Haartransplantation am Oberkopf

Haartransplantation am Oberkopf

Wollen Sie eine Haarverpflanzung am Oberkopf vornehmen lassen, ist dieser Prozess mit einiger Herausforderung verbunden. Da der Bereich schlechter als die Stirn durchblutet ist, müssen Sie bis zum Haarwachstum lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Ob der Eingriff bei Ihnen durchführbar ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Haartransplantation am Oberkopf – ist das möglich?

Der Haarverlust macht sich bei der Mehrzahl der Männer an den Geheimratsecken und an der Stirn bemerkbar. Doch auch die sogenannte Tonsur am Oberkopf ist von Haarausfall betroffen. Wollen Sie hier eine Haartransplantation vornehmen lassen, sind damit einige Herausforderungen verbunden. Denn diese Stelle ist – im Gegensatz zum Stirnbereich – schlechter durchblutet.

Während die Haarverpflanzung an diesem Bereich durchaus möglich ist, müssen Sie hier eine lange Wartezeit bis zum endgültigen Haarwachstum in Kauf nehmen. Generell dauert es bis zu 15 Monate, bis alle neu verpflanzten Haare an der Tonsur sprießen. Außerdem muss der Arzt die genauen Wendegebiete des Haupthaars kennen, um ein schönes Ergebnis zu erzielen.

Welche Voraussetzungen müssen für die Haarverpflanzung am Oberkopf erfüllt werden?

Damit eine Haarverpflanzung am Oberkopf Erfolg hat, müssen auf Ihrem Kopf noch ausreichend gesunde Spenderhaare vorhanden sein. Dies gilt insbesondere für den Hinterkopf. Denn von dieser Stelle werden die Haarfollikel entnommen. Auch ist es von Vorteil, wenn die Glatzenbildung noch nicht zu weit fortgeschritten ist.

Darum sollten Sie sich schon bei den ersten Anzeichen von Haarausfall an der Tonsur an einen Arzt wenden. Diesbezüglich ist anzumerken, dass sich der Haarverlust bei den meisten Männern im Bereich der Stirn zeigt. Idealerweise begeben Sie sich bereits zu diesem Zeitpunkt zu einem Spezialisten. So ist es unter Umständen möglich den Haarausfall aufzuhalten, bevor es zu kahlen Stellen auf dem Oberkopf kommt.

In den meisten Fällen lohnt es sich nicht, eine Transplantation in sehr jungen Jahren vorzunehmen. Denn bei den meisten Männern, die das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, lässt sich der Verlauf des Haarausfalls nicht genau abschätzen. Entscheiden Sie sich für eine Haarverpflanzung müssen Sie realistische Erwartungen haben. Eine jugendliche Haarstruktur lässt sich in den meisten Fällen nicht wieder herstellen. Zu guter Letzt müssen die finanziellen Mittel für den Eingriff vorhanden sein. Denn die Operation ist mit hohen Kosten verbunden.

Die Voraussetzungen im Überblick:

  • Ausreichende Menge an Spenderhaaren
  • Fortgeschrittenes Lebensalter
  • Realistische Erwartungen
  • Ausreichend finanzielle Mittel

So läuft der Eingriff ab

Zuerst wird sich der Arzt Ihre Haarstruktur und den Verlauf des Haarausfalls genau ansehen. Dazu gehört auch das Stellen einer Prognose. Denn um ein realistisches, nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, muss der zukünftige Haarausfall berücksichtigt werden. Die Haartransplantation am Oberkopf wird übrigens stets unter Betäubung durchgeführt – es handelt sich hierbei nämlich um einen invasiven und damit schmerzhaften Eingriff.

Sobald die Narkose wirkt, entnimmt der Facharzt Haare vom Hinterkopf. Dies geschieht entweder mit einer Hohlnadel oder durch das Wegschneiden eines Haarstreifens im betreffenden Bereich. Danach werden die Haare an die kahlen Stellen verpflanzt. Ist der Eingriff abgeschlossen, dürfen Sie die Klinik noch am selben Tag verlassen.

Wann wachsen die Haare nach der Transplantation?

Direkt nach dem Eingriff haben die neu transplantierten Haare eine dünne Struktur. Auch sind sie noch nicht allzu fest in den Haarkanälen verankert. Sie müssen mit der neuen Haarpracht also sehr sanft umgehen, dürfen nicht daran ziehen oder die rasieren. In den ersten Wochen werden Ihnen die Haare wieder ausfallen. Es handelt sich hier um einen normalen Vorgang, wobei kein Grund zur Beunruhigung besteht. In dieser Zeit können Sie Ihr Kopfhaar mit einer Schere kürzen.

Allerdings sollte dieser Prozess ganz sanft ablaufen, um die Haarstruktur nicht zu beschädigen. Bedenken Sie, dass es direkt nach der Transplantation zu einem Anschwellen der Kopfhaut kommt. Ausgelöst wird dies durch das verabreichte Narkosemittel. Innerhalb einer Woche sollte diese Nebenwirkung abklingen. An der Tonsur müssen Sie mit einer Wartezeit zwischen 12 und 18 Monaten rechnen, bis das neue Kopfhaar in seiner vollen Pracht erstrahlt.

Wie finden Interessenten eine gute Klinik?

Die Auswahl an Instituten, die eine Haartransplantation am Oberkopf durchführen, ist groß. Dabei kann die Entscheidung für eine bestimmte Klinik schon mal schwer fallen. Lassen Sie sich davon aber nicht entmutigen. Zuallererst sollten Sie sich mit den Erfahrungen ehemaliger Patienten vertraut machen. Verlassen Sie sich hierbei aber nicht ausschließlich auf die Angaben, die Sie auf der Homepage des Instituts finden.

Ziehen Sie dafür externe Quellen wie Foren heran. Zögern Sie nicht, im Vorfeld ein unverbindliches Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Denn damit das Ergebnis ansehnlich und von Dauer ist, muss der Arzt Ihre Haarstruktur genau analysieren. Außerdem wird nur während einer ausgiebigen Beratung deutlich, ob die Haartransplantation am Oberkopf das Richtige für Sie ist.

Mit welchen Ausgaben ist zu rechnen?

Entscheiden Sie sich für eine Haarverpflanzung am Oberkopf, müssen Sie nicht unbedingt hohe Kosten in Kauf nehmen. Denn mittlerweile bieten auch hochwertige Institute den Eingriff zu erschwinglichen Preisen an. Dafür müssen Sie sich zumeist ins Ausland begeben. Mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis punkten Kliniken in der Türkei. Allerdings sollten Sie vor allem hier viel Zeit in die Auswahl des Instituts investieren.

Fazit

Es ist durchaus möglich, ein schönes Ergebnis bei einer Haartransplantation am Oberkopf zu erzielen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich an ein seriöses Institut wenden. Mittlerweile gibt es sowohl in Deutschland als auch im Ausland viele Kliniken, die diesen Eingriff durchführen. Machen Sie den Preis nicht zum alleinigen Entscheidungskriterium und vergleichen Sie mehrere Institute miteinander. Außerdem sollten Sie im Vorfeld ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. Auf diese Weise finden Sie gemeinsam mit dem Arzt heraus, ob eine Haarverpflanzung am Oberkopf das Richtige für Sie ist.