Haartransplantation zu früh – Was nun?

Haartransplantation zu früh

Leiden Sie unter Haarverlust, kann das ein kosmetisches Problem darstellen. Mit einer Haarverpflanzung können Sie wieder zu vollem Haar und mehr Lebensqualität gelangen, doch kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an, zu dem der Eingriff ausgeführt wird.

Nicht immer ist tatsächlich eine Haarverpflanzung erforderlich, da die Haare wieder nachwachsen können. Oft reicht es aus, die Lebensgewohnheiten oder die Ernährung umzustellen. Es gibt auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie die Zeit bis zur Eigenhaarverpflanzung überbrücken.

Damit die Haartransplantation nicht zu früh erfolgt, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er entscheidet, wann der richtige Zeitpunkt für die Haarverpflanzung ist, und kann auch die geeigneten Alternativen vorschlagen.

Welche Gründe gibt es, wenn eine Haartransplantation zu früh ausgeführt wird?

Wird die Haarverpflanzung zu früh ausgeführt, kann das dazu führen, dass das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird. Es ist auch möglich, dass die Haarfollikel nicht anwachsen, da eine Erkrankung vorliegt, die das Anwachsen verhindert. Für eine zu früh ausgeführte Haarverpflanzung gibt es mehrere Gründe:

  • Patient ist zu jung und hat das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet
  • Haarverlust ist nur vorübergehend, sodass die Haare wieder nachwachsen
  • Ursache des Haarverlusts ist noch nicht bekannt, sodass eine Erkrankung dazu führen kann, dass die Haarfollikel nicht anwachsen
  • Haarverlust ist noch nicht weit genug fortgeschritten, sodass sich der Eingriff kaum lohnt.

Wird die Haarimplantation zu früh ausgeführt, kann das nicht nur dazu führen, dass die Haare nicht anwachsen, sondern das belastet auch Ihr Budget. Sie geben Geld aus, ohne dass das gewünschte Ergebnis erzielt wurde. Da die Haartransplantation vielleicht ein zweites Mal erfolgen muss, geben Sie erneut Geld aus.

Das Mindestalter für eine Haarverpflanzung liegt bei 18 Jahren. Wird sie bei Patienten ausgeführt, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bringt die Haarverpflanzung nicht immer den erhofften Erfolg.

Was passiert, wenn die Ursachen für den Haarverlust noch nicht bekannt waren?

Der Hautarzt sollte zuerst die Ursachen für den Haarverlust ermitteln, um zu entscheiden, welche Behandlung für Sie geeignet ist. Liegt eine Autoimmunerkrankung vor, greift das Immunsystem körpereigenes Material an, zu dem auch die transplantierten Haarfollikel gehören.

In der Folge fallen die transplantierten Haare wieder aus. Auch entzündliche Prozesse auf der Kopfhaut können dazu führen, dass die Haarfollikel nicht anwachsen, wenn die Haartransplantation zu früh durchgeführt wurde. Bei der Haarverpflanzung kann es auch zu Infektionen kommen.

Bei einem diffusen und teilweise auch bei einem kreisrunden Haarverlust können die Haare mitunter wieder nachwachsen. Erfolgt die Haartransplantation zu früh, war sie einfach unnötig, wenn die Haare wieder nachwachsen. Vor allem bei einem diffusen Haarausfall wachsen die Haare wieder nach, wenn kein schädigendes Ereignis mehr vorliegt.

Wie lässt sich eine zu frühe Haarimplantation vermeiden?

Eine zu frühe Haartransplantation können Sie vermeiden, indem Sie bei Haarverlust den Hautarzt konsultieren. Er macht sich ein Bild von Ihren Haaren und Ihrer Kopfhaut, um die Ursache zu ermitteln.

Darüber hinaus führt er mit Ihnen ein Anamnesegespräch und nimmt eine Blutunteruchung vor. Er kann zusätzliche Untersuchungen durchführen, wenn die Ursache nicht eindeutig ermittelt werden kann. Nicht immer ist eine Haarverpflanzung möglich oder notwendig.

Bei entzündlichen Prozessen auf der Kopfhaut wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sowie bei einer Autoimmunerkrankung ist eine Haartransplantation nicht immer möglich. Kann die Krankheit als Ursache behandelt werden, wachsen die Haare oft wieder nach. Die Haare können bei einem diffusen Haarverlust durch Vitamin- oder Mineralstoffmangel auch wieder nachwachsen, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen.

Wie kann das Nachwachsen der Haare gefördert werden?

Bei einem diffusen Haarausfall fallen die Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus. Er kann durch einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen verursacht werden. Um zu verhindern, dass eine Haartransplantation zu früh erfolgt, reicht oft eine Umstellung der Ernährung aus. Sie sollten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, um genügend Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen.

Das Nachwachsen der Haare können Sie auch mit verschiedenen Extrakten aus Pflanzen fördern, beispielsweise Basilikumextrakt, Birkenblattextrakt, Hirseextrakt oder Sägepalmenextrakt. Diese Extrakte können Sie als Tinkturen für die äußere Anwendung auf der Kopfhaut oder als Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhalten.

Ähnlich wie Extrakte können Öle gegen Haarverlust wirken, um zu verhindern, dass eine Haartransplantation zu früh erfolgt. Olivenöl, Schwarzkümmelöl, Weizenkeimöl oder Arganöl können Sie als Haarkur auf die Kopfhaut auftragen.

Gibt es Behandlungen, mit denen die Zeit bis zur Haarverpflanzung überbrückt werden kann?

Mit einer PRP-Behandlung können Sie eine Haarverpflanzung hinauszögern oder komplett vermeiden. Sie kann das Nachwachsen der Haare fördern, indem sie noch intakte Haarfollikel zur Bildung neuer Haare stimuliert.

Blut wird Ihnen entnommen und in einer Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet. Dieses Plasma enthält Blutplättchen und verschiedene Wachstumsfaktoren. Es wird mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gespritzt. Die Haarfollikel können gekräftigt werden und ein gesundes Nachwachsen der Haare ermöglichen.

Die Zeit bis zu einer Haarverpflanzung können Sie auch mit einer Haarpigmentierung überbrücken. Pigmente in der Farbe Ihrer Haare werden wie bei einer Tätowierung mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gebracht. Die Haarpigmentierung simuliert nachwachsende Haarstoppeln und eine höhere Haardichte.

Fazit: Zu frühe Haarimplantation bringt nicht das gewünschte Ergebnis

Wird eine Haartransplantation zu früh durchgeführt, kann das verschiedene Ursachen haben. Der Patient kann zu jung sein, doch kann auch die Ursache nicht genügend erforscht worden sein. Die transplantierten Haare können wieder ausfallen. Es ist auch möglich, dass es zu Infektionen kommt. Um zu vermeiden, dass eine Haarverpflanzung zu früh ausgeführt wird, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.

Er ermittelt die Ursache für den Haarverlust und entscheidet, welche Behandlung sich am besten eignet. Oft reicht es aus, die Ernährung umzustellen. Auch eine PRP-Behandlung oder eine Haarpigmentierung können ein gutes Ergebnis bringen und Alternativen zur Haarverpflanzung darstellen.