Haarausfall durch Mineralstoffmangel

Haarausfall durch Mineralstoffmangel

Mineralstoffe und Spurenelemente sind für viele Prozesse im Körper notwendig. Ein Mangel an Mineralstoffen kann sich auf verschiedene Weise äußern. Ein Haarausfall durch Mineralstoffmangel tritt diffus, auf dem gesamten Kopf gleichmäßig, auf. Mit den geeigneten Lebensmitteln, in denen die wichtigsten Mineralstoffe enthalten sind, können Sie dem Haarverlust durch Mineralstoffmangel entgegenwirken.

Wie sich ein Haarausfall durch Mineralstoffmangel bemerkbar macht

Haarausfall kann vielfältige Ursachen haben und zeigt sich in verschiedenen Formen. Mineralstoffe sind wichtig für das Wachstum der Haare und stimulieren die Haarfollikel zur Bildung neuer Haare.

Mineralstoffe sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Ein Mangel kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Wichtig für die Haare sind

  •  Eisen
  •  Kalzium
  •  Zink
  •  Jod
  •  Selen.
Fehlen einer oder mehrere dieser Mineralstoffe, kann ein Haarverlust durch Mineralstoffmangel eintreten. Ähnlich wie bei einem Vitaminmangel tritt dieser Mineralstoffmangel diffus auf.
Die Haare fallen gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus, werden immer lichter und die Kopfhaut scheint durch. Im Extremfall kann es zu einem Totalverlust der Haare kommen.
Bei einem Mineralstoffmangel ist ein Totalverlust der Haare jedoch eher unwahrscheinlich. So wie bei den meisten Fällen von diffusem Haarausfall wachsen bei einem Mineralstoffmangel die Haare wieder nach, wenn die Ursache beseitigt wurde.

Wird der Körper wieder ausreichend mit Mineralstoffen versorgt, wachsen die Haare wieder nach.

Wie es zu einem Ausfall der Haare durch Mineralstoffmangel kommen kann

Zu einem Mineralstoffmangel kann es durch eine ungesunde und einseitige Ernährung kommen. Der häufige Konsum von Fastfood und von stark verarbeiteten Lebensmitteln kann einen Mineralstoffmangel verursachen.

Ein Mangel an Mineralstoffen kann jedoch auch durch eigentlich gesunde Lebensmittel verursacht werden, die zu wenige Mineralstoffe enthalten. Der Boden weist auf einigen Anbaugebieten zu wenige Mineralstoffe auf.

Die dort angebauten Lebensmittel werden über den Boden nicht genügend mit Mineralstoffen versorgt. Düngemittel beeinträchtigen die Aufnahme natürlicher Mineralstoffe über das Erdreich.

Für eine gute Versorgung des Körpers mit Mineralstoffen sollten Sie sich für Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau entscheiden, die wesentlich mehr Mineralstoffe enthalten.

Eine vorwiegend saure Ernährung führt zu einer Übersäuerung und zu einem Haarausfall durch Mineralstoffmangel. Mit einer basischen Ernährung können Sie eine Übersäuerung neutralisieren und dem Haarverlust durch Mineralstoffmangel entgegenwirken.

Hat sich der Säuren- und Basenhaushalt des Körpers wieder normalisiert, sollten Sie von einer basischen Ernährung auf eine ausgewogene Ernährung umstellen.

Eisen – einer der wichtigsten Mineralstoffe für die Haare

Kommt es zu einem Eisenmangel, kann das zu einem Haarausfall durch Mineralstoffmangel führen. Eisen ist ein wichtiges Spurenelement und verbessert die Sauerstoffsättigung im Blut.

Es fördert die Blutbildung und regt die Durchblutung der Kopfhaut an. Die Kopfhaut wird besser mit Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt. Um einem Eisenmangel vorzubeugen, sollten Sie Kohl, Spinat, Bohnen und Erbsen, Vollkornprodukte, Eier und Nüsse essen.

Kalzium – wichtig für das Wachstum der Haare

Kommt es zu einem Haarverlust durch Mineralstoffmangel, kann das an einem Mangel an Kalzium liegen. Kalzium ist im gesunden Haarboden ausreichend vorhanden und regt das Haarwachstum an.

Kalzium unterstützt das Immunsystem und hilft, den Befall mit Bakterien abzuwehren. Mangelt es an Kalzium, kann sich das nicht nur durch Haarausfall, sondern auch mit brüchigen Nägeln, trockener Haut und Ekzemen sowie einer Minderung der Knochendichte zeigen.

Um den Mangel auszugleichen, sollten Sie Sojaprodukte, Mandeln, Grünkohl, Milch und Milchprodukte sowie vollwertiges Getreide zu sich nehmen.

Zink zur Anregung des Haarwachstums

Bei einem Haarausfall durch Mineralstoffmangel kann es an Zink mangeln. Zink trägt zur Gesundheit von Kopfhaut und Haaren bei. Es ist an der Bildung von Keratin als Hauptbestandteil von Haut, Haaren und Nägeln sowie an der Bildung von Kollagen beteiligt.

Zink unterstützt die Zellteilung, die wichtig für das Haarwachstum ist. Gute Zinklieferanten sind Nüsse, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Weizenkeime und Weizenkleie.

Jod – wichtig für die Schilddrüse

Jod ist wichtig für eine gesunde Schilddrüse. Mangelt es an Jod, kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen. Es wird für die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 benötigt.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann ebenso wie eine Schilddrüsenüberfunktion zu Haarausfall führen. Ein Mangel an Jod kann daher zu Haarausfall führen.

Auch ein Überschuss an Jod, der vorrangig durch Jodtabletten zusätzlich zu einer Ernährung mit jodhaltigen Lebensmitteln verursacht wird, kann einen Haarverlust begünstigen. Liegt ein Jodmangel vor, sollten Sie häufiger Seefisch, Eier und Milchprodukte essen.

Selen zur Unterstützung des Haarwachstums

Kommt es zu einem Haarverlust durch Mineralstoffmangel, kann ein Mangel an Selen daran beteiligt sein. Das Spurenelement Selen wird vom Körper nur in geringen Mengen benötigt.

Es ist jedoch an verschiedenen Körperfunktionen beteiligt und trägt zum Haarwachstum bei. Mangelt es an Selen, sollten Sie darauf achten, dass Sie dieses Spurenelement nicht überdosieren.

Einen Mangel an Selen können Sie mit Nüssen und vollwertigen Getreideprodukten ausgleichen.

Haarausfall durch Mineralstoffmangel mit Nahrungsergänzungsmitteln behandeln

Können Sie Ihrem Körper mit Ihrer Ernährung nicht genügend Mineralstoffe zuführen, da Sie verschiedene Lebensmittel nicht vertragen oder nicht mögen, können Sie einem Haarverlust durch Mineralstoffmangel mit Nahrungsergänzungsmitteln entgegenwirken.

Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel enthalten Wirkstoffkomplexe aus Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sollten darauf achten, solche Nahrungsergänzungsmittel nicht überzudosieren.

Fazit: Haarausfall durch Mineralstoffmangel ist häufig ernährungsbedingt

Nehmen Sie mit Ihrer Ernährung nicht genügend Mineralstoffe auf, kann ein Haarausfall durch Mineralstoffmangel die Folge sein. Zu den wichtigsten Mineralstoffen, die Ihr Haar braucht, gehören Eisen, Zink, Jod, Selen und Kalzium.

Diese Mineralstoffe kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Mit einer basischen Ernährung können Sie eine Übersäuerung des Körpers, die durch eine vorwiegend saure Ernährung auftritt, neutralisieren.

Um einem Haarverlust durch Mineralstoffmangelentgegenzuwirken, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig.

Eisen fördert die Durchblutung der Kopfhaut und die Blutbildung. Kalzium, Zink, Jod und Selen regen das Haarwachstum an. Selen wird vom Körper nur in geringen Mengen benötigt.