfall kann die Folge sein. Sie sollten kein Haarspray anwenden, wenn Sie unter gereizter Kopfhaut leiden. Können Sie auf Haarspray nicht verzichten, sollten Sie es nicht täglich anwenden. Am Abend sollten Sie es auswaschen.