Die Haarschaftanomalie Trichorrhexis nodosa

Trichorrhexis nodosa

Der Verlust der Haare stellt für die Betroffenen meist eine enorme psychische Belastung dar. Trichorrhexis nodosa wird auch als Haarknötchenkrankheit bezeichnet und kann zum dauerhaften Verlust der Haare führen. Sollten Sie von der Haarschaftanomalie betroffen sein, verhilft Ihnen eine Eigenhaarverpflanzung zu neuem und vollem Haar.

Was ist Trichorrhexis nodosa?

Es handelt sich um eine krankhafte Anomalie des Haarschaftes, die auch als Haarknötchenkrankheit bezeichnet wird. Die Haarschaftanomalie wird durch einen ungenügenden Zusammenhalt von Zellen verursacht.

Wie äußert sich die krankhafte Anomalie?

Die Haarschaftanomalie geht mit einer Spaltbildung der einzelnen Haare einher. Die Haare weisen hellgraue oder weiße Knötchen am Haarschaft auf, die gut sichtbar sind. Entlang der Haarsträhnen bilden sich Schwachpunkte. Die Schwachpunkte entstehen durch eine Beschädigung der Haarrinde. Die für die Erkrankung typischen Knötchen entstehen, da auf die Schwachstellen durch die benachbarten Segmente des Haarschafts ein starker Druck ausgeübt wird.

In vielen Fällen sind nur einzelne Bereiche des Kopfes von diesen Knötchen betroffen. An den entsprechenden Stellen sind die Haare verdickt und werden durch gleichmäßige Abschnitte unterteilt. Wenn sehr viele Haare von der Haarschaftanomalie betroffen sind, wirke die Haare sehr schuppig.

Es entsteht zudem der Eindruck, dass die Haare von Schmutz oder Nissen bedeckt sind. Einzelne Haarsträhnen wirken aufgesplittert und knotig verdickt. Personen, die von der Erkrankung betroffen sind, leiden meist sehr unter dem rauen, glanzlosen und brüchigen Haar.

Wodurch wird die Haarschaftanomalie ausgelöst?

In vielen Fällen wird die Anomalie durch chemische oder physikalische Einflüsse ausgelöst. Aber auch psychischer Stress oder eine Mangelernährung können zu der Spaltbildung der Haare führen. Ebenfalls kann der Erkrankung ein hormonelles Ungleichgewicht oder selten ein Gendefekt zugrunde liegen. Dieser Gendefekt löst bei Säuglingen und Kleinkindern eine Hauterkrankung aus. Häufig ist eine Kombination aus äußeren Einflüssen und inneren Faktoren für das Auftreten der Haarknötchenkrankheit verantwortlich.

Äußere Einflüsse als Ursache

Zu den äußeren Einflüssen zählet zum Beispiel eine aggressive oder falsche Haarpflege. Auch die Verwendung von ungeeigneten Kämmen, Haargummis oder Bürsten gehört zu den schädlichen äußeren Einflüssen. Chemische Einflüsse sind beispielsweise das Färben, Tönen oder Bleichen der Haare. Viele Pflegeprodukte wie Spülungen, Kuren und Shampoos, die die Zellen des Haarschaftes schädigen, gehören ebenfalls zu den chemischen Einflüssen.

Die Produkte führen in vielen Fällen zu einer Austrocknung des Haares. Diese Austrocknung führt zu einer brüchigen und spröden Oberschicht des Haarschafts. Physikalische Einflüsse sind beispielsweise das zu heiße Föhnen oder die häufige Verwendung von Glätteisen und Lockenstäben.

Trichorrhexis nodosa als Folge einer krankhaften Fehlbildung

Die Haarknötchenkrankheit kann zudem durch eine krankhafte Fehlbildung des Haarmaterials ausgelöst werden. Durch eine Mangelernährung, die häufig mit einer Unterversorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen einhergeht, kann keine gesunde Haarsubstanz mehr produziert werden. Wichtige Bausteine für eine gesunde Haarsubstanz sind Horn und Keratin.

Weitere Ursachen

Eine weitere Ursache kann eine lange Erkrankung sein, die mit einer Schwächung des Immunsystems einhergeht. Auch als Folge einer psychischen Erkrankung kann die Haarschaftanomalie auftreten. Insbesondere während einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren sind Frauen von der krankhaften Anomalie des Haarschaftes in Folge einer Veränderung des Hormonhaushaltes betroffen. Wird angenommen, dass auch genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen, da Häufungen der Erkrankung innerhalb einer Familie nicht selten sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Ursache für die Erkrankung variieren. Sollte der Haarschaftanomalie ein Gendefekt zugrunde liegen, verbessert sich das Krankheitsbild meist im Laufe der Zeit von selbst. Unterstützend kann jedoch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Auch eine ausgewogene Ernährung, die dafür sorgt, dass die Haarwurzeln mit genügend Nährstoffen versorgt werden, kann sich positiv auf die Krankheit auswirken.

Insbesondere die Zufuhr von Vitamin A, C, E und H sowie Zink, Magnesium, Kalzium und Eisen sind wichtig. Die ausgewogene Ernährung sorgt für ein starkes Immunsystem. Liegt der Erkrankung eine psychische Belastung zu Grunde, sollte das seelische Gleichgewicht durch eine Therapie oder ähnliche Maßnahmen wiederhergestellt werden.

Bei chemischen oder physikalischen Einflüssen als Ursache, müssen die schädlichen Einwirkungen verhindert werden. Es sollte daher auf Glätteisen, Lockenstab, Färben, Tönen und falsche Pflegeprodukte verzichtet werden. All diese Maßnahmen sind jedoch nur so lange wirksam, so lange die Wurzeln der Haare noch nicht abgestorben sind.

Ist der Haarverlust durch die Haarschaftanomalie dauerhaft?

Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, tritt in den meisten Fällen ein starker Haarbruch auf. Dieser kann im extremsten Fall zu dem Verlust der Haare führen. Von dem Haarverlust kann nicht nur das Kopfhaar, sondern beispielsweise auch das Barthaar betroffen sein. Ebenfalls können die Wimpern und Augenbrauen ausfallen. Sind die Haarwurzeln irreversibel geschädigt, bleiben die kahlen Stellen dauerhaft bestehen, da kein neues Haarwachstum mehr möglich ist.

Die Haarverpflanzung als dauerhafte Lösung

Sollten bei Ihnen die Haarwurzeln bereits abgestorben sein, ist eine Eigenhaarverpflanzung die einzige effektive Methode, um an den Kahlstellen wieder volles Haar zu bekommen. Bei der Haartransplantation werden einzelne follikuläre Einheiten aus einem Spenderbereich entnommen, um sie anschließend in die von Haarverlust betroffenen Areale Ihrer Kopfhaut wieder einzupflanzen. Einige Monate nach der Haarimplantation beginnt das neue Haarwachstum, das ein Leben lang bestehen bleibt.

Fazit: Eine Haartransplantation ermöglicht volles Haar nach der Haarschaftanomalie

Trichorrhexis nodosa ist eine Haarschaftanomalie, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Sowohl äußere Einflüsse wie chemische und physikalische Faktoren als auch ein hormonelles Ungleichgewicht, ein Gendefekt oder psychischer Stress können als Auslöser für die Erkrankung in Frage kommen.

Die Erkrankung äußert sich durch eine Spaltbildung der einzelnen Haare und kann, bei nicht rechtzeitiger Behandlung, zu einem dauerhaften Verlust der Haare führen. Sind die Haarwurzeln bereits vollständig abgestorben, ist eine Haarverpflanzung die einzige Möglichkeit, um an den Kahlstellen ein neues und gesundes Haarwachstum zu aktivieren.