Wann ist eine Haartransplantation nötig?

Wann ist eine Haartransplantation nötig?

Jährlich lassen sich tausende Deutsche einer Haartransplantation unterziehen. Nicht selten sind darunter auch Personen, die vermehrt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, Fußballtrainer Jürgen Klopp zum Beispiel.

Schließlich gelten Halbglatze, schütteres Haar oder kahle Stellen am Kopf nicht gerade als modischer Trend. Allerdings kann eine Haartransplantation auch gesundheitliche Gründe haben. Dabei ist vor allem Vorsicht geboten, weil die Methode mitunter auch nicht unbedingt für jeden Menschen geeignet ist. Ein Überblick über das Thema.

Was passiert bei einer Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation wird in so gut wie allen Fällen Haar vom eigenen Körper verwendet. Schließlich soll das transplantierte Haar auch möglichst die gleiche Farbe haben wie das Haar in unmittelbarer Umgebung.

Dabei ist es eher zweitrangig, an welcher Körperstelle die Transplantation erfolgt. Infolge dessen kann so beispielsweise auch Barthaaren, Wimpern und Augenbrauen ihr Wachstumsvermögen zurückgegeben werden.

Hierbei werden in den meisten Fällen Haarwurzeln aus einer dicht behaarten Stelle am Kopf entfernt. Im Anschluss werden sie an andere, kahle Stellen verpflanzt. Dieser Vorgang sollte allerdings ausschließlich von geschulten Spezialisten durchgeführt werden.

Im besten Fall wird ein Haarchirurg für eine Haartransplantation konsultiert. Dieser kann vor und nach der Durchführung mit den Betroffenen auch noch einmal alle gesundheitlichen und beachtenswerten Aspekte besprechen.

Während Haarverlust lange Zeit ein Thema war, über das man sowohl in Gesellschaft als auch privat so gut wie nicht sprach, musste es meist einfach als das persönliche Schicksal hingenommen werden.

Heutzutage hat sich dies, unter anderem durch den Fortschritt in Wissenschaft und Medizin, grundlegend geändert. Dabei entscheiden sich vor allem immer mehr jüngere Menschen, die unter Haarausfall leiden, für eine Haartransplantation.

Was ist Voraussetzung für eine Haartransplantation?

Um eine Haartransplantation durchführen zu lassen, ist meist eine Grundbedingung, dass zuvor eine ausführliche Beratung und Aufklärung seitens eines Arztes vonstattengeht. Patienten sollen dabei beispielsweise darauf aufmerksam gemacht werden, wo die Risiken liegen oder ob sich die Transplantation für sie überhaupt empfiehlt.

Bei weit fortgeschrittenen Glatzen ist es zum Beispiel relativ wahrscheinlich, dass es nicht mehr genug Spenderhaare vom restlichen Kopf gibt, die die kahle Stelle ausreichend abdecken könnten. Dies kann allerdings immer auch von einem Arzt im Vorfeld analysiert werden.

Eine weitere Voraussetzung besteht in funktionierenden Haarfollikeln. Diese müssen noch in ausreichender Zahl vorhanden sein, damit die dazugehörigen Haare auch verpflanzt werden können. Schließlich kann man nur transplantieren, was noch da ist. Haare mit funktionierenden Follikeln werden vom Haarchirurgen meist im seitlichen und hinteren Bereich des Haarkranzes gefunden.

Wann sollte eine Haartransplantation vermieden werden?

Während all dieser Maßnahmen kann ein Arzt aber unter bestimmten Umständen auch von einer Haartransplantation abraten, so sehr diese vom Patienten auch gewünscht ist. Schließlich können für Haarausfall auch Ursachen bestehen, die nur vorübergehend Probleme verursachen.

Dazu gehören beispielsweise Hormonschwankungen in den Wechseljahren. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, eine mangelhafte Ernährung sowie bestimmte Krankheiten können Haarausfall auslösen. Nach einer Therapie der Ursachen kommt es jedoch nicht selten vor, dass die Haare irgendwann wieder nachwachsen.

Im besten Fall kontaktiert man hier am besten immer erst einmal den Hausarzt. Dieser kann nach einer Untersuchung konkrete Vorschläge machen, wie genau eine Therapie im individuellen Fall aussehen kann.