Schwellung nach Haartransplantation – wieso ist dies möglich und was kann dagegen getan werden?

Schwellung nach Haartransplantation

Die Haartransplantation bietet die optimale Möglichkeit, dem langfristigen Leiden ein Ende zu setzen, denn vermehrter Haarverlust stellt für die meisten Betroffenen eine große psychische Belastung dar. Doch gleichzeitig stellen sich viele Interessierte und Patienten die Frage, wie es sich mit Risiken und Nebenwirkungen wie einer Schwellung nach Haartransplantation verhält und wie das genaue Verhalten in diesem Fall erfolgen sollte.

Je nach Empfindlichkeit des Betroffenen können die Schwellungen schwächer oder stärker auftreten, aber auch ganz ausbleiben. Eines vorweg: Trotz Schwellung kann der Heilungsfall normal verlaufen. Im folgenden Ratgeber möchten wir Ihnen erläutern, warum eine Schwellung nach der Haartransplantation möglich ist und was Sie dagegen tun können.

Schwellung nach Haartransplantation – nichts Ungewöhnliches

Bei einer Haartransplantation werden Haare in dünn behaarte oder gänzlich haarlose Areale umverteilt. Natürlich können hierbei Nebenwirkungen wie bei jedem operativen Eingriff nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dazu gehört die Schwellung nach Haartransplantation, die oftmals nicht verhindert werden kann. Obwohl bei einer sachgemäß ausgeführten und hygienisch einwandfreien Haartransplantation, die von einem erfahrenen Haarchirurgen durchgeführt wird, Komplikationen selten sind, sind beispielsweise bei zu tiefen Einstichen Blutungen möglich.

Dadurch bilden sich in den ersten Tagen danach oftmals starke Schwellungen. Diese können nicht nur den Kopf betreffen, sondern bis in das Gesicht reichen. Zudem kann aufgrund der lokalen Betäubung, die für eine Schmerzfreiheit verabreicht wird, und der Flüssigkeit, die während der Verpflanzung in die Kopfhaut gespritzt wird, nach der Transplantation im Bereich der Stirn und des Gesichts eine Schwellung auftreten. Diese Schwellung vergrößert sich anfangs oftmals etwas oder wandert, sollte sich jedoch ebenso innerhalb einer Woche zurückbilden. Auch im Bereich der Augen ist eine Schwellung möglich, die das Sichtfeld etwas einschränken kann. Dies hat optische Nachteile, verursacht jedoch keine Schmerzen.

Was können Sie tun gegen die Schwellung nach Haartransplantation?

Es kommt bei einer Schwellung zur Ansammlung von Flüssigkeit. Dies wird auch Ödem genannt. Doch was kann man tun, um diese Schwellung möglichst gering zu halten? Das fragen sich wahrscheinlich die meisten, die sich einer Transplantation unterzogen haben. Eine Schwellung nach Haartransplantation ist lästig und unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Daneben können sich in den ersten Tagen eine Rötung und Krusten bilden. Letztere fallen nach einigen Tagen ab.

Die Rötungen werden jeden Tag blasser und verschwinden irgendwann komplett, in der Regel innerhalb von wenigen Wochen. Gleichzeitig entsteht eben oft auch eine leichte Schwellung, die immer weniger wird und gewöhnlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Tage nach der Haartransplantation von selbst verschwindet, denn das Lymphsystem leistet in dieser Zeit gute Arbeit. Ganz gleich, in welchem Bereich die Schwellung entsteht, die Flüssigkeit wird durch die Lymphe nach und nach abgebaut.

Stirnband und Entwässerungstabletten als mögliche Hilfe

Um zu verhindern, dass diese Flüssigkeit in den Bereich des Gesichts dringt, können Sie ein elastisches Stirnband tragen, bis sich die Schwellung zurückgebildet hat. Nach der Transplantation können Sie auch den Bereich kühlen, damit sich die Schwellung nach Haartransplantation nicht ausbreitet. Eine weitere Möglichkeit, damit die Schwellung nach Haartransplantation schneller verschwindet, sind Entwässerungstabletten, die nach Empfehlung des Arztes eingenommen werden.

An den ersten Tagen danach kann die Schwellung stark werden, wenn Sie sich oft nach vorn beugen. Um sie gering zu halten sollten Sie dieses Bücken vermeiden. Liegen Sie nach Möglichkeit viel auf dem Rücken, um aus dem Gesicht den Druck zu nehmen und zu verhindern, dass die Betäubungsflüssigkeit weiter Richtung Gesicht wandert. Durch das Naseschnäuzen wird der Druck auf den Stirnbereich erhöht, was die Schwellung verstärken kann.

Trinken Sie viel Wasser nach der Transplantation, denn Ihr Körper benötigt für eine rasche Regeneration und der schnellstmöglichen Beseitigung der Schwellung nach Haartransplantation reichlich Flüssigkeit. Fangen Sie nicht zu früh an, Sport zu treiben, denn dadurch kann nicht nur die Schwellung nach der Verpflanzung verstärkt, sondern das Endergebnis ungünstig beeinflusst werden. Das Gleiche gilt für andere körperlich anstrengende Aktivitäten wie schweres Heben.

Wie ist der weitere Verlauf nach der Haartransplantation?

In den ersten Tagen kann es durch die Heilung bedingt auch zum Juckreiz kommen. Doch Sie sollten es vermeiden, denn dies kann den Heilungsprozess negativ beeinflussen. Nach drei bis sechs Wochen fällt der Großteil der verpflanzten Haare aus und die Haare gehen anschließend in eine Ruhephase über, was völlig normal ist.

Nach rund drei Monaten wachsen die Haare teilweise wieder nach. Nach sechs bis zehn Monaten wächst der Großteil der verpflanzten Haare nach. Sie werden dicker und stärker. Nach spätestens zwölf Monaten sind meist nahezu alle Haare gewachsen und das Endergebnis ist erreicht, wobei auch nach dem zwölften Monat noch neue Haare heraus kommen können.

Fazit

Eine Schwellung nach Haartransplantation ist durchaus möglich, doch sie sollte nach wenigen Tagen verschwunden sein. Die Ursache sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Durch das Lymphsystem werden sie wieder abgebaut. Obwohl die Schwellung schmerzfrei und harmlos ist, fühlen sich Betroffene in dieser Zeit nicht wohl damit.

Doch die Schwellung verschwindet nach einigen Tagen und ist danach nicht mehr sichtbar und wahrnehmbar. Sie können als Unterstützung an den ersten Tagen nach dem Eingriff tagsüber ein Stirnband tragen, um die Schwellung nach Haartransplantation nicht in das Gesicht rutschen zu lassen. Das Problem sollte dadurch möglichst gering gehalten und schnell beseitigt werden können.

Nur in seltenen Fällen dauert die Schwellung bis zu drei Wochen an. Bei Fragen oder Zweifeln sollten Sie Ihren behandelten Haartransplantationsarzt zu Rate ziehen, denn er kann Ihren Heilungsverlauf am besten beurteilen. Falls Sie noch in der Entscheidungsphase sind, Haartransplantation ja oder nein, nehmen Sie gern Kontakt auf. Wir beraten Sie gern zu Ihren Möglichkeiten und natürlich ebenso zu den eventuellen Nebenwirkungen wie einer Schwellung nach Haartransplantation.