Wie lange bin ich arbeitsunfähig nach der Haartransplantation?

arbeitsunfähig nach der Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff, der die Lebensqualität verbessern kann und nur mit einem geringen Risiko verbunden ist. Dennoch kann es in den ersten Tagen zu Kopfschmerzen und Schmerzen auf der Kopfhaut kommen. Mit dem richtigen Verhalten können Sie entscheidend zu einem guten Ergebnis beitragen.

Vielleicht fragen Sie sich, wie lange Sie arbeitsunfähig nach der Haartransplantation sind. Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Es kommt darauf an, wie Sie sich fühlen. Nicht jede Arbeit können Sie bereits kurze Zeit später wieder ausführen. Der Verlauf der Heilung spielt eine entscheidende Rolle, ab wann Sie wieder arbeiten können. Der Arzt sollte letztendlich entscheiden, wann Sie Ihrer beruflichen Tätigkeit wieder nachgehen können.

Warum sind Sie arbeitsunfähig nach der Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff, der in örtlicher Betäubung ausgeführt wird. Ein Klinikaufenthalt ist nicht erforderlich. Direkt nach dem Eingriff können Sie die Klinik wieder verlassen, doch sollten Sie sich ausruhen. Sie dürfen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, da das Betäubungsmittel das Reaktionsvermögen und die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen kann. Die Haarverpflanzung wird zumeist mit der FUE-Methode ausgeführt. Dabei entstehen nur winzige Einstiche im Entnahme- und Transplantationsbereich der Haare.

Arbeitsunfähig nach der Haartransplantation sind Sie aus mehreren Gründen:

  • Betäubungsmittel muss aus der Kopfhaut entweichen
  • Auf der Kopfhaut treten Schwellungen auf
  • Krusten bilden sich an den Entnahme- und Transplantationsstellen
  • Kopfhaut rötet sich
  • Spannungsgefühl auf der Kopfhaut und Schmerzen können auftreten.

Zumindest am Tag der Haarverpflanzung ist es nicht möglich, dass Sie arbeiten. Ein weiteres Problem kann das kosmetische Ergebnis sein. Der Kopf wird rasiert. Die Krusten und Rötungen auf der Kopfhaut bieten keinen ästhethischen Anblick. Gerade in Berufen mit Publikumsverkehr sollten Sie mehrere Tage nach dem Eingriff nicht arbeiten.

Wie verläuft der Heilungsprozess?

Um die Frage zu beantworten, ab wann Sie nach der Haarverpflanzung wieder arbeiten können, sollten Sie wissen, wie der Heilungsprozess verläuft. Schon wenige Stunden nach der Haarverpflanzung beginnt die Kopfhaut zu jucken. Die Krustenbildung beginnt.

Diese Krusten fallen nach 10 bis 14 Tagen wieder ab. Die Kopfhaut rötet sich. So lange, wie die Rötungen bestehen, ist Ihre Kopfhaut empfindlich und kann bei Berührungen schmerzen. Die Rötungen klingen nach ungefähr vier Wochen wieder ab. Sie können jedoch schon wieder arbeiten, wenn die Rötungen noch nicht abgeklungen sind.

Sie müssen in den ersten fünf Tagen nach dem Eingriff ein Stirnband tragen, damit sich die Schwellungen durch das Betäubungsmittel nicht in Stirn und Gesicht ausbreiten. Mindestens in den ersten zwei Wochen nach der Haartransplantation sollten Sie körperliche Anstrengung vermeiden.

Wie kann sich körperlich schwere Arbeit auf den Heilungsprozess auswirken?

Sie sollten zumindest in den ersten zwei Wochen nach der Haarverpflanzung keine körperlich schwere Arbeit ausführen. Sind Sie in Ihrem Beruf verstärkt körperlich tätig, so sind Sie mindestens zwei Wochen arbeitsunfähig nach der Haartransplantation.

Bei körperlich schwerer Arbeit kann Ihre Kopfhaut stark schwitzen. Die Krusten könnten aufweichen. Das kann zu Infektionen führen und das Anwachsen der Haarfollikel beeinträchtigen. Ein weiteres Problem ist die Verletzungsgefahr. Stoßen Sie sich den Kopf, kann das zu Verletzungen führen. Die transplantierten Haarfollikel könnten nicht anwachsen.

Welche Risiken können bei der Arbeit bestehen?

Nicht nur das Risiko des Schwitzens und von Stößen besteht bei körperlich schwerer Arbeit. Arbeiten Sie beispielsweise auf einer Baustelle und müssen Sie bei der Arbeit einen Helm tragen, sind Sie mindestens so lange arbeitsunfähig nach der Haartransplantation, wie die Krusten noch vorhanden sind. Die Krusten könnten durch den Helm abgerissen werden. Auch die Sauerstoffzufuhr ist beim Tragen eines Helms beeinträchtigt. Die Haarfollikel könnten absterben.

Sind Sie bei Ihrer Arbeit viel Staub oder Schadstoffen ausgesetzt, sollten Sie ebenfalls mindestens zwei Wochen warten, bis Sie wieder arbeiten. Staub kann zu Infektionen, aber auch zu verstärktem Juckreiz auf der Kopfhaut führen. Die Folge können Infektionen sein. Die Haarfollikel könnten ausfallen.

Ab wann können Sie nach der Haarverpflanzung wieder arbeiten?

Ab wann Sie nach einer Haarverpflanzung wieder arbeiten können, hängt von Ihrer ausgeübten beruflichen Tätigkeit ab. Sie sind ungefähr fünf Tage arbeitsunfähig nach der Haartransplantation, wenn Sie eine leichte Tätigkeit wie einen Bürojob ausführen. Allerdings kann Ihr Arbeitgeber entscheiden, ob Sie wieder arbeiten können, wenn Ihre Tätigkeit mit viel Publikumsverkehr verbunden ist.

Führen Sie eine körperlich schwere Arbeit aus, ist Ihre Arbeit mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden, arbeiten Sie häufig mit Schadstoffen, sind Sie Staub ausgesetzt oder müssen Sie bei der Arbeit einen Helm tragen, sollten Sie mindestens zwei Wochen nach der Haarverpflanzung nicht arbeiten. Besser ist jedoch, wenn Sie drei Wochen lang nicht arbeiten.

Was tun, wenn Sie arbeitsunfähig sind?

Eine Haarverpflanzung ist keine Kassenleistung und ist kein Muss, wie beispielsweise eine Blinddarmoperation. Sie erhalten daher vom Arzt keine Krankschreibung und müssen die Operation selbst bezahlen. Da Sie arbeitsunfähig nach der Haartransplantation sind, müssen Sie für den Zeitraum Ihrer Arbeitsunfähigkeit Urlaub nehmen. Planen Sie die Haarverpflanzung rechtzeitig, können Sie das bei Ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen. Vielleicht können Sie auch geleistete Überstunden oder Brückentage nutzen, um Ihren Urlaub zu schonen.

Fazit: Nach Haarverpflanzung einige Tage arbeitsunfähig

Bei einer Haarverpflanzung handelt es sich um einen operativen Eingriff, der mit einem Heilungsprozess verbunden ist. Während des Heilungsprozesses ist Ihre Kopfhaut gerötet und empfindlich. Die Haarfollikel sind noch nicht fest eingewachsen. Wie lange Sie arbeitsunfähig nach der Haartransplantation sind, hängt vom Heilungsprozess, aber auch von Ihrer ausgeübten beruflichen Tätigkeit ab.

Sie sind in den ersten fünf Tagen arbeitsunfähig, da sich noch Schwellungen auf der Kopfhaut befinden und die Kopfhaut spannen kann. Üben Sie eine körperlich schwere Arbeit aus oder besteht ein erhöhtes Verletzungspotential, sollten Sie mindestens zwei Wochen lang nicht arbeiten. Für diese Zeit können Sie Urlaub nehmen.