Bluttestuntersuchung bei Haarverlust?

Welche Aufschlüsse gibt ein Bluttest bei Haarausfall

Wenn Sie beim täglichen Bürsten immer mehr Haare ausfallen, sollten Sie sich die Mühe machen diese zu zählen. Bis zu 100 Haare pro Tag sind normal, danach liegt der begründete Verdacht vor, dass Sie unter Haarverlust leiden.

Um den Haarverlust behandeln zu können ist es enorm wichtig die Ursache herauszufinden. Ein Blutuntersuchung bei Haarverlust kann Klarheit darüber geben, weshalb die Haare vermehrt ausfallen. Wenden Sie sich daher an Ihren Dermatologen, um Ihrem haarigen Problem auf den Grund zu gehen.

Was zeigt ein Blutuntersuchung bei Haarverlust?

Wenn Sie einen Verdacht auf Haarschwund haben, ist Ihr Dermatologe immer der erste Ansprechpartner. Er kann aus Ihrem Blut sehr wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Ursachen dem Verlust zu Grunde liegen.

Der Bluttest zeigt zum Beispiel mögliche Mangelerscheinungen oder Erkrankungen. Durch eine genaue Analyse Ihrer Haare sowie Ihres Blutes ist wichtig, um eine passende Behandlungsmethode finden zu können.

Es ist völlig normal, dass täglich bis zu 100 Haare ausfallen. Stellen Sie jedoch über einen längeren Zeitraum einen erhöhten Ausfall Ihrer Haare fest, sollten Sie umgehend handeln. Neben dem Bluttest selbst ist auch eine genaue Untersuchung der Kopfhaut wichtig, um den Haarverlust genau zu analysieren.

Der Bluttest bei Haarverlust ist auch deshalb so wichtig, da Haarschwund häufig als Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten auftreten kann. Das Ausfallen der Haare tritt beispielsweise bei Erkrankungen der Schilddrüse oder bei Diabetes Mellitus auf.

So werden bei dem Test unter anderem die Senkungsgeschwindigkeit sowie die Konzentration der Schilddrüsenhormone gemessen. Auch eine mögliche Immunschwäche, die den Haarschwund begünstigt, lässt sich durch die Untersuchung des Blutes feststellen.

Darüber hinaus kann Ihr Dermatologe eine mögliche Mangelernährung entdecken. Je nachdem wie stark Ihr Haarverlust bereits ausgeprägt ist, kann Ihr Dermatologe ein kleines oder ein großes Blutbild anfertigen.

Weshalb ist der Bluttest bei Haarverlust so wichtig?

Der Bluttest bei Haarverlust ist äußerst wichtig, da nur so die genaue Ursache festgestellt werden kann. Und nur, wenn diese bekannt ist, kann eine passende Behandlungsmethode gefunden werden. Bei Haarverlust ist es wichtig, diesen so früh wie möglich zu entdecken und zu behandeln.

Aus Ihrem Blut kann Ihr Dermatologe die genaue Zusammensetzung der Hormone erkennen. Hierdurch erlangt er zunächst Auskunft darüber, ob Ihre Schilddrüse richtig funktioniert und, ob eventuell ein Mangel an roten Blutplättchen vorliegt. Ist die Ursache gefunden, können Sie in einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Dermatologen die weiteren Schritte besprechen.

Welche Werte werden bei dem Bluttest untersucht?

Bei dem Blutuntersuchung bei Haarverlust werden verschiedene Werte untersucht und analysiert. Es erfolgt eine gezielte Untersuchung der einzelnen Blutwerte. Hierzu zählen das Blutbild und die Blutsenkung. Auch die Schilddrüsen- und Nierenfunktionsparameter werden genau betrachtet.

Wichtig ist darüber hinaus die Untersuchung der Eisenbindungskapazität sowie die Eisenwerte. Hierzu zählen auch die Ferritin und Transferrin Werte, da sie ebenfalls mit dem Eisenhaushalt in Ihrem Körper zusammenhängen.

Die Werte von Selen sowie Zink im Vollblut werden ebenfalls genau betrachtet. Der Zinkwert ist wichtig, da der Mineralstoff maßgeblich für gesundes Haarwachstum verantwortlich ist. Durch den Bluttest kann ein möglicher Zinkmangel festgestellt werden.

Ebenso sind die Werte von Folsäure sowie Vitamin B9 interessant, da diese beiden Vitamine ebenfalls am Haarwachstum beteiligt sind. Der Calciumwert im Serum sowie Transaminasen und Immunglobulin E-Spiegel werden ebenfalls betrachtet.

Ihr Dermatologe überprüft darüber hinaus auch Ihren Hormonhaushalt. Hierzu werden insbesondere die Hormone Testosteron, Östrogen und Gestagen analysiert. Auch das Schilddrüsenhormon Tetrajodthyronin sollte untersucht werden, um eine mögliche Schilddrüsenunter oder -überfunktion abzuklären. Hierzu werden auch die Schilddrüsen-Antikörper betrachtet.

Welche weiteren Untersuchungen sollten vorgenommen werden?

Neben dem Bluttest bei Haarverlust können auch eine Dermatoskopie, ein Trichogramm, Trichoscan sowie eine Übersichtsfotografie erfolgen, um der Ursache und dem Verlauf des Haarverlusts weiter auf den Grund zu gehen. Bei der Dermatoskopie wird die Kopfhaut mit einem Mikroskop in 10-100-facher Vergrößerung genau untersucht.

Mit Hilfe des Trichogramms kann der Status Ihrer Haarwurzeln analysiert werden. Die Untersuchung kann Aufschluss darüber geben, welche Haare sich in welcher Phase befinden. Unterschieden wird zwischen den drei Phasen Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase.

Auch Schäden an den Haaren die durch Erkrankungen oder Infektionen entstanden sind, lassen sich hierbei erkennen. Der Trichoscan untersucht ebenfalls den Status der Haarwurzel mit einer videografischen Methode.

Die Übersichtsfotografie kann Aufschluss über den allgemeinen Verlauf des Haarschwunds geben und dessen Entwicklung dokumentieren. Hierdurch lassen sich Aussagen über die Entwicklung der Haardichte treffen. Mit Hilfe eines Abstriches oder einer Probeentnahme aus der Kopfhaut können bakterielle oder Pilzinfektionen festgestellt werden.

Fazit: Ein Bluttest gibt Aufschluss über die Ursache für den Haarschwund

Es ist ganz normal, dass Sie täglich Haare verlieren. Denn jedes Haar befindet sich nur rund zwei bis sechs Jahre in der Wachstumsphase. Verlieren Sie jedoch über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen.

Eine genaue Blutanalyse ist bei Haarverlust die effektivste Mode, um die genaue Ursache zu finden. Durch die genaue Analyse kann Ihr Dermatologe mögliche Erkrankungen oder Mangelerscheinungen erkennen, die den Schwund der Haare verursachen.

Auch ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine Schilddrüsenüber oder -unterfunktion lässt sich durch die genaue Untersuchung Ihres Blutes feststellen. Der Blutuntersuchung bei Haarverlust ist die sicherste Methode, sodass im Anschluss eine passende Behandlungsmöglichkeit für Sie gefunden werden kann.

Durch weitere Untersuchungen wie beispielsweise das Trichogramm oder die Übersichtsfotografie lassen sich zudem Aussagen über den Status Ihrer Haarwurzeln und den weiteren Verlauf des Haarverlusts treffen.

Wenn die Ursache für das Ausfallen Ihrer Haare festgestellt wurde, können Sie handeln und dem Haarschwund entgegenwirken. Ist die Ursache festgestellt können die Haarwurzeln in vielen Fällen wieder reaktiviert werden, sodass neues und gesundes Haarwachstum entsteht. Sind die Wurzeln jedoch bereits irreversibel geschädigt, bleiben die Kahlstellen dauerhaft bestehen.