Shisha rauchen nach einer Haartransplantation: Besser nicht!

Shisha rauchen nach einer Haartransplantation

Shisha rauchen kann entspannen und die Geselligkeit fördern. Viele glauben, dass das Rauchen der Shisha weniger schädlich ist als das Rauchen von Zigaretten. Der Rauch wird durch Wasser gekühlt und leicht gefiltert. Es gibt auch Tabakersatz, der kein Nikotin enthält. Ist eigentlich das Shisha rauchen nach einer Haartransplantation erlaubt?

Ist Shisha rauchen nach der Haartransplantation schädlich?

Bei einer Shisha wird der Rauch gekühlt, da er durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen wird. Bei der Passage durch das Wasser werden im Rauch befindliche Schwebstoffe und wasserlösliche Substanzen gefiltert. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass das Shisha rauchen nicht oder nur wenig gefährlich für die Gesundheit ist.

Die Filterung der Schadstoffe ist zu gering. Das Rauchen der Shisha birgt die üblichen Gefahren des Tabakrauchens. Das Shisha rauchen kann sogar noch gefährlicher sein als Tabakrauchen. Dem Shisha-Tabak wird Glycerin zum Feuchthalten zugefügt. Beim Erhitzen kann das Glycerin zu hochgiftigem Propenal oxidiert werden.

Die Shisha kann auch mit Tabakersatz geraucht werden, der kein Nikotin enthält. Dieser Tabakersatz enthält ein Trägermaterial. Dennoch ist das Rauchen der Shisha schädlich. Infektionsgefahr besteht, wenn das Mundstück mit anderen Shisha-Rauchern geteilt wird. Die Raucher können sich mit Hepatitis, Grippe oder Tuberkulose infizieren.

Welche Risiken bestehen beim Shisha rauchen?

Beim Shisha rauchen bestehen die gleichen Risiken wie beim Rauchen von Zigaretten. Sie sollten daher nach einer Haarverpflanzung auf das Rauchen der Shisha verzichten. Gehen Sie in eine Shisha-Bar, wissen Sie nicht, ob die Shishas dort ordentlich gereinigt werden. Das kann zu Infektionen führen.

Die Lunge wird durch den Rauch belastet. Darunter leiden die Abwehrkräfte. Sie sind nicht nur gefährdet, an Erkältungen, Grippe und anderen Infektionen zu erkranken. Auch die Kopfhaut wird in ihrer Abwehr geschwächt und ist nicht resistent genug gegen Bakterien oder Pilze nach der Haarverpflanzung. Die Wundheilung nach der Haartransplantation erfordert mehr Zeit.

Höheres Infektionsrisiko der Wunden

Bei einer Haartransplantation entstehen sowohl im Spenderbereich als auch im Empfängerbereich der Haare Wunden. Die Haarfollikel werden aus dem Spenderbereich ausgestanzt und in zuvor gestochene Kanäle im Empfängerbereich verpflanzt. Shisha rauchen nach der Haartransplantation kann die Wundheilung verzögern und zu Infektionen der Wunden führen.

Beim Tabakrauchen, auch beim Rauchen der Shisha, entsteht als Nebenprodukt Kohlenmonoxid. Durch den Einfluss von Kohlenmonoxid wird die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren, beeinträchtigt. Die Haarfollikel werden nicht genügend mit Sauerstoff versorgt. Das Anwachsen der Haarfollikel kann behindert werden.

Da die Wunden beim Shisha rauchen nach einer Haartransplantation länger offen bleiben, bilden sie einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze. Aufgrund der Infektionen können die Haarfollikel wieder ausfallen. Da sich die Wunden infizieren können, ist auch eine Narbenbildung möglich. An den Narben können keine Haare mehr wachsen.

Wann dürfen Sie wieder Shisha rauchen?

Nach der Eigenhaarverpflanzung sollten Sie die Anweisungen der Ärzte befolgen, damit die Wunden gut heilen können. Dazu gehört auch, dass Sie in den ersten zwei Wochen nach der Haartransplantation nicht rauchen. Sie sollten auf Zigaretten und andere Nikotinprodukte verzichten. Dazu gehört auch die Shisha. Da es sich bei der Haarimplantation um einen operativen Eingriff handelt, ist der Organismus geschwächt. Auch wenn die Haarverpflanzung gut verträglich ist, wirken sich

  • örtliches Betäubungsmittel, das nach dem Eingriff zu Schwellungen führt
  • in der Kopfhaut erzeugte Wunden
  • mit dem Eingriff verbundene Strapazen

negativ auf den Organismus aus. Sie sollten Ihrer Kopfhaut genügend Zeit geben, um sich zu erholen. Wünschenswert ist sogar, dass Sie mit dem Shisha rauchen nach der Haartransplantation noch länger warten oder das Shisha rauchen ganz aufgeben. Die Haarverpflanzung ist daher eine gute Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Wundheilung nach der Haarverpflanzung

Bereits wenige Stunden nach der Haarimplantation setzt die Wundheilung ein. Die Kopfhaut beginnt zu jucken. Durch den Abbau des örtlichen Betäubungsmittels entstehen Schwellungen im Stirnbereich. Die Krustenbildung an den Wunden beginnt schon nach wenigen Stunden. Die Krusten schützen die Wunden vor Infektionen. Die Kopfhaut ist gerötet. Auch wenn sich Krusten bilden, kann Shisha rauchen nach der Haartransplantation die Wundheilung verzögern. Die Krusten fallen im Normalfall nach 10 bis 14 Tagen ab. Durch das Rauchen kann sich der Abheilungsprozess verzögern. Die Rötungen der Kopfhaut klingen zumeist erst nach vier Wochen ab.

Etwa zwei Wochen nach der Haarverpflanzung fallen die transplantierten Haare wieder aus. Da die Haarfollikel vom Körper getrennt waren und nicht mit Sauerstoff versorgt wurden, müssen sie sich erst wieder erholen. Ungefähr nach drei bis sechs Monaten beginnen die Haare wieder nachzuwachsen. Das Nachwachsen der Haare könnte durch das Rauchen verzögert oder sogar verhindert werden. Es ist daher sinnvoll, dass Sie frühestens vier Wochen nach dem Eingriff wieder mit dem Shisha rauchen beginnen oder völlig darauf verzichten.

Bereits vor der Haarimplantation auf Rauchen verzichten

Shisha rauchen nach einer Haartransplantation ist schädlich, doch sollten Sie auch schon mindestens eine Woche vor dem geplanten Eingriff keine Shisha und keine Zigaretten mehr rauchen. Bei Rauchern kann es bei der Haartransplantation verstärkt zu Blutungen kommen. Die entnommenen Haarfollikel werden in einer Nährlösung aufbewahrt. Kommt es zu verstärkten Blutungen, dauert der Eingriff länger.

Da die Haarfollikel über längere Zeit vom Körper entfernt sind und nicht mit Sauerstoff versorgt werden, können sie absterben oder nicht anwachsen. Planen Sie eine Haartransplantation, sollten Sie bereits frühzeitig auf das Rauchen verzichten, um den Erfolg des Eingriffs nicht zu gefährden. Das betrifft Shisha, aber auch andere Tabakprodukte.

Fazit: Shisha rauchen kann Erfolge der Haarverpflanzung beeinträchtigen

Rauchen kann das Infektionsrisiko erhöhen und die Wundheilung beeinträchtigen. Das betrifft auch das Shisha rauchen nach der Haartransplantation. Die Wundheilung kann verzögert werden. Daher bilden die Wunden einen perfekten Nährboden für Infektionen durch Bakterien und andere Keime.