Kopfhaut Pilz als Ursache für Haarausfall

Kopfhaut Pilz - Haarausfall

Der Kopfhaut Pilz Tinea capitis befällt vorrangig Kinder, doch können auch Erwachsene betroffen sein. Der Kopfpilz kann auf dem behaarten Kopf, aber auch am Bart, an den Augenbrauen und sogar an den Wimpern auftreten. Es kommt auf eine schnelle Behandlung an, um einen Haarausfall zu verhindern. Ein Haarverlust kündigt sich durch Schuppen, Juckreiz und Entzündungen an.

Kopfhaut Pilz und die Wirkung auf die Haare

Pilzerkrankungen der Kopfhaut treten besonders bei Kleinkindern und Schulkindern auf, während Erwachsene eher selten betroffen sind. Die Übertragung erfolgt häufig durch den Kontakt mit Tieren, vorrangig mit Katzen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, doch ist sie selten. Die Übertragung kann durch gemeinsame Benutzung von Haarbürsten oder Kämme, durch Autositze oder Plüschtiere erfolgen.

Es gibt verschiedene Arten von Pilzen, die sich auf der Kopfhaut ansiedeln können. Neben dem Kopfpilz Tinea capitis können auch verschiedene Hefepilze wie Candida oder Microsporum Canis sowie Fadenpilze die menschliche Kopfhaut besiedeln. Die Pilze bevorzugen das feucht-warme Klima und das Schwitzen im Sommer, seborrhoische (fettige) Kopfhaut, ein geschwächtes Immunsystem und verschiedene Grunderkrankungen wie Diabetes. Wird der Pilzbefall nicht behandelt, kann es zu Haarausfall kommen. Tritt ein vernarbender Haarverlust ein, ist das besonders problematisch, da sich Narben an den kahlen Stellen bilden und die Haare nicht wieder nachwachsen.

Symptome von Pilzbefall der Kopfhaut

Werden die ersten Symptome von Kopfhautpilzen bemerkt, besteht Handlungsbedarf, um die oft rasante Ausbreitung des Pilzes und einen damit verbundenen Haarverlust zu verhindern. Pilze machen sich mit

  • Juckreiz
  • Entzündungen
  • kreisrunden, scharf abgegrenzten Herden
  • Pustelbildung
  • teigigen Anschwellungen der befallenen Areale
  • Eiterbildung und üblem Geruch
  • Schuppenbildung
  • Rötungen an den kahlen Stellen

bemerkbar. Welche Symptome auftreten, hängt von der Art des Pilzes ab. Kommt es zu Haarausfall, brechen die Haare meistens kurz oberhalb oder unterhalb der Kopfhaut ab. Wird der Pilzbefall nicht behandelt, können die Haare endgültig ausfallen. Die kahlen Stellen können sich verhärten. Bei einem starken Pilzbefall können auch die Halslymphknoten anschwellen. Der Pilzbefall kann das Wohlbefinden stark einschränken.

Diagnose von Pilzbefall der Kopfhaut

Bemerken Sie Symptome von Kopfhaut Pilz, sollten Sie schnellstmöglich einen Hautarzt konsultieren. Er befragt Sie zu den Symptomen, aber auch zu Ihren Lebensumständen und zu verschiedenen Gewohnheiten. Er untersucht die Kopfhaut und nimmt eine Haarprobe. Um den Befall mit Tinea capitis oder anderen Pilzen festzustellen, kann der Hautarzt eine Dermatoskopie durchführen.

Er entnimmt eine Probe der befallenen Haut und lässt sie im Labor auf den Kopfpilzuntersuchen. Zusätzlich kann eine Biopsie erfolgen, bei der eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht wird. Eine Pilzkultur benötigt etwas Zeit. Daher erfordert es etwas Geduld, bis eine endgültige Diagnose gestellt werden kann. Wird Tinea capitis diagnostiziert, muss nach der Infektionsquelle gesucht werden. Eine solche Infektionsquelle kann der Kontakt mit Katzen sein.

Behandlung von Pilzerkrankungen der Kopfhaut

Eine Behandlung von Kopfhaut Pilz ist zumeist langwierig. Liegt das Ergebnis der Pilzkultur noch nicht vor, kann der Hautarzt ein Breitband-Pilzmittel verordnen. Es wirkt gegen verschiedene Pilzarten. Verschiedene Medikamente zur lokalen Pilzbehandlung verhindern das Wachstum der Pilze oder töten die Pilze ab. Liegen tiefe Entzündungsherde vor, wie das beispielsweise bei der Bartflechte bei Männern der Fall sein kann, wird der Pilz auch innerlich behandelt.

Tabletten oder Suspensionen sind zur inneren Behandlung von Kopfpilz geeignet. Eine Behandlung sollte sich mindestens über drei Monate erstrecken, damit der Pilz erfolgreich behandelt wird. Bei einer kurzfristigen oder nicht zu Ende geführten Behandlung kann sich der Pilz erneut ausbreiten. Liegt das Ergebnis der Pilzkultur vor, kann der Pilz gezielt mit den entsprechenden Medikamenten behandelt werden.

Um die Behandlung zu verkürzen und mehr Effektivität zu gewährleisten, sollten die Haare auf den befallenen Arealen rasiert oder zumindest gekürzt werden. Bei schwerwiegenden Fällen von Pilzbefall, die mit Haarausfall verbunden sind, kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich werden. Neben der medikamentösen Behandlung kann auch ein Spezialshampoo verwendet werden, das Selensulfid, Zinkpyrithion, Kohle und Teer oder Jod enthält.

Risikofaktoren für Kopfhautpilze

Um den Befall der Kopfhaut mit Pilzen und damit verbunden einen Haarausfall zu vermeiden, ist es wichtig, die verschiedenen Risikofaktoren zu kennen:

  • enger Kontakt mit Haustieren, vor allem mit Katzen und Hunden
  • Teilen persönlicher Gegenstände in der Familie, beispielsweise Handtücher, Kämme, Haarbürsten
  • Haare über längere Zeit feucht halten
  • ungeeignete Haarpflegeprodukte
  • sehr fettige Kopfhaut
  • mangelnde Hygiene von Kopfhaut und Haaren
  • Verletzungen der Kopfhaut, die nicht ausreichend behandelt werden oder sich verunreinigen.

Liegt ein Befall mit Kopfhaut Pilz vor, sollten Sie Haarbürsten und Kämme desinfizieren oder, wenn möglich, etwa fünf Minuten auskochen oder bei 90 Grad in der Waschmaschine waschen. Sie sollten, um Infektionen anderer Familienmitglieder zu vermeiden, die persönlichen Dinge des Betroffenen von den persönlichen Dingen der übrigen Familienmitglieder trennen. Das betrifft vor allem Handtücher, Kämme, Haarbürsten und Nagelpflegeprodukte. Besteht Kontakt mit Haustieren wie Katzen, Hunden oder Kaninchen, sollten diese Tiere tierärztlich auf Pilzbefall untersucht werden.

Haartransplantation bei Haarausfall durch Kopfpilz

Ist es aufgrund des Pilzbefalls bereits zu einem Haarverlust gekommen, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, ist eine Haarverpflanzung möglich, wenn die Pilzinfektion vollständig behandelt wurde und keine befallenen Herde mehr auf der Kopfhaut vorhanden sind. Die Eigenhaarverpflanzung kann allerdings nur bei erwachsenen Menschen erfolgen. Sie wird in der Regel mit der FUE-Methode durchgeführt.

Die Haare werden abrasiert. Der Patient erhält eine örtliche Betäubung in den Spenderbereich und den Transplantationsbereich der Haare. Dort, wo die meisten Spenderhaare vorhanden sind, werden die Haare mit einer Hohlnadel entnommen. Bevor sie transplantiert werden, müssen sie in einer Nährlösung aufbewahrt werden. Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle geöffnet.

Die entnommenen Haare werden in Wuchsrichtung in die Kanäle eingesetzt. Ist die Pilzinfektion vollständig abgeklungen, steht dem Heilungsprozess nichts mehr im Wege. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie Risikofaktoren vermeiden. Sie erhalten ein Antibiotikum, das Sie nach dem Eingriff einnehmen. Zusätzlich müssen Sie vor dem Waschen der Haare in den ersten Tagen eine Lotion auftragen und zum Waschen ein Spezialshampoo verwenden.

Fazit: Kopfhaut Pilz kann sehr unangenehm sein

Der Kopfpilz kann als Tinea capitis, aber auch als Hefe- oder Fadenpilz auftreten. Die Übertragung kann durch den Kontakt mit Haustieren, aber auch von Mensch zu Mensch erfolgen. Symptome können Schuppenbildung, Rötungen und Entzündungen, Juckreiz und Eiterbildung auf der Kopfhaut sein. Um einen Haarausfall zu vermeiden, sollten Sie bei den ersten Symptomen einen Hautarzt aufsuchen. Er nimmt verschiedene Untersuchungen vor und legt eine Pilzkultur an, um zu ermitteln, um welchen Pilz es sich handelt. Zuerst wird ein Breitband-Pilzmittel verwendet, doch beim Vorliegen des Ergebnisses kann der Pilz gezielt behandelt werden. Die Behandlung muss über einen längeren Zeitraum erfolgen, damit der Pilz erfolgreich bekämpft wird.


 
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