Schuppen nach der Haartransplantation

Schuppen nach der Haartransplantation

Nach einer Haarverpflanzung können Sie mit dem richtigen Verhalten die Heilung beeinflussen. Es kann zu Schuppen nach der Haartransplantation kommen, die allerdings kein Grund zur Beunruhigung sein sollten. Es handelt sich um totes Gewebe. Mit der richtigen Pflege können Sie die Schuppen nach der Haarverpflanzung entfernen.

Schuppige Kopfhaut stellt vor allem bei dunklem Haar vor eine Herausforderung. Doch sind sie kein Grund zur Besorgnis. Die postoperative Schuppenbildung ist ein völlig normaler Prozess, der im Verlauf der Heilungsphase bei den meisten Patienten auftritt.

Das abgestorbene Gewebe, die kleinen Hautschuppen, lösen sich von der Kopfhaut, auf der sich rund um die Entnahme- und Implantationsstellen neue Haut bildet. Anders als bei haarschwundfördernden Schuppen, die bei zu trockener oder fettiger Kopfhaut auftreten, beeinflussen die sich nun ablösenden Hautteilchen Ihren Haarwuchs nicht. Sind Sie unsicher, kann Ihnen eine dermatologische Untersuchung die Sorgen nehmen.

Wie Schuppen nach der Haartransplantation entstehen

Schuppen können sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut entstehen und können zu Haarausfall führen, wenn sie nicht behandelt werden. Nach einer Haarverpflanzung ist eine Schuppenbildung möglich, auch wenn Sie zuvor nicht unter Schuppen gelitten haben.

Diese Schuppen sollten Sie nicht beunruhigen. Es handelt sich um totes Gewebe, das im Verlauf der Heilung entsteht. Mit der richtigen Pflege können Sie gegen diese Schuppen vorgehen.

Eine Eigenhaarverpflanzung ist ein operativer Eingriff, der mit einem etwas längeren Heilungsprozess verbunden ist. Sie wird zumeist mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) vorgenommen, da diese Methode schonend ist und mit natürlichen Ergebnissen überzeugt.

Im Entnahmebereich der Haare entstehen kleine, punktförmige Verletzungen, da die Haare mit einer Hohlnadel entnommen werden. Im Empfängerbereich der Haare werden kleine Kanäle gestochen, um die Spenderhaare aufzunehmen.

Auch im Empfängerbereich entstehen daher kleine Verletzungen. Beim Abheilen der Verletzungen bilden sich Krusten. Auf der Kopfhaut entstehen Rötungen. Zusätzlich können Schuppen auftreten, bei denen es sich um abgestorbenes Gewebe handelt.

Bis die Krusten abfallen, dauert es etwa 14 Tage. Danach kann die Kopfhaut noch gerötet sein. Aufgrund des Eingriffs ist sie noch empfindlich. Schuppen sind normal und führen nicht zu einem Haarausfall.

Keine Angst beim Ausfallen der transplantierten Haare

Bei den meisten Patienten fallen bis zu 90 Prozent der transplantierten Haare nach zwei bis sechs Wochen aus. Das ist kein Grund zur Sorge. Aufgrund der Strapazen bei der Eigenhaarverpflanzung treten die Haarfollikel in die Ruhephase ein.

Der Ausfall der verpflanzten Haare wird nicht durch Schuppen nach der Haarverpflanzung verursacht. Die Haare wachsen nach ungefähr drei Monaten wieder nach. Zuerst sind sie nur dünn, doch werden sie immer kräftiger. Nach 12 bis 18 Monaten können Sie das endgültige Ergebnis der Haarverpflanzung sehen. Sie sollten dann auch keine Schuppen mehr haben.

Dieser vorübergehende und völlig normale Haarschwund wird als Shock Loss bezeichnet. Einige Patienten sind davon stärker, andere schwächer betroffen. Fakt ist aber, dass Ihr Haar nach dem Eingriff in die Ruhephase eintritt und dass es aus diesem Grund zu postoperativem Haarausfall im Spenderbereich kommen kann.

Auch im Empfängerbereich müssen Sie damit rechnen, dass die ersten, winzigen und sehr dünnen Härchen wenige Wochen nach der Implantation wieder ausfallen. Das heißt nicht, dass die Eigenhaarverpflanzung missglückt ist.

Nach der Ruhephase, die etwa drei Monate nach dem Eingriff endet, beginnt das frisch transplantierte Haar zu wachsen und fällt bei richtiger Pflege nicht mehr aus.

Warum es nach der Haarverpflanzung auf die richtige Pflege ankommt

Für eine optimale Heilung kommt es auf die richtige Pflege nach der Eigenhaarverpflanzung an. Haben Sie vor dem Eingriff ein Antischuppenshampoo verwendet, sollten Sie nach der Haarimplantation darauf verzichten. Es könnte die Kopfhaut zu stark austrocknen und den Heilungsprozess verzögern. Sie sollten auch keine Stylingprodukte wie

  • Haargel
  • Haarspray
  • Haarfestiger
  • Stylingschaum

verwenden und die Haare nicht färben oder tönen.

Die Haare können Sie 48 Stunden nach der Eigenhaarverpflanzung zum ersten Mal waschen. Damit eine gute Heilung gewährleistet wird und die Schuppen nach der Haartransplantation von der Kopfhaut entfernt werden, sollten Sie eine Lotion auf die Kopfhaut auftragen und 45 Minuten einwirken lassen. Diese Lotion versorgt Ihre Kopfhaut mit allem, was sie nach dem Eingriff benötigt.

Sie unterstützt das Abheilen der Krusten. Mit lauwarmem Wasser, mittlerem Druck und ohne Rubbeln spülen Sie die Lotion aus. Im Anschluss daran tragen Sie das Spezialshampoo auf, das ebenfalls die Schuppen entfernt und zum Abheilen der Krusten beiträgt.

Die Haarfollikel können besser atmen. Das Anwachsen der transplantierten Haare wird gefördert. Das Shampoo sollte etwa drei Minuten einwirken, bevor Sie es mit lauwarmem Wasser und mittlerem Druck ausspülen.

Zum Trocknen der Haare sollten Sie kein Baumwollhandtuch und keinen Föhn verwenden, da Hitze der empfindlichen Kopfhaut und den implantierten Haaren schaden kann. Am besten lassen Sie die Haare an der Luft trocknen.

Sie sollten sich in den ersten beiden Wochen täglich die Haare waschen und zuvor eine Lotion verwenden. Nach dieser Zeit können Sie auf die Lotion verzichten. Sie können wieder ein Shampoo Ihrer Wahl benutzen, doch sollte das Shampoo möglichst mild sein und die Kopfhaut nicht belasten. Ein Anti-Schuppen-Shampoo ist dann noch nicht geeignet.

Wie Sie Schuppen nach der Haarverpflanzung vermeiden können

Mit dem richtigen Verhalten nach der Haarimplantation können Sie zu einer höheren Anwuchsrate, einem guten Wachstum der implantierten Haare und einer schnelleren Heilung beitragen. Die Bildung von Schuppen nach der Haartransplantation können Sie nicht immer vermeiden, denn es handelt sich um absterbendes Gewebe. Sie können jedoch zur Gesundheit der Kopfhaut beitragen, indem Sie

  • in den ersten fünf Nächten auf einem Nackenkissen und einer Einwegunterlage schlafen
  • in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff keinen Alkohol trinken
  • in den ersten beiden Wochen körperliche Anstrengung vermeiden, keinen Sport treiben und keinen Sex haben
  • im ersten Monat nicht in die Sauna, ins Schwimmbad und ins Solarium gehen
  • Ihren Kopf im ersten Monat vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.

Sie sollten Schwitzen, große Hitze und intensive Sonneneinstrahlung vermeiden. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nicht den Kopf stoßen.

Ausgewogene und gesunde Ernährung nach der Haarverpflanzung

Das Anwachsen der Haarfollikel und die Heilung fördern Sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Sie können mit der richtigen Ernährung dazu beitragen, dass die Schuppen nach der Haarverpflanzung schnell abklingen.

Was Ihre Kopfhaut und Ihre Haare nach der Eigenhaarverpflanzung brauchen, sind Zink, Eisen, Vitamine des B-Komplexes, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E. Zink trägt zur Zellerneuerung bei und ist wichtig für die Gesundheit von Haut und Haaren. Eisen fördert die Durchblutung und ist für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich.

Ein Eisenmangel kann zu Haarausfall und Schuppenbildung auf der Kopfhaut führen. Vitamine des B-Komplexes sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Sie fördern die Zellerneuerung und Zellteilung und unterstützen die Durchblutung.

Biotin*, auch als Vitamin B7 bezeichnet, ist ein Schönheitsvitamin, das für Haut und Haare unerlässlich ist. Das Haarwachstum kann auch mit den Vitaminen A und E gefördert werden. Vitamin C stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Ihre Ernährung sollte viel Obst und Gemüse, aber auch Fisch, Eier und mageres Fleisch enthalten.

Fazit: Schuppen nach der Haartransplantation mit der richtigen Pflege entfernen

Nach der Haartransplantation muss die Kopfhaut heilen. Schuppen nach der Haartransplantation sind kein Grund zur Besorgnis, denn es handelt sich um totes Gewebe, das bei der Abheilung entsteht. Mit einer speziellen Lotion und einem Spezialshampoo können Sie die Schuppen von der Kopfhaut entfernen und zum Abheilen der Krusten beitragen.

Die Haarfollikel können besser atmen und wachsen besser an. Sie sollten in den ersten Wochen nach der Haarverpflanzung kein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden, da es die Kopfhaut belasten und austrocknen könnte. Mit der richtigen Ernährung und dem richtigen Verhalten klingen die Schuppen nach der Haarverpflanzung schnell ab.

Wichtig ist, dass Sie besonnen bleiben und nicht mit „allen Mitteln“ versuchen, die Schuppen zu bekämpfen. Wenden Sie nur die Produkte an, die Ihnen in der Haarklinik empfohlen wurden. Wie bereits angesprochen, erzielen Sie mit konventionellen Anti-Schuppen-Shampoos einen gegenteiligen Effekt und könnten Ihre Kopfhaut zu stark beanspruchen.

Unterstützen Sie die Genesung der Kopfhaut und den Haarwuchs durch eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sowie durch milde Pflege. Im Heilungsprozess bildet sich neue Haut, sodass die alte Haut abgestoßen wird und sich in Form kleiner Schuppen auf Ihrem Haar zeigt. Das ist normal und ein Zeichen, dass Ihre Kopfhaut abheilt.

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