Quercetin und Haarausfall

Quercetin und Haarausfall

Haarausfall ist für viele Menschen ein schwerwiegendes kosmetisches Problem. Am häufigsten ist er erblich bedingt – ungefähr 80 Prozent aller Männer leiden unter der androgenetischen Alopezie, die sich mit Geheimratsecken, zurückweichendem Haaransatz und Glatze am Oberkopf zeigt.

Der Haarverlust kann aber auch in anderen Formen auftreten und verschiedene andere Ursachen haben. Tritt er diffus auf dem gesamten Kopf auf und wird im Laufe der Zeit die Kopfhaut durch die Haare sichtbar, kann eine einseitige und ungesunde Ernährung die Ursache sein. Die Haarfollikel werden nicht genug mit den erforderlichen Nährstoffen versorgt, was zu einer Verkürzung der Wachstumsphasen der Haare führt.

Quercetin ist eher unbekannt, doch ist es wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Es handelt sich um einen gelben Naturfarbstoff, der zu den Flavonoiden und Polyphenolen gehört. Der menschliche Körper kann diesen Naturfarbstoff nicht selbst produzieren. Es ist daher wichtig, dass viele pflanzliche Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan stehen, die diesen Farbstoff enthalten.

Wie wirkt Quercetin auf die Haare?

Quercetin gehört zur Gruppe der Flavonoide und Polyphenole. Es ist ein gelber Naturfarbstoff, der in verschiedenen Pflanzen enthalten ist und vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden kann. Fehlt dieser gelbe Naturfarbstoff, kann es zu einem Haarausfall kommen.

Als Bioflavonoid gehört der Farbstoff zu den Bioöstrogenen. Das zeigt bereits den Zusammenhang mit dem Haarverlust. Mangelt es an Östrogenen, können die Haare verstärkt ausfallen. Bioöstrogene können ein gesundes Wachstum der Haare fördern. Das Bioöstrogen kann ausschließlich äußerlich durch die Nahrung aufgenommen werden, doch ist es durch eine schlechte Bioverfügbarkeit gekennzeichnet. Trotz einer quercetinreichen Ernährung kann es zu einem Mangel an diesem Pflanzenfarbstoff kommen.

Der Gehalt an diesem gelben Farbstoff ist in pflanzlichen Lebensmitteln aus biologischem Anbau deutlich höher als bei konventionellem Anbau. Da die Bioverfügbarkeit schlecht ist, sollten Sie viele solcher quercetinhaltiger Lebensmittel aus biologischem Anbau essen. Der natürliche Farbstoff ist auch in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.

Warum können bei einem Mangel des Bioflavonoids die Haare ausfallen?

Quercetin ist ein Bioflavonoid und ein pflanzliches Östrogen. Forschungen ergaben, dass ein ausgeglichener Quercetinhaushalt das Hormon Prostaglandin II hemmt und damit einem Haarverlust entgegenwirkt. Genau wie Dihydrotestosteron (DHT) gehört Prostaglandin zu den Gewebshormonen, die an einem erblich bedingten Haarausfall, der androgenetischen Alopezie, beteiligt sind.

Die Gewebshormone reichern sich in der Kopfhaut an und schädigen die dagegen empfindlichen Haarfollikel. Irgendwann sterben die Haarfollikel ab und können keine Haare mehr hervorbringen. Die Folge sind immer größer werdende kahle Stellen auf dem Kopf. Eine hohe Quercetinkonzentration im Körper verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut und hemmt die Bildung von haarausfallbegünstigenden Hormonen.

Nicht nur die Bildung von Prostaglandin, sondern auch von DHT kann durch Quercetin eingeschränkt werden. Mangelt es an diesem Bioöstrogen, können sich die Hormone Prostaglandin und DHT ungehindert an den Haarwurzeln anlagern und sie schädigen. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich, die Haare fallen aus.

Wie können Sie einem Quercetinmangel vorbeugen?

Möchten Sie einem Quercetinmangel und einem damit verbundenen Ausfall der Haare vorbeugen, ist es aufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit naheliegend, Nahrungsergänzungsmittel mit dem Flavonoid einzunehmen. Grundsätzlich sollten Sie auf Gemüse und Obst aus biologischem Anbau achten.

Forschungen ergaben, dass Tomaten aus biologischem Anbau einen um ca. 79 Prozent höheren Quercetingehalt haben als Tomaten aus konventionellem Anbau. Quercetin gegen Haarausfall ist in vielen Obst- und Gemüsesorten sowie in Kräutern enthalten:

  • Kapern
  • Zwiebeln, vor allem die äußeren Ringe
  • Liebstöckel
  • Schnittlauch
  • grüne Bohnen
  • Grünkohl und die meisten anderen Kohlgemüse
  • Tomaten
  • Radicchio
  • Dill
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Preiselbeeren
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Äpfel
  • Kirschen
  • Weintrauben.

Einen hohen Quercetingehalt hat auch Tee. Möchten Sie einem Haarverlust vorbeugen, sollten Sie die pflanzlichen Lebensmittel schonend zubereiten. Kochen bei hohen Temperaturen kann den Flavonoidgehalt ebenso vermindern wie Schälen von Obst und Gemüse. Die höchste Konzentration an diesem Naturfarbstoff ist bei vielen Obst- und Gemüsesorten in der Schale enthalten.

Kann ein Quercetinüberschuss Nebenwirkungen haben?

Nehmen Sie Quercetin in ausreichendem Maß durch Obst und Gemüse zu sich, ist aufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit eine Überdosierung so gut wie ausgeschlossen. Zu einer Überdosierung kann es jedoch kommen, wenn Sie viele Lebensmittel mit einem hohen Quercetingehalt zu sich nehmen und zusätzlich noch quercetinhaltige Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Allerdings hat das Bioflavonoid eine insgesamt positive Wirkung auf den Körper. Es wirkt nicht nur einem Haarausfall entgegen, sondern es wehrt auch freie Radikale ab, verzögert den Alterungsprozess und lindert die Bescherden bei Muskelkater. Hinweise auf eine Toxizität bei einer Überdosierung beim Menschen liegen bislang nicht vor.

Möchten Sie einem Haarverlust entgegenwirken und Quercetin als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, sollte die tägliche Dosis 1.000 Milligramm nicht überschreiten. Sie sollten das Nahrungsergänzungsmittel nicht länger als 14 Tage einnehmen. Die Einnahme in einer hohen Konzentration oder die Verabreichung als Injektion und eine damit verbundene Überdosierung kann möglicherweise zu Kopfschmerzen führen.

Fazit: Bioöstrogen kann Ausfall der Haare entgegenwirken

Quercetin ist zwar wenig bekannt, doch ist es ein gelber pflanzlicher Farbstoff. Es gehört zu den Flavonoiden und Polyphenolen und ist ein Bioöstrogen. Dieser Farbstoff ist in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten sowie in Kräutern enthalten, beispielsweise in Kirschen, Weintrauben, Äpfeln, grünen Bohnen, Kohlgemüse, Dill oder Kapern.

Dennoch ist der Wirkstoff durch eine schlechte Bioverfügbarkeit gekennzeichnet. Möchten Sie einem Haarverlust entgegenwirken, sollten Sie auf eine schonende Zubereitung der Lebensmittel bei niedrigen Temperaturen achten, das Gemüse und Obst möglichst nicht oder nur dünn schälen und beim Kauf auf biologischen Anbau achten.

Ein Haarausfall kann verzögert werden, da das Bioöstrogen die Sauerstoffaufnahme des Blutes fördert und der Anreicherung der Hormone Prostaglandin und DHT in der Kopfhaut entgegenwirkt. Um einen Mangel auszugleichen, können Sie den Pflanzenfarbstoff auch als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Sie sollten die Dosierungsempfehlung genau beachten, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt.