Haarausfall durch schuppige Kopfhaut

Haarausfall durch schuppige Kopfhaut

Schuppen können bei trockener und bei fettiger Kopfhaut entstehen. Sie stellen ein kosmetisches Problem dar, wenn sie über die Kleidung rieseln. Schuppen sind unangenehm, da die Kopfhaut stark jucken kann.

Haarausfall durch schuppige Kopfhautentsteht, wenn die Schuppenbildung weit fortgeschritten ist. Ein Haarverlust durch schuppige Kopfhaut lässt sich gut behandeln.

Wie es zu einem Haarausfall durch schuppige Kopfhaut kommen kann

Schuppen entstehen bei jedem Menschen, wenn die Hautzellen der oberen Hautschicht absterben und von der Hautoberfläche abgestoßen werden. Das ist völlig normal. Diese Schuppen sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, da es sich um winzig kleine Hautzellen handelt.

Schuppen sind erst dann sichtbar, wenn es sich um größere Verbände mit mindestens 500 abgestorbenen Hautzellen handelt. Für die Betroffenen stellen die Schuppen vor allem dann ein Problem dar, wenn sie auf dunklem Haar sichtbar werden oder über dunkle Kleidung rieseln.

Diese Schuppen können sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut auftreten und entstehen, wenn die Flöckchen schnell von der Kopfhaut abgestoßen werden und verklumpen.

Diese Schuppen machen sich nicht nur auf unangenehme Weise bemerkbar, da sie sichtbar sind, sondern auch das Jucken der Kopfhaut ist außerordentlich lästig.

Juckt die Kopfhaut und müssen Sie kratzen, kann das zu Reizungen und zu Haarverlust durch schuppige Kopfhaut führen. Unter Schuppen leiden etwa 20 Prozent der Deutschen.

Die Schuppen lassen sich gut behandeln. Bemerken Sie einen Haarausfall, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren, da hinter den Schuppen eine ernsthafte Krankheit stecken kann.

Schuppen bei trockener und fettiger Kopfhaut

Haarausfall durch schuppige Kopfhaut kann sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut entstehen. Um zu wissen, wie Sie der Schuppenbildung entgegenwirken können, müssen Sie feststellen, ob Sie unter trockener oder fettiger Kopfhaut leiden.

Schuppen bei trockener Kopfhaut sind weiß. Die Schuppenbildung wird durch austrocknende Shampoos, Heizungsluft, heißes und trockenes Klima sowie Föhnen begünstigt. Trockene Schuppen können auch durch verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut wie Schuppenflechte (Psoriasis) entstehen.

Schuppen bei fettiger Kopfhaut sind gelb, fühlen sich fettig an und sind meistens größer als trockene Schuppen. Sie entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion und den Hefepilz Malassezia.

Dieser Hefepilz tritt auch auf gesunder Kopfhaut auf und ernährt sich von Fetten der Talgdrüsen. Produzieren die Talgdrüsen zu viel Talg, kann sich der Hefepilz schnell vermehren.

Da die Kopfhaut mehr abgestorbene Zellen abstößt, bilden sich fettige Schuppen. Die fettigen Schuppen können auch auf ein seborrhoisches Ekzem hindeuten und zu einem Haarverlust führen.

Ursachen und mögliche Erkrankungen bei Haarverlust durch schuppige Kopfhaut

Eine schuppige Kopfhaut kann harmlose Ursachen haben, doch kann hinter den Schuppen auch eine Erkrankung stecken:

  •  Hitze und trockene Luft bei trockenen Schuppen und feuchte Luft bei fettigen Schuppen
  •  Falsche Haarpflege mit aggressiven, austrocknenden Shampoos und häufigem Föhnen
  •  Hormonschwankungen, die zu einer erhöhten Talgproduktion führen
  •  Stress stört die Abwehrbarriere der Haut und fördert die Ansiedlung von Hefepilzen
  •  Erbliche Veranlagung
  •  Kontaktallergien auf Inhaltsstoffe von Haarpflege- und Kosmetikprodukten
  •  Seborrhoisches Ekzem mit chronisch-entzündlichem Hautausschlag, das sich mit Juckreiz und gelblichen Schuppen äußert
  •  Atopisches Ekzem (Neurodermitis), das sich mit Schuppen und stark juckenden Hautausschlägen zeigt
  •  Hefepilz Malassezia, der bei verstärkter Talgproduktion schnell wächst und sich mit Schuppenbildung sowie stark juckender Kopfhaut bemerkbar macht Schuppenflechte (Psoriasis) ist durch verhornende Hautzellen der Oberhaut, silberweiße Schuppen und rote, juckende Hautstellen gekennzeichnet.

Während der Haarausfall durch schuppige Kopfhaut bei den meisten Ursachen leicht behandelbar ist, sieht es bei der Schuppenflechte deutlich schwieriger aus. Es handelt sich um eine hartnäckige, nur schwer behandelbare Hauterkrankung.

Der Haarverlust durch schuppige Kopfhaut wird durch den Juckreiz und den damit verbundenen Kratzzwang begünstigt. Wird die Haut aufgekratzt, kann es zu Reizungen und Entzündungen durch den Befall mit Bakterien kommen.

Wann Sie einen Hautarzt aufsuchen sollten

Bemerken Sie Schuppen auf der Kleidung und Juckreiz auf der Kopfhaut, können Sie die Schuppen mit Anti-Schuppen-Shampoo und verschiedenen rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke gut behandeln.

Sie sollten jedoch einen Hautarzt konsultieren, wenn es zu Haarausfall durch schuppige Kopfhaut kommt. Bemerken Sie zusätzlich Rötungen und Schwellungen der Kopfhaut, brennt die Kopfhaut, ist sie entzündet oder bemerken Sie nässende und verkrustete Stellen auf der Kopfhaut, ist das ein Fall für den Hautarzt.

Der Hautarzt führt ein Anamnesegespräch und fragt, wie lange Sie bereits unter Schuppen leiden und ob Sie bereits ein Anti-Schuppen-Shampoo angewendet haben.

Er untersucht Haare und Kopfhaut und macht sich auch ein Bild von der übrigen Haut Ihres Körpers. Der Hautarzt kann eine Probe der Schuppen nehmen und untersuchen, ob ein Befall mit Pilzen, Parasiten oder Bakterien vorliegt.

Abhängig vom Untersuchungsergebnis nimmt er die entsprechende Behandlung vor. Sind Pilze die Ursache der Schuppen, verordnet der Hautarzt ein Anti-Pilz-Mittel. Liegen Entzündungen vor, wird ein entzündungshemmendes Mittel verordnet.

Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte ist eine längere Behandlung erforderlich.

Was Sie selbst bei Haarausfall durch schuppige Kopfhaut tun können

Um einem Haarverlust durch schuppige Kopfhaut entgegenzuwirken, sollten Sie wissen, ob es sich um fettige oder trockene Kopfhaut handelt. Abhängig vom Typ Ihrer Kopfhaut wählen Sie das geeignete Pflegemittel.

Sie sollten Ihren Kopf vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Eine gesunde Ernährung trägt zu einer gesunden Kopfhaut bei.

Fazit: Schuppen auf der Kopfhaut sollten behandelt werden

Schuppen können bei trockener und bei fettiger Kopfhaut auftreten. Trockene Schuppen sind weiß, während fettige Schuppen gelblich und etwas größer als trockene Schuppen sind.

Ein Haarausfall durch schuppige Kopfhaut kann durch die falsche Pflege, Hormonumstellungen, eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut, ein seborrhoisches Ekzem, aber auch eine Krankheit wie Schuppenflechte oder Neurodermitis verursacht werden.

Der Kratzzwang kann zusätzlich zu Haarausfall führen. Bei einem Haarverlust durch schuppige Kopfhaut sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er stellt die Ursache fest und nimmt die entsprechende Behandlung vor.