Haarausfall rückgängig machen – bei bestimmten Voraussetzungen möglich

Haarausfall rückgängig machen

Haarausfall belastet viele Männer und Frauen. Allerdings müssen Sie die Hoffnung auf volles Haar nicht immer aufgeben. Sind die Haarwurzeln noch nicht abgestorben, können Sie den Haarausfall rückgängig machen. Die Haarwurzeln können zur Bildung neuer Haare angeregt werden. Möchten Sie den Haarverlust rückgängig machen, muss zuerst die Ursache für den Haarausfall ermittelt werden.

Haarausfall rückgängig machen unter den richtigen Voraussetzungen

Haarausfall tritt in verschiedenen Formen auf und kann verschiedene Ursachen haben. Zunächst gilt es, zu klären, wann ein Haarausfall vorliegt. Fallen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare aus, handelt es sich um einen Haarausfall. Um festzustellen, ob Sie unter Haarausfall leiden, sollten Sie über einen Zeitraum von mindestens einer Woche täglich Ihre Haare aus Bürste, Kamm, Kleidung, Abfluss und vom Kopfkissen sammeln und zählen.

Stellen Sie kahle Stellen auf der Kopfhaut fest, ist es eindeutig, dass ein Haarausfall vorliegt. Auch mit der Zupfprobe, bei der Sie zwischen Daumen und Zeigefinger etwa 60 Haare fassen und daran ziehen, können Sie feststellen, ob Sie unter Haarverlust leiden. Das ist der Fall, wenn viele Haare ohne Schmerzen ausfallen.

Bemerken Sie einen Haarausfall, können Sie noch an der Reißleine ziehen und rechtzeitig handeln, um den Haarverlust rückgängig zu machen. Das ist dann möglich, wenn der Haarausfall noch nicht lange vorliegt und die Haarfollikel noch intakt sind.

Die Ursachen von Haarausfall ermitteln

Bemerken Sie die ersten Anzeichen von Haarausfall, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen, der die entsprechenden Untersuchungen vornimmt, um die Ursachen zu ermitteln und die erforderliche Behandlung einzuleiten. Der Hautarzt kann eine Blutuntersuchung sowie eine Untersuchung von Kopfhaut und Haaren vornehmen, um die Art des Haarausfalls und die Ursache zu ermitteln.

In einigen Fällen ist zusätzlich eine Biopsie der Kopfhaut erforderlich, bei der eine Probe entnommen wird. Der Haarausfall tritt in verschiedenen Formen auf und hat verschiedene Ursachen:

  • erblich bedingter Haarausfall mit Stirnglatze, Geheimratsecken und Glatze am Oberkopf bei Männern sowie immer dünner werdenden Haaren um den Mittelscheitel bei Frauen. An den Haarwurzeln lagert sich verstärkt Dihydrotestosteron an, das die Haarwurzeln schädigt.
  • mechanischer Haarausfall, der zumeist nur an kleineren Stellen auftritt und durch eine starke mechanische Belastung der Haare verursacht wird
  • diffuser Haarausfall, der gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auftritt und durch eine Autoimmunerkrankung, eine Infektionskrankheit, eine Hormonumstellung, Depressionen oder eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse oder die Einnahme von Medikamenten verursacht wird
  • kreisrunder Haarausfall, der sich mit kleinen, scharf begrenzten, kahlen Arealen zeigt und bei dem sich an den Rändern der kahlen Stellen Haare zeigen, die wie abgebrochen wirken. Er kann durch eine Infektions- oder Autoimmunerkrankung, aber auch durch psychischen Stress verursacht werden.
  • vernarbender Haarausfall, bei dem die kahlen Stellen überall auf dem Kopf auftreten können. Die kahlen Stellen können jucken oder brennen. Im weiteren Verlauf zeigen sich Haare an den kahlen Stellen Vernarbungen. Die Ursachen können ein Befall der Kopfhaut mit Pilzen oder Bakterien, entzündliche Prozesse auf der Kopfhaut oder eine Autoimmunerkrankung sein. Ein vernarbender Haarausfall kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, da die Haarwurzeln bereits abgestorben sind.

Behandlungsmethoden, mit denen Sie einen Haarverlust rückgängig machen können

Wurde die Ursache für den Haarausfall ermittelt, kann sie behandelt werden, um den Haarausfall rückgängig zu machen. Sind Medikamente die Ursache, kann ein Wechsel der Medikamente hilfreich sein. Bei einer Autoimmunerkrankung ist keine Heilung möglich, doch können die Beschwerden gelindert werden.

Wurde der Haarausfall durch eine Hormonumstellung verursacht, kann er hormonell behandelt werden. Das ist jedoch nicht immer erforderlich, da in einigen Fällen, beispielsweise nach einer Schwangerschaft, die Hormone von selbst wieder ins Gleichgewicht kommen können.

Nicht zu vergessen sind die Nebenwirkungen von Hormonbehandlungen. Schilddrüsenerkrankungen werden medikamentös behandelt. Depressionen können mit Antidepressiva behandelt werden, jedoch kann auch die Einnahme von Antidepressiva zu Haarausfall führen. Bei einer Chemotherapie als Ursache für den Haarausfall wachsen die Haare wieder nach, wenn die Chemotherapie abgeschlossen ist.

Auch nach einer überstandenen Infektionskrankheit wachsen die Haare zumeist wieder nach. Wurde der Haarausfall durch eine ungesunde Ernährung oder eine ungesunde Lebensweise verursacht, kommt es darauf an, die Ernährung umzustellen oder die Lebensweise zu ändern.

Können mit der Ernährung nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden, können Sie diesen Mangel mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen und damit den Haarverlust rückgängig machen. Das ist dann erforderlich, wenn Sie verschiedene Lebensmittel nicht vertragen oder nicht mögen.

Einen erblich bedingten Haarausfall rückgängig machen

Sind bei einem erblich bedingten Haarausfall die kahlen Stellen noch nicht lange vorhanden, so können die Haarfollikel noch intakt sein. Mit dem Haarwuchsmittel Minoxidil, das als Schaum und als Lösung mit einer Wirkstoffkonzentration mit 2 Prozent und mit 5 Prozent verfügbar ist und mit speziellen Produkten für Männer und Frauen angeboten wird, kann die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und die Bildung neuer Haare gefördert werden. Minoxidil darf jedoch nicht von schwangeren und stillenden Frauen angewendet werden.

Finasterid wird in einer stärkeren Wirkstoffkonzentration zur Behandlung von Prostatavergrößerungen angewendet. Es darf als Haarwuchsmittel nur von Männern genutzt werden und ist unter dem Namen Propecia mit einer Wirkstoffkonzentration von 1 Prozent erhältlich.

Es hemmt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron, dem Abbauprodukt von Testosteron, das sich an den Haarwurzeln anlagert, sie schädigt und für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist. Nebenwirkungen wie Depressionen, Gewichtszunahme, Erektionsstörungen, Libidoverlust, Impotenz und sogar Brustkrebs beim Mann sind nicht zu unterschätzen.

Gesunde und alternative Methoden, um den Haarverlust rückgängig zu machen

Verschiedene Formen von Haarausfall können Sie rückgängig machen, wenn Sie alternative Methoden nutzen. Solche Methoden können beim erblich bedingten Haarausfall, aber auch bei anderen Formen des nichtvernarbenden Haarausfalls das Wachstum der Haare wieder anregen, wenn die Haarwurzeln noch nicht abgestorben sind.

Für die PRP-Methode wird Ihnen Eigenblut entnommen und zu plättchenreichem Blutplasma aufbereitet, das in die Kopfhaut injiziert wird. Bei der Mesohair-Therapie wird ein Wirkstoffcocktail auf Ihre Haare und Ihre Kopfhaut abgestimmt und in die Kopfhaut gespritzt.

Beim Microneedling werden bewusst winzig kleine Verletzungen auf der Kopfhaut erzeugt, um das Wachstum der Haare anzuregen. Die Sauerstofftherapie regt das Wachstum der Haare mit Sauerstoff an, der in die Kopfhaut gepresst wird.

Fazit: Haarverlust kann rückgängig gemacht werden

Leiden Sie unter Haarausfall, müssen Sie dieses Problem nicht hinnehmen. Sie sollten zum Hautarzt gehen, der die Ursache feststellt und die entsprechende Behandlung vornimmt. Sind die Haarwurzeln noch nicht abgestorben, können sie zur Bildung neuer Haare angeregt werden.

Beim erblich bedingten Haarausfall können Sie den Haarausfall rückgängig machen, indem Sie Minoxidil anwenden. Bei Männern funktioniert das auch mit Finasterid, das jedoch starke Nebenwirkungen hat. Verschiedene alternative Methoden sind ohne Nebenwirkungen und können bei verschiedenen Formen von Haarausfall das Haarwachstum wieder anregen.