Die Vorbereitung auf eine Haartransplantation

Vorbereitung auf eine Haartransplantation

Die Entscheidung ist gefallen: Sie möchten dauerhaft etwas gegen Ihren erblich bedingten Haarausfall tun und sich einer Haartransplantation unterziehen.

Zunächst einmal gilt es, sich auf die Suche nach dem richtigen Anbieter für Ihre individuellen Bedürfnisse zu machen. Möchten Sie den Eingriff in Deutschland vornehmen lassen, oder ist Ihr Budget eher beschränkt? Dann sollten Sie eher eine Haartransplantation in der Türkei in Betracht ziehen. Diese muss sich auch qualitativ nicht hinter einem Eingriff verstecken, der in Deutschland vorgenommen wurde. Ganz im Gegenteil!

Wenn der geeignete Anbieter gefunden ist, und Sie den Kostenvoranschlag akzeptiert haben und ein Termin für den Eingriff gefunden wurde, erhalten Sie in d er Regel einen OP-Plan. Auf diesem ist beispielsweise die Anzahl der Grafts vermerkt, die Ihnen wieder zu einem schönen und vollen Haarschopf verhelfen. Jetzt gilt es die nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Die Vorbereitung auf eine Haartransplantation

Mit Vorbereitung auf eine Haarverpflanzung meinen wir jetzt nicht, dass Sie sich eine passende Verbindung raussuchen, um rechtzeitig die Klinik zu erreichen – das versteht sich wohl von selbst. Wenn Sie den Eingriff in Deutschland vornehmen lassen, empfehlen wir Ihnen, ein Tag früher anzureisen und ein Hotel möglichst in der Nähe der Klinik zu suchen. In der Türkei erübrigt sich das übrigens für Sie. Durch die Bank haben eigentlich alle Anbieter einen Transferservice vom Flughafen/in die Klinik/in das Hotel.

Zudem wird der Eingriff sowieso erst am zweiten Tag vorgenommen. Am ersten Tag erfolgen lediglich die Voruntersuchungen und am dritten Tag die Nachuntersuchungen. Lediglich der Flug ist von Ihnen selbst zu organisieren. Hier unterstützen Sie die Anbieter in der Regel aber auch gerne.

Was Sie mit dem Arzt aber definitiv besprechen sollten, ist die Einnahme von blutverdünnenden Mitteln. Diese sollten Sie, wenn möglich, etwa 10 Tage vor dem Eingriff absetzen (das gilt zum Beispiel für Aspirin). Wenn Sie Blutverdünner nehmen müssen, dann müssen Sie das dem behandelnden Arzt mitteilen.

Falls Sie Shampoos verwenden die das Haarwachstum anregen sollen, dann sollten Sie diese etwa eine Woche vor dem Eingriff nicht mehr anwenden. Greifen Sie auf „normale“ Shampoos zurück.

Alkohol sollten Sie spätestens drei Tage vor dem Eingriff keinen mehr trinken. Auch das Rauchen sollte eingeschränkt werden.

Die Vorbereitung auf eine Haarverpflanzung – am Tag des Eingriffs

Versuchen Sie in der Nacht vor dem Eingriff – auch wenn es schwerfällt – ausreichend zu schlafen. Frühstücken Sie ausgiebig – aber versuchen Sie Koffein zu vermeiden. Kaffee, beziehungsweise das darin enthaltene Koffein, treibt den Blutdruck nach oben, was wiederum dafür sorgen kann, dass Sie während des Eingriffs sehr viel bluten.

Tragen Sie möglichst bequeme Kleidung. Gerne auch eine Jogginghose oder ähnliches. Denn denken Sie daran, dass Sie während der Haartransplantation einige Stunden im Sitzen beziehungsweise im Liegen verbringen werden.

Ziehen Sie am besten ein Hemd an. Denn direkt nach dem Eingriff sollte die Kopfhaut mit nichts in Berührung kommen – auch wenn der Stoff noch so weich ist.

Sorgen Sie für Ihr „Entertainment“. Nehmen Sie ein Tablet, Ihr Smartphone, einen Laptop oder ein Buch mit. Eine Haartransplantation wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert einige Zeit. Viele Kliniken verfügen in ihren Behandlungsräumen über frei zugängliches WLan. Dann können Sie während des Eingriffs Ihre Lieblingsserien streamen oder einen Film schauen (Zugang natürlich vorausgesetzt)

Die Vorbereitung auf eine Haarverpflanzung – und die Nachsorge

Auch Sie als Patient können eine Menge dazu beitragen damit Ihre Haartransplantation gelingt und das Endergebnis zu Ihrer Zufriedenheit ausfällt.

1.) Sie sollten sich auf jeden Fall an die Anweisungen des Arztes halten was die Heilungszeit betrifft

Bevor Sie die Klinik am Tag Ihres Eingriffs verlassen, wird Ihnen der Arzt noch einmal genau erklären, wie Sie sich in den ersten Wochen nach dem Eingriff zu verhalten haben. Das betrifft unter anderem die Einnahme der Medikamente, die ersten Haarwäschen und auch wie Sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff schlafen sollten.

Halten Sie sich in Ihrem eigenen Interesse daran. Natürlich gilt auch für eine frische Haartransplantation: Auf keinen Fall kratzen, auch wenn es noch so sehr kribbelt und juckt. Denn sonst besteht die Gefahr, dass Sie die frisch verpflanzten Grafts gleich wieder herauskratzen.

2.) No Sports

Vermeiden Sie in den ersten 14 Tagen jegliche körperliche Belastung. Die Kopfhaut darf nicht schwitzen und auch die Durchblutung sollte nicht übermäßig ansteigen. Deswegen sollten Sie auch in dieser Zeit auf jeglichen Sport verzichten. Für Kontaktsportarten gilt sogar ein vierwöchiges Verbot.

3.) Geduld

Bis Ihre neuen Haare so richtig sprießen wird einiges an Zeit vergehen. Es kann sogar durchaus sein, dass die frisch transplantierten Haare nach 14 Tagen beziehungsweise nach 4 Wochen erst mal wieder ausfallen. Das ist völlig normal, und Sie müssen keinen Schock bekommen. Nach etwa drei Monaten beginnen die Haare wieder zu wachsen, nach sieben bis acht Monaten wird der Haarwuchs richtig kräftig, und nach einem Jahr sehen Sie das Endergebnis

In der Regel ist es so, dass Sie nach dem Eingriff von Ihrem Spezialisten einen Flyer oder ein Merkblatt erhalten, auf dem nochmal alles ganz genau beschrieben ist, wie Sie sich zu verhalten haben. Bei Fragen stehen Ihnen die Ärzte beziehungsweise deren Teams aber auch gerne zur Verfügung.

Die Vorbereitung auf eine Haartransplantation – unser Fazit

Sie können als Patient durchaus einiges tun um sich optimal auf eine Haartransplantation vorzubereiten.

Schlafen Sie am Tag vor dem Eingriff ausreichend, frühstücken Sie gut, tragen Sie möglichst lockere und bequeme Kleidung und sorgen Sie für Ihre Unterhaltung während des Eingriffs.

Versuchen Sie außerdem das Rauchen sowohl vor als auch nach dem Eingriff so gut wie es geht einzuschränken. Das Beste wäre natürlich, wenn Sie gleich komplett aufhören. Denn Nikotin hat eine negative Wirkung auf die Wundheilung.


 
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