Phasenweise Haarausfall

Phasenweise Haarausfall

Abhängig von der Jahreszeit, aber auch durch verschiedene Einflüsse können die Haare mehr oder weniger stark ausfallen. Der phasenweise Haarausfall tritt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf. Es gilt, die Ursache zu ermitteln und zu behandeln. Der phasenweise Haarverlust verschwindet, wenn die Ursache beseitigt wurde.

Wie der phasenweise Haarausfall festgestellt werden kann

Es ist völlig normal, dass täglich Haare ausfallen. Das können bis zu 100 Haare am Tag sein. Im Sommer fallen die Haare stärker als im Winter aus. Auch dabei muss es sich nicht um einen Haarausfall handeln.

Um festzustellen, ob ein Haarausfall vorliegt, sollten Sie die Sammelprobe vornehmen. Mindestens eine Woche lang sollten Sie an jedem Tag die ausgefallenen Haare aus Kamm, Haarbürste, Bettwäsche und Kleidung sammeln und zählen. Bei mehr als 100 ausgefallenen Haaren am Tag leiden Sie unter Haarausfall.

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die sich mit einem unterschiedlichen Haarbild bemerkbar machen. Der phasenweise oder temporäre Haarausfall zeigt sich als diffuser Haarausfall. Auf dem gesamten Kopf fallen die Haare gleichmäßig aus.

Schreitet der Haarausfall weiter fort, wird die Kopfhaut durch die Haare sichtbar. Das kommt bei einem phasenweisen Haarausfall jedoch selten vor, da die Haare wieder nachwachsen, wenn die Ursache beseitigt wurde.

Verkürzung der Wachstumsphase bei einem phasenweisen Haarausfall

Die Haare durchlaufen einen Wachstumszyklus, der sich aus drei Phasen zusammensetzt. Die Wachstumsphase wird auch als Anagenphase bezeichnet. In dieser Phase befinden sich mehr als 80 Prozent der Haare. Sie dauert zwei bis sechs Jahre.

Von der Wachstumsphase gehen die Haare in die Übergangsphase, die Katagenphase, über. Nur etwa zwei Prozent der Haare befinden sich in dieser Phase, die etwa zwei bis drei Wochen dauert. Schließlich gehen die Haare von der Übergangsphase in die Ruhephase, die Telogenphase, über. In dieser Phase werden die Haare nicht mehr mit Nährstoffen versorgt.

Ungefähr 18 Prozent der Haare befinden sich in dieser Phase, die drei bis sechs Monate dauert. Die Haare fallen aus, damit neue Haare nachwachsen können. Die Haarfollikel erholen sich in dieser Phase.

Wachsen die neuen Haare nach, vollzieht sich der Wachstumszyklus wieder von vorn. Der phasenweise Haarverlust ist durch eine Verkürzung der Wachstumsphase der Haare und einen vorzeitigen Übergang in die Ruhephase gekennzeichnet.

Temporärer Haarausfall als diffuser Haarausfall

Stellen Sie einen Haarausfall fest und fallen die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus, gilt es, die Ursache zu ermitteln. Der Haarausfall tritt meistens einige Wochen nach dem auslösenden Ereignis ein. Der phasenweise Haarausfallkann durch

  • Stress
  • Depressionen
  • hormonelle Umstellungen, beispielsweise beim Beginn der Einnahme der Pille oder nach dem Absetzen der Pille
  • Infektionskrankheiten wie Grippe, Scharlach oder Masern
  • Autoimmunerkrankung, beispielsweise Hashimoto-Syndrom
  • Einnahme von Medikamenten

verursacht werden. Eine Ursache kann auch eine Chemotherapie als Behandlung einer Krebserkrankung sein. Bei einer Chemotherapie steht die Ursache für den Haarausfall ziemlich eindeutig fest.

Eine Behandlung ist nicht erforderlich, da in den meisten Fällen die Haare nach dem Ende der Chemotherapie wieder nachwachsen. Kommt eine Chemotherapie als Ursache nicht in Frage, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.

Er untersucht Kopfhaut und Haare und führt eine Blutuntersuchung durch, um die Ursache zu ermitteln. Er wird Sie auch über überstandene Infektionskrankheiten in der letzten Zeit, über bekannte chronische Erkrankungen und über die Einnahme von Medikamenten befragen.

Auch die Lebensumstände spielen eine Rolle. Der phasenweise Haarverlust kann auch durch gravierende emotionale Ereignisse wie den Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung oder den Verlust des Jobs verursacht werden.

Ein temporärer Haarausfall kann auch nach einer Schwangerschaft eintreten. Die Produktion der Hormone, die während der Schwangerschaft für schönes Haar gesorgt haben, geht zurück. Die Haare fallen aus, doch wachsen sie nach einiger Zeit wieder nach, wenn sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert hat.

Eine weitere hormonelle Ursache sind die Wechseljahre. Die Östrogenproduktion geht zurück. Es kann einige Zeit dauern, bis die Haare wieder nachwachsen. Eine Behandlung ist zumeist nicht erforderlich.

Behandlung des phasenweisen Haarausfalls

Wurde die Ursache für den temporären Haarausfall festgestellt, kann die Behandlung erfolgen. Nach einer Infektionskrankheit ist keine Behandlung erforderlich, da die Haare nach einiger Zeit von allein wieder nachwachsen. Tritt der Haarausfall nach der Einnahme der Pille ein, sollten Sie abwarten.

Geht er nach sechs Monaten nicht zurück, kann die Pille gewechselt werden. Auch ein Pillenwechsel, da Sie die bisherige Pille nicht vertragen haben, kann einen solchen Haarausfall verursachen. Ein erneuter Wechsel der Pille ist möglich. Tritt der Haarausfall nach dem Absetzen der Pille auf, geht er nach einiger Zeit zurück, wenn der Körper sich an die Hormonumstellung gewöhnt hat und wieder genügend Östrogene produziert.

Ist eine Autoimmunerkrankung die Ursache, erfolgt eine medikamentöse Behandlung. Sind Medikamente die Ursache, kann der Arzt alternativ dazu ein anderes Medikament verursachen. Depressionen können mit Antidepressiva behandelt werden, die jedoch ebenfalls zu einem Haarausfall führen können. Der Psychiotherapeut kann eine andere Behandlung vornehmen.

Was Sie selbst bei einem temporären Haarausfall tun können

Der phasenweise Haarausfall kann durch eine ungesunde Ernährung, erhöhten Alkoholkonsum oder Rauchen begünstigt werden. Sie sollten Ihre Lebensweise überdenken. Der Alkoholkonsum und das Rauchen sollten reduziert werden.

Stellen Sie Ihre Ernährung um und bauen Sie viele vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel in Ihren Speiseplan ein, kann der phasenweise Haarausfall vermindert werden. Das Nachwachsen der Haare wird gefördert.

Sie können das Nachwachsen der Haare auch mit natürlichen Mitteln fördern. Der phasenweise Haarverlust kann vermindert werden, wenn Sie Tee aus Brennnesseln oder Bockshornklee trinken und den Tee auch als Spülung für die Haare verwenden.

Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder Finasterid helfen bei einem phasenweisen Haarausfall nicht. Allerdings können alternative Behandlungsmethoden wie die PRP-Behandlung mit Eigenblut, die Mesohair-Therapie mit einem auf Ihre Kopfhaut abgestimmten Wirkstoffcocktail oder die Sauerstofftherapie den Haarwuchs fördern.

Fazit: Temporärer Haarausfall hat verschiedene Ursachen

Verschiedene Ursachen können zu einem phasenweisen Haarausfall führen. Der phasenweise Haarausfall tritt diffus auf dem gesamten Kopf auf. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Die Haare gehen vorzeitig in die Ruhephase über.

Dieser Haarausfall tritt einige Wochen nach dem schädigen Ereignis ein und kann wieder aufhören, wenn die Ursache beseitigt wurde. Als Ursachen kommen hormonelle Umstellungen wie nach einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder bei der Einnahme der Pille, eine Infektionskrankheit, eine Autoimmunkrankheit oder die Einnahme von Medikamenten in Frage.

Sie sollten einen Hautarzt konsultieren, der verschiedene Untersuchungen vornimmt und Sie befragt, um die Ursache festzustellen. Nicht immer ist eine Behandlung erforderlich, da die Haare wieder nachwachsen, wenn die Ursache nicht mehr vorliegt. Bei einer Autoimmunerkrankung erfolgt eine medikamentöse Behandlung.